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Endlosstory Alpengluehen.com

Web2.0, Freitag 8 Februar 2008 07:59

Ich komm mir vor wie in “Täglich grüßt das Murmeltier”.

Da gibt es diese Geschichte wo ich das Problem habe das ich den Newsletter von “Alpengluehen.com” nicht mehr los werde.

Erst nach einem zufälligem Treffen mit einer Mitarbeiterin von Alpengluehen auf dem Barcamp in Wien gab es dann einen Kommentar von einem “marcus” der folgendes schrieb:

zunächst vielen dank für den hinweis mit dem newsletter-abmelde bug. peinlich, aber bis jetzt leider nicht reportet. wir fixen den bug gerade und du bekommst keinen NL mehr, den du nicht willst - versprochen!

Außerdem beschreibt er eine (für mich etwas vage) Definition was Alpengluehen sein soll:

alpengluehen soll die größte deutschsprachige sport- & freizeit-community werden. quasi das XING der freizeit.

Um dann, etwas später, folgendes zu definieren:

alpengluehen.com ist somit nicht mit facebook oder myspace etc. zu vergleichen, die ja im prinzip “jeden” ansprechen. alpengluehen geht hier wesentlich mehr in richtung special interest community. unser ziel ist es, für unsere user einen platz zu schaffen, der ihre lebenseinstellung wiederspiegelt und ihnen eine virtuelle homebase dafür zu liefern.

Also was jetzt? Xing und nicht Facebook? Komische Definition, sorry, aber geht mich nichts an.
Komisch auch das man zwar in Blogs kommentiert aber nicht auf einfache Emails anworten kann.

Aber zurück zum Newsletter. Auf dem Barcamp in Klagenfurt habe ich mich mit Programmieren von Alpengluehen unterhalten, die auch sagten das das ein Fehler war und behoben ist.

Alles nette Leute, was ich nur nicht verstanden habe ist das ein Unternehmen wie Alpengluehen nicht so eine Chance wie ein Barcamp nutzt um sich zu präsentieren, aber ausser Programmieren und die schon oben erwähnte Mitarbeiteterin war leider niemand aus dem Management am Barcamp, soll so sein.

Wieder zurück zum Newsletter. Heute Morgen mach ich meine Inbox auf und was sehe ich?

Den AlpengluehenFresh Newsletter!

Mit der wundervollen Statistik das ich Null Zugriffe auf mein Profil habe und dem üblichen Hinweis zur Abmeldung, nur leider ist der Newsletter bei mir schon seit langem abgemeldet…

Nur um mich nicht Misszuverstehen, ich bin froh wenn es Startups in Österreich gibt und würde sie in jeder Hinsicht unterstützen, nur wenn man eine Social Communitiy aufbauen will sind das wichtigste die User und da muss die Kommunikation mit diesen Vorrang vor allem anderen haben, Überlastung als Ausrede zählt heutzutage einfach nicht mehr.

13 Kommentare für 'Endlosstory Alpengluehen.com'

  1.  
    8. Februar 2008 | 12:13

    Täglich grüßt das Murmeltier. Feiner Streifen. Vielleicht solltest du einfach ein bisserl netter werden. Hat dem Bill Murray schließlich auch geholfen.

    Jetzt im Ernst: Ich weiß, dass eine Entschuldigung nicht viel bringt. Aber immerhin ist sie besser als nix. Also: Die Geschichte mit dem Newsletter tut uns unglaublich leid. Nur sitzt bei Alpengluehen logischerweise nicht nur ein Mensch herum, der sich um alles allein kümmert. Dinge werden delegiert, von der Geschäftsführung zu den Programmierern (die wiederum untereinander delegieren) oder Redakteuren oder umgekehrt. und es passiert nun mal, dass eine Kommunikation schief läuft. Klar SOLL das nicht passieren, aber es ist nun mal, wie’s ist und wenn wir könnten, würden wir den fehlgeleiteten Newsletter am liebsten eigenhändig aus deinem Postfach löschen.

    Ich kann nur sagen, wir sind auf dem Weg und arbeiten an allem!

