Politik, Montag 1 Oktober 2007 08:18
Am 4. Oktober (diesen Donnerstag) gibt es den International Blogger Tag für ein freies Burma:

Entstanden ist diese Initiative letzten Freitag auf Roberts Webseite, bitte macht alle mit! Tragt euch in die Unterstützerlisten ein, klickt auf die Diggs, helft mit das diese Aktion aufsehen erregt!
Um Aufmerksamkeit zu erreichen hab ich mal einen Twitter-Feed (http://twitter.com/freeburma) mit Schlagzeilen über Burma eingerichtet, andere Microblogging-Seiten werden folgen. Ziel ist es das am Donnerstag niemand der Aktion entgehen kann.
Wer weitere Ideen hat einfach in dem Wiki eintragen!
RSS Feed

Die Burma-Aktion ist verlogen, denn bis vor wenigen Tagen hat sich niemand für das Land interessiert. Wenn Farbige in Afrika in ungleich größeren Massen zusammengeschossen werden, interessiert das hier keine Sau.Anders ist das bei exotisch gewandeten Mönchen, die dazu noch die neue Schicki-Micki-Religion der Intellektuellen, den Buddhismus vertreten. Ich habe den Eindruck, die Blogger mißbrauchen die freiheitskämpfenden Burmesen, um ihre eigene Bedeutung als politische Aktivisten demonstrieren zu können. Und in eine solche Aktion klinke ich mich gern für eigene Interessen ein.
Wer sich für Freiheit in Burma einsetzt, sollte auch über das demokratische Niveau in Deutschland nachdenken. Es werden bei uns nationale Aktivisten wegen Volksverhetzung ( §130 STGB) zu zum Teil mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der § 130 STGB ist der Kern der Demokratiegefährdung in Deutschland, da er die für eine Demokratie hoher Qualität nötige Meinungsfreudigkeit hierzulande behindert. Wer Angst hat, bei einem falschen Wort ins Gefängnis zu kommen, verzichtet gleich ganz aufs Reden. Ich würde mich freuen, wenn Blogger sich nicht nur für Freiheitsrechte im fernen Ausland einsetzen, sondern auch bei uns für eine möglichst umfassende Meinungsfreiheit eintreten.
klar gibt es hier auch probleme, klar ist die welt nicht perfekt, aber gleich gross aufzuschreien wegen verlogenheit etc. ist meiner meinung nach auch nicht der richtige weg!
wenn es dir nicht passt mach einfach nicht mit und stell was auf die beine damit andere probleme bekannt werden.
Hallo Thomas, deine Kritik wirkt auf mich ein wenig destruktiv.
Was bringt dich denn außerdem auf die Idee, dass BloggerInnen, die bei der Burma- Aktion mitmachen, sich nicht für verfassungsrechtliche Probleme in Deutschland oder für rassistisch und/oder wirtschaftliche motivierte Unterdrückung in Afrika interessieren? Klingt für mich wie eine unzulässige Pauschalverurteilung.