Web2.0, Dienstag 5 Juni 2007 14:31
Geert Lovink, den ich schon immer geschätzt habe hat in Eichbaums Weblog einen Sehr guten Text zu Web2.0 usw. verfasst, Zitat:
Doch wie Richard Stallman ohne Erfolg zu bedenken gegeben hat, bedeutet »frei« (free) keineswegs »gratis«, sondern die Möglichkeit, den Computercode zu wechseln. Wir sollten dies nicht schon wieder miteinander verwechseln, denn meines Erachtens besteht kein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Kostenfreiheit und Freiheit.
und weiters:
Oso, Lateinamerika-Redakteur bei Global Voices, formuliert es folgendermaßen:
»Aggregatoren sind besser mit Kapital ausgestattet als die Produzenten von Inhalten. Wir treiben in einem Meer aus Lärm umher und sind von den Inseln der Aggregation abhängig (Digg, Google News, del.icio.us/popular, Newsvine, Boing Boing, Global Voices), die uns zu den Perlen führen. Unsere Abhängigkeit von diesen Webseiten sichert ihnen ihre Finanzierung (durch Investoren, Fördergelder oder Anzeigen). Die Leute hingegen, die den tatsächlichen Inhalt, das Herz der Artischocke schaffen, gehen leer aus.«
Ein weiterer Grund dafür könnte die so genannte Ein-Prozent-Regel sein, derzufolge von
100 Leuten im Netz
1 Inhalt produziert,
10 mit diesem Inhalt interagieren (durch Kommentare oder Verbesserungsvorschläge) und die übrigen
89 ihn bloß ansehen.
Aus dieser Perspektive sind die Produzenten nur eine verschwindend geringe Minderheit, über die man mühelos hinwegsehen kann. Die Frage ist eben nur, warum der Anteil der Produzenten so niedrig ist ! Sehr Lesenswert!
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