    Und ich möcht jetzt wirklich nicht anfangen zu flennen, aber: Wie wär’s denn, wenn du anstatt Alpengluehen in deinem Blog (wieder mal) in aller Öffentlichkeit genüsslich zu zerfleischen, deine auf dem Barcamp neu geknüpften Kontakte genützt und uns ganz einfach direkt kontakiert hättest? Das hätte jemand gemacht, der sich wirklich darüber freut, dass es in Österreich ambitionierte Startups gibt. Außerdem wäre das wahrscheinlich auch zielführender gewesen, wenn’s dir wirklich darum gegangen wäre, deinen Newsletter loszuwerden…

    Nicht falsch verstehen, es steht natürlich jedem frei, seine Meinung kundzutun. Wir haben bei Alpengluehen nur ein bisschen den Eindruck, dass uns die Blogger-Szene nie so wirklich eine faire Chance geben wollte. Und es ist einfach immer leichter ein anderes Projekt zu verreißen, als selbst was auf die Beine zu stellen.

    Kurz noch zum Barcamp: Es ging sich schlicht und einfach aus zeitlichen Gründen bei unserem “Management” nicht aus. Das besteht nämlich nicht aus so unglaublich vielen Leuten. Es war aber jemand von unserer Firma dort, der dir für alle deine Fragen zur Verfügung stand. Beim nächsten Mal ist aber Alpengluehen voll und ganz mit von der Partie. Dann trauen wir uns auch bestimmt schon vor die reißende Blogger-Meute…

  2.  
    max
    8. Februar 2008 | 15:12

    Naja, wen ich jetzt mal rekapituliere:
    Ich hab eine Email geschrieben da ich diesen Newsletter nicht losgeworden bin.

    Darauf wurde Wochenlang nicht reagiert, ich hab den Newsletter weiterhin bekommen.

    Darüber habe ich in meinem Blog geschrieben.

    Tage später wurde von euch in meinem Blog darauf reagiert, meine Email ist aber bis heute nicht beantwortet.

    Plötzlich bekomme ich den Newsletter wieder…

    Soll ich mich nochmals auf eine nicht beantwortete Email einlassen? Wenn im Blog bestätigt wurde das diese nicht mehr passieren wird?

    Ein klassisches Beispiel das man die positiven Meldungen natürlich gerne öffentlich kundtut, aber das negative bitte nur via Email :)

    Jeder arbeitet daran das alles besser wird, ich glaube auch nicht das die “Blogger-Szene” etwas gegen euch hat, es gibt auch in diesem Blog genug positive Meldungen über Österreichische Startups.

    Vor allem, wie definierst du “faire Chance”? Fair muss hier für beide Seiten gelten und der umkämpfte Markt für Social Communities ist nun mal hart.
    Ich darf aus eurere OTS-Meldung vom 10.12.2007 zitieren:

    “Der Kunde übernimmt die Macht.

    Communities und Blogs sind von rasant wachsender Bedeutung und
    besitzen eine hohe Glaubwürdigkeit. Eine aktuelle Studie der
    Österreich Werbung besagt, dass über 40% der Internetbenützer
    Kundenbewertungen für sehr glaubwürdig halten, Tendenz steigend. Die Mundpropaganda ist schließlich der wichtigste Einflussfaktor bei der
    Frage: “Wo verbringe ich meinen nächsten Urlaub und in welchem
    Hotel?” Alpengluehen integriert ihre Community mit Profilen, Blogs,
    Bildern und Videos direkt auf der Seite. Näher als hier kann man
    nicht beim Kunden sein. “

    Wer sowas schreibt sollte auch mit Communities umgehen können, in diesem Fall heißt umgehen reden, denn die Übernahme der Macht durch die KundInnen muss nicht immer positiv für ein Unternehmen sein.

    Mit den MitarbeiterInnen die am Barcamp waren hab ich ja gesprochen, waren auch alle sehr nett und ich wünsch euch weiterhin alles Gute, aber wie schon so oft gesagt, eine Community aufbauen heißt mit Leuten sprechen, auch über negative Dinge und nicht gleich heulen das man Missverstanden wird.
    Da bin ich mit meinem popelikem Blog nur ein kleiner Teil davon und die Geduld der Menschen ist heutzutage sehr gering.

  3.  
    8. Februar 2008 | 20:11

    @alpenglueher: prinzipiell fein, wenn in .at ambitionierte Start-Ups Kohle aufstellen können und was draus machen. Gibt eh zu wenig davon. Aber nach einer so beeindruckenden Demonstration von missglückten Customer Relations Management weinerlich zu beklagen, dass die blogosphäre böse oder per se gegen Alpengluehen sei, finde ich schlichtweg lächerlich.

