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Die Krone, das Österreich und die Umfragen

Politik, Montag 29 Juni 2009 14:15

Gestern hatten sowohl die Krone als auch Österreich den “Kampf um die Hofburg” auf dem Cover. Beide Zeitungen hatten Umfragen  zur Bundespräsidentenwahl in Auftrag gegeben und damit auch zu den beiden Prölls in der Spitzenpolitik. Interessant ist wie die Ergebnisse dieser Umfrage kommuniziert werden. Österreich sagt gleich am Cover was Sache ist ist:

Österreich Cover am 28. Juni 2009

Die Krone nennt diese Zahlen nur in einem Nebensatz:

Umso erstaunlicher, dass laut IMAS bereits jetzt 20% der Österreicher im Duell um die Hofburg Pröll der Favoritenrolle sehen und Heinz Fischer trotz Amtsbonus bei 62%.

Aha, ohne Amtsbonus hätte er dann 90%?

Spannend ist auch dass das von der Krone beauftragte und als eher bürgerlich bekannte IMAS-Institut, im direkten “Duell” zwischen Fischer und Pröll Senior dem Niederösterreichischem Landeshauptmann schlechtere Umfragewerte nachsagt als Gallup in der Umfrage für Österreich (62%:20% Krone, 62%:25% Österreich).

Die Krone verpackt ihre Bundespräsidenten-Umfrage auch unter einem anderen Titel:

Cover Kronenzeitung 28. Juni 2009

Eigenartig ist in dem dazugehörigen Artikel diese Umfrage, die klar darauf abzieht Herrn Fischer in ein schräges Licht zu stellen:

Krone: Einfluss Bundespräsidenten

Da wird als Referenz eine Umfrage herangezogen aus dem Jahr 1992 (!), damals wurde gerade Thomas Klestil dass erste Mal gewählt, Heinz Fischer ist erst zwölf Jahre später Bundespräsident geworden, da gibt es doch sicher jüngere Zahlen, aber die passen wohl nicht in das Konzept.

In dem Krone-Artikel wird auch ausführlich beschrieben was die ÖsterreicherInnen davon halten wenn Onkel Pröll und Neffe Pröll staatstragende Funktionen einnehmen würden:

Nur 30% der Befragten wäre eine solche Situation unvereinbar mit ihrem demokratischen Empfinden. Eine massive Mehrheit von 62% erhebt jedoch keine Einwände, füs sie ist das schlicht kein Problem.

Soweit so gut oder schlecht, jetzt wird es spannend:

Gegner einer familiären Verkettung in hohen politischen Funktionen sind in diesem speziellen Fall in weit überdurchschnittlicher Zahl Anhänger der SPÖ und der FPÖ.

Da fängt für mich das Problem an:  Ein an sich demokratisches  “Problem” wird plötzlich zu einem parteipolitischem “Problem”! Wobei man hier noch sagen könnte das ist eine Auslegung der Kronenzeitung, aber weit gefehlt, es geht noch weiter:

Für IMAS-Forscher Paul Eiselsberg daher ein Indiz, dass diese Ablehnung im starken Maße parteipolitisch begründet ist.

Hier hört der Spass auf!

Da werden Äpfel mit Birnen verglichen und das IMAS glaubt dass auch noch!

Das ist doch  genauso wie wenn ich sagen würde dass die Gewaltentrennung parteipolitisch begründet ist.

iPhone 3GS vs. iPhone 3G

Mobile, Freitag 26 Juni 2009 08:09

Seit gestern Abend teste ich, mit sieben anderen BloggerInnen, für drei Wochen ein iPhone 3GS (siehe dazu auch mobileblogger.at, leider darf ich, im Unterscheid zum G1-Test, das Handy diesmal nicht behalten :( ).

Da ich ja seit über einem Jahr ein iPhone 3G besitze fängt man natürlich sofort an zu vergleichen, dass fängt bei der Verpackung an, die ja etwas kleiner ist:

Verpackungsvergleich 1Verpackungsvergleich 2Verpackungsvergleich 3

Neben den allseits bekannten Unterschieden (Video, Kompass, usw.) gibt es auch ein paar Punkte die vielleicht nicht so bekannt sind.

So z. B. hat das Display des iPhone 3GS anscheinend eine andere Farbtemperatur und ist dunkler eingestellt, hier ein Vergleich beider Handies bei gleichem Helligkeitswert (das 3GS ist das linke iPhone):

Farb und Helligkeitsunterschiede

Ob das wohl mit der angeblich längeren Akkulaufzeit zu tun hat?