    Aber am nächsten Barcamp wird sicher alles besser :-)

  4.  
    9. Februar 2008 | 13:01

    @ Magda:
    Ich mus Ritchie und Max Recht geben. Was mich stört, sind die Prioritäten, die sicher nicht bei den Nutzern, sondern bei potenziellen Kooperationspartnern liegen. Man kann nicht auf Dauer reüssieren, wenn man nur die eine Seite im Auge hat.

    Dass es jetzt einen Blog (http://blog.alpengluehen.com) gibt ist gut und schön. Aber (a) kommt er reichlich spät und (b) hat immer noch alles andere mehr Priorität, als damit wirklich zu beginnen.

  5.  
    Eol
    10. Februar 2008 | 10:48

    @magda: Ich finde Maxen’s Kommentar nicht “zerfleischend”, im Gegentail, ich würde Ihn unter konstruktive Kritik einreihen. Es ist halt neu das `Kunden` mal in Ihrem Blogs, Homepages etc. auch mal Kritik üben. Vor Web 2.0 hat’s das nur gegeben wenn mal der VKI und/oder die Mainstream Medien aufgeschrien haben.

    Und solange es keine Schmähkritik ist, ist es einfach eine Kundenmeinung.

  6.  
    11. Februar 2008 | 10:27

    Ich find’s ganz furchtbar nett, dass uns hier alle erklären wollen, wie Web 2.0 so funktioniert. Dankesehr!

    @max: Zitat: “Wer sowas schreibt sollte auch mit Communities umgehen können, in diesem Fall heißt umgehen reden, denn die Übernahme der Macht durch die KundInnen muss nicht immer positiv für ein Unternehmen sein.” Tut mir leid, check ich nicht! Es ging doch eigentlich darum, dass du einen Newsletter bekommst, den du nicht mehr willst und wir eine Email zu diesem Thema nicht beantwortet haben, die an den Support ging. Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Support und Redaktion ist bei uns zumindest nicht das Gleiche.

    @Georg: Wir nehmen uns User-Meinungen sehr wohl zu Herzen, ich find deinen Vorwurf, wir würden uns nur um potentielle Kooperationspartner kümmern, ganz schön aus der Luft gegriffen. Ja, wir haben eine E-Mail nicht beantwortet und es ist uns leider nicht gelungen, einen etwas peinlichen Fehler nicht in den Griff zu bekommen. (Ob das Problem jetzt behoben ist oder nicht, werd ich Max in einer persönlichen E-Mail mitteilen. Nur dass es nicht wieder heißt, wir bringen immer nur die positiven Sachen in die Öffentlichkeit…) Und dass wir nun mal Kooperationspartner haben und vielleicht noch mehr wollen, kann uns keiner vorwerfen. Von Luft und Liebe kann man nun mal nicht leben. Was aber auf unser Bemühen um den User keinen Einfluss hat!

    Wenn man die Entwicklung unseres Portals ein bisschen mitverfolgt hat, muss man fairerweise bemerken, dass unsere User bei uns einiges mitzureden haben. Das Relaunch war in meinen Augen eine klare Reaktion. Genauso wie das entstehende Alpengluehen-Blog. Und ich kann dieses “reichlich spät”, “so viel schief gelaufen” und “nicht mehr zu retten” nicht mehr hören! Eine so komplexe und vielschichtige Sache wie Alpengluehen, kann nicht von heute auf morgen einwandfrei funktionieren. Und wenn ihr mir das nicht glaubt, dann probiert’s mal selbst ein derartiges Projekt auf die Beine zu stellen. Ich kann jedenfalls nur sagen: Ich bin froh, an dieser Sache mitarbeiten zu dürfen! Und wir alle hier bei Alpengluehen wissen einfach, dass es funktioniert.

    @Eol: “Zerfleischen” war vielleicht ein bisschen hart gewählt. Du hast recht. Konstruktiv ist aber auch was anderes! Konstruktiv bedeutet für mich, dass man Kritik übt, im Interesse daran, dass etwas nachher besser funktioniert.

    Und @alle miteinand: Jetzt mal ehrlich: Wie viele positive Aussagen habt ihr denn alle schon so über Alpengluehen verloren???

  7.  
    11. Februar 2008 | 10:37

    @ Magda:
    Klar sehe ich die Fortschritte - ab und an bin ich ja wohl eingeloggt. Ich freu mich auch schon auf die ersten Blog-Einträge. Dass auf diesem Wege “reichlich spät” begonnen wurde, mit der Community zu disktuieren liegt aber auf der Hand.

    Und noch was: Du wirst außer mir wohl kaum jemanden außerhalb eures Hauses finden, der so viel Positives darüber geschrieben hat, dass es euch gibt.

  8.  
    11. Februar 2008 | 10:57

    Das Relaunch war in meinen Augen eine klare Reaktion. Genauso wie das entstehende Alpengluehen-Blog.

    Das Redesign ist für hiesige Verhältnisse wirklich sehr nett. Aber was ist die Revolution an einem Blog mit 1 Eintrag, der sagt: “wir haben jetzt ein Blog?”

    Ansonsten halt ich mich lieber zurück, will ja keine unerwünschten und unnützen Tipps mehr geben! *gg*

  9.  
    11. Februar 2008 | 10:59

    @Georg: Stimmt! Du hast echt einiges über uns berichtet, objektiv und sogar positiv. Da hab ich schon wieder mal ziemlich verallgemeinert. Schlechte Angewohnheit von mir!

    Und es stimmt schon, dass unser Blog etwas spät kommt. Aber wie sagt man so schön: Besser spät als nie…

  10.  
    Gegenleser
    11. Februar 2008 | 12:00

    @Max: Trotz scharfzüngiger und witziger Darstellung des ganzen Themas, als auch des Hinweises im Impressums muß ich festhalten, dass Rechtschreibfehler heutzutage zwar angesichts der Rechtschreibreformsinflation vorprogrammiert sind, aber Beistrichregeln und “daß/ss statt das” nicht unter dieses Thema fallen und zur Lesbarkeit von ganzen Sätzen und deren Sinn maßgeblich beitragen.
    Dies bitte konstruktiv kritisch zu betrachten, vielleicht lässt sich da was machen… :-)

  11.  
    max
    11. Februar 2008 | 14:39

    @Gegenleser:
    ja, ich werd versuchen mich zu bessern, hat sich meiner Meinung nach in den letzten Monaten schon gebessert, mal sehen :) ich bin nun mal kein Journalist (will ich auch nicht sein).

    @Magda:
    Alles ist Komplex und vielschichtig, das gilt nicht als Ausrede :)
    Heutzutage ist eine funktionierende Plattform kein “Addon” sondern ein “must have” genauso wie ein Kundensupport und ein Blog (zumindest für ein Web2.0 Startup).

    Für mich ist wichtig wie so eine Seite eben mit den KundInnen/UserInnen (wieder so ein Definitionsproblem, bin ich bei Alpengluehen User oder Kunde?) kommuniziert und das sowohl in “guten als auch in schlechten” Zeiten, das war mit dem Satz gemeint.

    Wenn bei Alpengluehen “der Kunde” (kleiner Einwurf, Kundinnen gibt es nicht?) die Macht übernimmt muss das nicht immer im Sinne des Unternehmen sein (z.B. durch negative Berichte) und damit muss das Unternehmen umgehen können (spreche da aus der Erfahrung die ich mit meiner Firma für meine Kunden gemacht habe, aber das ist ein anderes Thema und hat nichts in diesem Blog verloren).

    Würde mich Alpengluehen nicht mehr interessieren hätte ich um die Löschung meines Accounts gebeten, das habe ich aber nicht. Genauso wie ich positiv über die MitarbeiterInnen von Alpengluehen die ich am Barcamp in Klagenfurt getroffen habe, geschrieben habe.

    Ich habe, das sag ich auch ganz offen, ein Problem mit dem Nutzen von Alpengluehen, was ist z.B. der Unterschied zu Coolaustria.com?
    Hier ist mir die Abgrenzung nicht klar, genauso zu anderen Seiten die in diesem Feld aktiv sind.
    Nicht missverstehen, ich Frage mich immer was der Sinn für mich ist wenn ich mich da oder dort registriere (und ich probiere wirklich sehr, sehr viel aus) und meistens ergeben diese Seiten für mich keinen Sinn. Wobei sich die Konzepte der erfolgreichen Seiten sowieso ändern im Verlauf der Zeit.

    Ein Blog ist ja sehr gut und ein Fortschritt, nur muss er eben, wie ritchie richtig sagt, auch bespielt werden.

    Ich glaube das alle die z.B. hier in meinem Blog geantwortet haben ein sehr großes Interesse haben das es mehr Startups in Österreich gibt, da alle in diesem Bereich tätig sind!