Apropos Akku, beim 3GS kann man sich den Restladestatus auch in Prozent anzeigen lassen, wieso kann man das eigentlich nicht beim 3G trotz OS 3.0 (das 3GS ist wieder das linke iPhone)?

Akku Anzeige in Prozent

Lustig finde ich das nirgendwo auf dem 3GS steht das es dass neue, coole iPhone ist, so sieht die Rückseite aus:

Rückseite 3GS

Was man sofort merkt ist der Geschwindigkeitsunterschied.

Das neue iPhone reagiert viel schneller auf Befehle, so macht das Arbeiten wirklich Spass!

Auch ist Safari viel schneller, hier ein Video das den Reload von orf.at im Vergleich zeigt (über WLAN):


Bin ja schon auf Applikationen gespannt die die neuen Features des 3GS verwenden!

Hubert Sielecki: “Österreich !”

Kunst, Design, Donnerstag 25 Juni 2009 08:35

Hubert Sielecki, Filmemacher und Leiter des Lehrstudios für Animationsfilm in der Meisterklasse Ludwig Attersee auf der Angewandten, hat seit kurzem sein gesamtes Werk auf Youtube gestellt.

Darunter befinden sich so bekannte Arbeiten wie die “Maria Lassnig Kantate” aus dem Jahr 1992, aber auch das schöne  “Österreich !” aus dem Jahr 2001, absolut Sehenswert:


Auch als Zeitdokument wunderbar!

Ich wurde als Grüner Unterstützer abgelehnt

Politik, Sonntag 21 Juni 2009 11:34

Soeben bekam ich folgende Email:

ablehnung

Ich will jetzt gar nicht auf diese Mail eingehen, dazu später mehr.

Nur eine kleine Metapher dazu (ich besitze keinen Führerschein):

Da spart jemand  Jahre lang, um sich endlich sein Lieblingsauto zu kaufen und plötzlich erklärt einem die geliebte Automarke: “Wir wissen,  nicht welchen Sinn es macht, ihnen eines unserer Produkte zu verkaufen, da sie ja nur damit fahren möchten”, deswegen verbietet man einem den Kauf.

Was wird diese Person ihren Freunden sagen?

“Tolle Marke, aber vegiss es, in fünf Jahren bekommst du keine Ersatzteile mehr!”

Sehenswert: “Cafe Paparazzi” von G.R.A.M.

Kunst, Design, Samstag 20 Juni 2009 09:17

In der Galerie Christine König (Map) läuft seit Donnerstag die Ausstellung “Cafe Paparazzi” von G.R.A.M.

G.R.A.M., eine 1987 in Graz gegründete Künstlergruppe, wird auf dem Grazer Kulturserver wie folgt beschrieben:

Über bewusst gewählte Ausschnitte aus der Fülle medialer Bildwelten, agiert G.R.A.M. ,,nach Motiven von Politiken der Sichtbarkeit” (Reinhard Braun) und betreibt ein sinnlich-subversives Spiel mit (negativer) Berühmtheit, mit Heroismen, Pathos, mit Triumphen und Tragödien, die – nicht nur – Massen bewegen.

Die in Wien gezeigten Arbeiten stammen aus der 1997 begonnenen Serie “Paparazzi” und zeigen Fotos von Prominenten, Doubles und unbekannten in klassischer Paparazzi-Manier, von G.R.A.M. selbst “geschossen”. Dazu aus dem Pressetext der Ausstellung:

G.R.A.M. liefert mit der seit über einem Jahrzehnt andauernden Bildserie PAPARAZZI einen eigenständigen Beitrag zum medial beschworenen „Ende der Privatheit“.  Alle Bilder sind von der Künstlergruppe selbst aufgenommen, durch die Vermengung von Prominenz (z.B. Barack Obama, David Beckham, Kate Moss oder Paris Hilton) und Nicht-Prominenz entsteht ein visuelles Dickicht, in dem es keine Sicherheiten zu geben scheint.

Die in Hollywood, New York, Cannes, Nizza, Monte Carlo, London, Wien, Berlin oder Graz “geschossenen” Bilder simulieren Realitäten, die nur in den Köpfen der Betrachter existieren. Die verinnerlichten Codes der Massenmedien erleichtern das Einschwenken auf falsche Fährten.

Leider findet man nur sehr wenig über G.R.A.M. im Internet, hier ein Foto aus der Paparazzi-Serie das man auch kaufen kann:

gram

Die Ausstellung läuft noch bis 1. August und ist wirklich sehenswert, auch gibt es einen tollen Katalog (mit einer Einleitung eines alten Freundes, Reinhard Braun)  dazu!