  12.  
    12. Februar 2008 | 02:03

    Liebe Magda,

    jetzt muss ich mich als bislang schweigender und außenstehender Beobachter auch mal einmischen. Von falscher Nettigkeit hat keiner was - ihr am allerwenigsten. Die Artikel von Max mögen euch nicht gefallen, aber sie haben mich auf eure Seite geführt. So viele tun das nicht. Bei ca. 6 verschiedenen Sites, die laut Google bislang im Internet auf euch verwaisen, beißt man lieber mal die Zähne zusammen, als auch noch Leute zu vergrätzen, die vielleicht nicht schreiben was man gerne hätte, aber die wenigstens was schreiben.

    Insgesamt ist der ganze Umgang mit der Kritik von Max ein PR-Super-GAU. Oder sagen wir, es wäre einer, wenn die Beteiligten über nennenswerte Bekanntheit, im Sinne einer kritischen Masse, verfügten ;-). So is zum Glück ja noch nicht viel verloren.

    Magda, du schreibst, als wäre das Kind mit den Bloggern schon in den Brunnen gefallen. Da schwingt irgendwo eine Art Bunkerstimmung und Verbitterung über vergangene Reibereien oder sonstwas rein. Eine ganze Vorgeschichte, von der der Durchschnittsleser, auch ich, überhaupt nix weiß und nix wissen will. Da menschelt’s ganz heftig. Und das alles hat in der Öffentlichkeitsarbeit überhaupt nix verloren.

    Man kann doch bitte eine offizielle Entschuldigung nicht im ersten Absatz mit einem persönlichen Frontalangriff einleiten!

    Dann kommt die eigentliche Entschuldigung, aber in so einem passiven, typisch österreichischen Kann-man-halt-nichts-machen-Tonfall (”is halt so”, “passiert nun mal”). Ja Hilfe! Da sieht man sich als Empfänger der Entschuldigung ja fast genötigt, sich selber zu entschuldigen, dass man euch für die Unbill des Schicksals verantwortlich machen wollte. Das muss doch aktiv rüberkommen: Eine sachliche Erklärung was passiert ist. Und die glaubwürdige Zusicherung, dass an einer Lösung gearbeitet wird. Und, wenn’s nicht zu schwer fällt: dass man sich freut, dank dieses Feedbacks sein Produkt wieder ein bisschen besser machen zu können.

    Stattdessen kommt nach dem kurzen Entschuldigungs-Pflichtintermezzo noch ein Teil, der nahtlos an den ersten Absatz anschießt. Da wird Max dann zur Krönung noch unterstellt, er meine es ja gar nicht ehrlich, dass er sich über so ein österreichisches Startup freue. Schlimmer geht’s kaum noch.

    Was in diesem Markt eure Alleinstellungsmerkmale sind, und ob es für euer wirklich professionell gemachtes Angebot eine hinreichend große Zielgruppe für langfristigen Erfolg gibt, kann ich nicht beurteilen. Das können vielleicht auch nur wenige. Aber diese Form der Öffentlichkeitsarbeit, die kann jeder beurteilen. Sofort. Leider.

    Aber das Schöne ist: Dieser Negativismus lässt sich jederzeit durchbrechen. Es gibt zB überhaupt keinen Grund mit der “Blogger-Szene” in einer sprachlichen Vergangenheitsform abzuschließen (”die wollten uns nie so wirklich ein faire Chance geben”). Oder Kritikern grundsätzlich mit verbalem Sperrfeuer zu kommen. Mit jeder neuen Aussage liefert ihr eine neue Beurteilungsgrundlage. Damit kann man fast schon rückwirkende Geschichtschreibung betreiben. Denn wenn das gut und überzeugend rüberkommt, interessiert keinen mehr was in der Vergangenheit war und vielleicht mal schiefgelaufen ist. Nur dafür muss man sich selber der Zukunft zuwenden und auf überflüssigen emotionalen Ballast verzichten.

    Ich würde mich jedenfalls ehrlich freuen, über ein Alpenfacebook - oder wie auch immer, das es den Großen zeigt. Müssen ja auch gar nicht diese Dimensionen sein ;-)
    Viel Erfolg weiterhin!

    hans

    PS: Schreibfehler sind im Zweifelsfall Absicht.

  13.  
    12. Februar 2008 | 20:01

    alpengluehen.com - Blogt…

    Ein Blog ist bereits ja mehr oder weniger Pflicht fuer ein Startup, um mit seinen potentiellen und zukünftigen Usern zu kommunizieren und Interagieren zu können. Alpenglühen wurde diesbezüglich schon von so manchem österreichischen A-Blogger auf …

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