Windows 7: It simply works!

Internet, Computer, Montag 15 Juni 2009 09:31

Jetzt, nachdem ich mit meinen Netbook und Windows 7 (siehe auch hier) ein Barcamp überstanden habe kann ich ein Kompliment aussprechen das zwar nach wenig klingt aber gerade für einen Windows-Rechner wohl ungewohnt ist:

It simply works!

Mir ist Windows 7 bis jetzt kein einziges Mal abgestürzt, selbst auf dem Netbook ist es mit Outlook offen (IMAP-Account mit 4+GB Daten), Twitter-Client, Firefox, usw. sehr flüssig bedienbar und schnell.

Probleme hatte ich ein paar Mal beim “wiedererwecken” aus dem Ruhezustand, da war das Speicherabbild plötzlich fehlerhaft. Dass kann aber auch am Compaq Mini 701 liegen, der zwar recht nett aussieht, nur leider hat HP hier ein paar wirklich schwere Fehler gemacht (z.B. kein VGA-Ausgang!) und ein wenig enttäuscht war ich bei der Installation eines Gerätetreibers einer nicht automatisch erkannten Hardware, die Dialoge sind gleich schlecht und umständlich wie bei Windows XP.

Ansonsten ist wirklich alles dort wo es ist oder wo man es vermutet. Ich liebe die neue Taskleiste, funktional ohne Ende und weniger Schnickschnack als das Dock am Mac.

Auch fühlt sich das Interface viel schneller an und Programme starten (gefühlt) schneller, liegt vielleicht daran das Windows 7 mehr Priorität auf das Interface legt, unter XP war es wohl andersrum.

Verbindungen zu WLANs sind jetzt wirklich einfach, hier war ich immer umständliche und schlechte Programme der WLAN-Chip-Hersteller gewohnt, da konnte ich letzte Woche schon Apple-User beeindrucken :)

Eine Frage bleibt: Ob Steve Ballmer (oder ein Double) diesmal wieder als Werber auftritt wie in diesem Clip vor über 20 Jahren?


Vernissage: “Games Don’t Kill”

Games, Donnerstag 11 Juni 2009 12:16

Am Montag, den 15. Juni um 19:00, ist die Vernissage der Ausstellung “Games Don’t Kill” im Raum D / Quartier 21 im Museumsquartier.

Flickr-Gruppe Games don't kill

Gezeigt werden viele der in der Flickr-Gruppe gesammelten Werke, auch meine Variante.

Damit wird die Aktion, die von Jana und Harald kurz nach dem tragischen Amoklauf in Winnenden gestartet wurde, mit einer Ausstellung weitergeführt.

Zur Vernissage wird Dr. Konstantin Mitgutsch vom Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Wien eine kurze Einführung in das Thema Gewalt und Videospiele geben. Anschließend kann jeder mitdiskutieren!

Die Ausstellung selber ist dann von  18. bis 23. Juni, täglich 10 bis 20 Uhr im Transforming Freedom Raum / Quartier 21  und am 26. und 27. Juni von 13 bis ca. 20 Uhr bei den ESL Pro Series Finals in der Bank Austria Halle (Gasometer, Guglgasse 11, 1110 Wien) zu sehen.

Die Grünen, die Podiumsdiskussion und mein geheimer Putschplan!

Politik, Sonntag 7 Juni 2009 10:48

Am Donnerstag fand im Kent eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “Take over your local Green party” statt, organisiert von der Initiative Grüne Vorwahlen (ohne Fördermittel und ohne Hilfe von den Grünen oder sonstigen Organisationen organisiert, das Budget war 0 Euro, wollte ich nur mal gesagt haben).

Im Zuge der Diskussion gab es einige sehr heftige Meinungen, die im sehr gut besuchten Keller (fast 100 Personen) für Raunen, Applaus, Zustimmung oder Ablehnung sorgten, die Emotionen gingen hoch.

Ich fand die Diskussion sehr spannend, sie bestätigte aber einen Punkt:

Die Wiener Grünen diskutieren zwar jetzt schon zwei Monate(!) darüber, wie sie mit den Unterstützungsanträgen umgehen wollen, sind aber leider noch keinen Millimeter weiter gekommen. Es werden immer die gleichen Fragen gestellt und die gleichen Vorwürfe gemacht, traurig! Zum Glück aber gibt es auch viele bei den Grünen die verstehen um was es bei den Grünen Vorwahlen geht, diese wurden am Donnerstag teilweise von den eigenen Leuten angegriffen und vor dem Kopf gestoßen.

Dank der Leute von ichmachpolitik.at gibt es die Diskussion jetzt auch Online, absolut Sehenswert! Hat alles was ein guter Spielfilm braucht: Emotionen, Action und sogar über Sex wird gesprochen :) , hier Teil 1:

Hiier Teil 2:

Symptomatisch war die Wortmeldung von David Ellensohn (ab Minute 31:30 in Teil 2).

Ich behaupte: Jemand der,

  • ehemaligen Parteimitgliedern anderer Parteien das Recht abspricht bei den Grünen mitzuarbeiten,
  • UnterstützerInnen global als “rechter stehend” bezeichnet,
  • 2009 immer noch dem Straßenkampf(!) huldigt und stolz darauf ist Morddrohungen zu bekommen,
  • außer dem Straßenkampf keinerlei Konzepte gegen die Rechten Parteien hat,
  • die selbe Sprache wie die FPÖ verwendet (”Wer war denn dort bei der Demo gegen die rechten Trotteln?”),
  • nicht versteht das Demokratie kein Krieg ist, deswegen “Kampf gegen Rechts” schon von der Metapher her falsch ist  (oder will Ellensohn alle FPÖ-WählerInnen als Kriegsgefangene einsperren?),
  • jeden, der nur den geringsten Zweifel an dieser Art der “Kriegsführung gegen Rechts” hat, sofort bei den Grünen ausschließen will,
  • eine Überprüfung/Gesinnungstest jedes/jeder einzelnen UnterstützerIn fordert,
  • diesen Beitrag entweder gar nicht gelesen hat oder nicht verstanden hat, ihn aber zitiert,

hat nichts bei den Grünen verloren.

So jemand ist (leider) ein Armutszeugnis der (linken) Politik in Österreich, siehe auch die Antwort von Robert Menasse dazu im Video.

Deswegen offenbare ich hier und jetzt meinen persönlichen, während dieser Wortmeldung von David Ellensohn entwickelten, streng geheimen Putschplan für die Wiener Grünen (falls ich als Unterstützer angenommen werde):

Ich werde David Ellensohn am 15. November NICHT wählen.

Das ist meine ganz persönliche Entscheidung, ich steh dazu.

Fürchten sich die Wiener Grünen jetzt vor mir? Ich denke nicht, oder?

EDIT: am 15. November findet die Landesversammlung der Wiener Grünen statt, wo über die Listenplätze für die Gemeinderatswahl 2010 abgestimmt wird.

Vortrag: “Twitter auswerten und analysieren”

Web2.0, Mittwoch 3 Juni 2009 15:25

Am vergangenen Freitag durfte ich gemeinsam mit Meral von Digitalks im Rahmen des Expertenforum (das sehr gut besucht war!) über Twitter sprechen.

Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist, hier die dazugehörige Prezi mit einigen Beispielen, die vielleicht noch nicht jeder kennt:

Das auf dem Foto bin ich mit meinem ersten Computer, so um 1980 :)

War eine sehr interessante Veranstaltung mit spannenden Diskussionen!

Grüne Vorwahlen: Open House Camp und Podiumsdiskussion

Politik, Dienstag 2 Juni 2009 08:09

Diese Woche gibt es gleich zwei Veranstaltungen zu den Grünen Vorwahlen!

Heute findet bei den Wiener Grünen, in der Lindengasse 40, 1070 Wien, ab 18:30 Uhr, das Open House Camp statt:

Open House Camp

Die Idee ist das Grüne und (hoffentlich bald angenommene) UnterstützerInnen gemeinsam, in Form eines Mini-Barcamps, sich austauschen.

Ich möchte gerne Auswertungen über die bisherige Berichterstattung zu den Grünen Vorwahlen im Internet präsentieren, freue mich schon!

Am Donnerstag gibt es dann im Restaurant Kent, Brunnengasse 67, 1160 Wien, 19:00 Uhr,  eine Podiumsdiskussion unter dem Titel:

Take over your local Green party

Mit dabei sind:

Moderiert wird die Veranstaltung von Edith Meinhart, Autorin und Journalistin.

Also zwei Mal die Chance sich mit Politik zu beschäftigen :)

Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist natürlich frei!

Hinkommen!

Wir wollen mitbestimmen und rufen für die Wiener Wahl 2010 Grüne Vorwahlen aus.