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A1, das Netbook und der Datenschutz

Internet, Computer, Dienstag 7 Oktober 2008 15:37

Die Mobilkom/A1 bietet seit gestern ein Netbook um 0 Euro gemeinsam mit einem Internetzugang und einer 24 monatigen Bindung an. Dieses eigentlich erfreuliche Ereignis ist schon seit längerem angekündigt und deswegen konnte man sich auch Online Registrieren um informiert zu werden wann dieses Netbook verfügbar ist.

Diese Information wurde wurde gestern Nachmittag an alle rund 1100 Interessenten ausgeschickt. Wieso ich diese Zahl weiß? Weil beim Aussenden ein klassischer Fehler gemacht wurde, siehe (die verkürzte da sonst SEHR lange) Grafik:

Da hat wohl jemand wieder einmal das Bcc:-Feld mit dem An:-Feld verwechselt, Peinlich!

Vor allem bei einem Produkt wo A1 Ja Internetkompetenz zeigen will.

Dazu kommt noch die Androhung in der Benachrichtigung in zwei Wochen nochmal auf dem selben Weg informiert zu werden!

Bin gespannt ob ein Mitbewerber die Chance nutzt und allen ein billigeres Angebot schickt, von datenrechtlichen Verfehlungen mal ganz abgesehen…

Danke an Luca für den Hinweis!

  1.  
    7. Oktober 2008 | 15:43

    das ist ja der hammer.

    die email werber werden sich freuen so einen sortierten verteiler vorliegen zuhaben..

  2.  
    Robert
    7. Oktober 2008 | 15:47

    Irgendwie scheint das Thema prof. Newsletter Lösungen nach wie vor ein großes zu sein wobei es doch genügend Anbieter sowohl von hosted als auch Eigenlösungen gibt. Versteh ich nicht ganz. Oder die interne Bürokratie eines größeren Konzerns hat verhindert, dass ein vorhandenes System termingerecht genutzt werden konnte.

  3.  
    rip
    7. Oktober 2008 | 16:08

    Ah fein! Wieviel magst du für die Liste haben? Ein Freund von mir möcht grad seinen Lappie verkaufen.

    ;)

  4.  
    7. Oktober 2008 | 22:16

    So selten ist das leider nicht. Ich hab so gut wie alle Mail-Adressen österreichischer Journalisten in meinem Outlook.

  5.  
    max
    8. Oktober 2008 | 07:39

    Ich hab auch einige auf diesen Weg erhaltene Presseverteiler, wie wärs mit einem “Open-Spam-EMail” Projekt? jeder darf Email-Adressen die dann gespamt werden eintragen :)

  6.  
    Werner Reiter
    8. Oktober 2008 | 15:23

    Ich melde mich als Pressesprecher von mobilkom austria zu Wort. Was diese Woche passiert ist, war ein peinlicher Fehler, der seine Ursache in einem technischen Problem hatte. mobilkom austria hat sowohl das technische Problem behoben als auch alle betroffenen Personen per E-Mail informiert. In dieser Mail haben wir uns in aller Form entschuldigt, alle Kunden gebeten, diese Adressen zu löschen und als Kompensation einen Bon für unseren Online Shop angeboten, bei dessen Einlösung 15 Euro auf der nächsten Rechnung gut geschrieben werden. Ich kann den Blog nur nochmals dazu nutzen, mein Bedauern über den Vorfall auszudrücken. Werner Reiter

  7.  
    8. Oktober 2008 | 15:25

    Lieber Hr. Reiter,

    an und für sich finde ich es gut, dass sie medienbeobachtend sind und auch dort agieren aber das mit dem technischen fehler nehm ich ihnen als ausrede nicht ab.

    dahinter stehen immer menschen und dann muss das system genügend geprüft werden. sich auf die technik auszureden, macht es auch nicht gerade besser als riesen telekommunikations-unternehmen.

  8.  
    max
    9. Oktober 2008 | 07:57

    @Werner Reiter:
    Ich finde es sehr Lobenswert das die mobilkom hier aktiv in Blogs mitredet! Gratulation!

    Anderseits werde ich wohl nie verstehen warum so eine “alte” Technologie wie ein EMail-Newsletter (gibt es ja schon seit länger als Handys populär sind) immer noch so schwer in den Griff zu bekommen ist bzw. merkt man das viele Leute damit immer noch nicht umgehen können, eigenartig.

    Aber hier kommt wohl auch die massive “Getriebenheit” der Telekom-Branche zum tragen, lieber schnell was schlecht aussenden als sich kurz zu überlegen wie man diese 1100+ Personen so bespielen könnte das man einen langfristigen Mehrwert generiert, eine verpasste Chance, Schade!

  9.  
    9. Oktober 2008 | 14:09

    ihr solltet auch den Dialog auf dem Blog von Luca Hammer ansehen, der hat das schon vor 3 Tage gebloggt.

    Link: http://www.2-blog.net/2008/wie-gut-ist-die-social-web-kompetenz-von-a1-mobilkom/

    PS: ich bin auch getroffen ;) und via meinem Twitter Eintrag, der zu Facebook ging, wo es eine A1 Mitarbeiterin gesehen hat, gelang die Sache bis zu höheren Ebenen.

    Give the power back to the people. Via Twitter.

  10.  
    max
    9. Oktober 2008 | 14:24

    @Hannes: Luca hats mir ja geschickt damit ich auch darüber schreibe. Um so mehr umso besser!

  11.  
    9. Oktober 2008 | 14:27

    Warum sind Email-Newsletter so schwer in den Griff zu kriegen? Weil in dem Moment, in dem man das Ding rausjagt, die Kacke u.U. schon am dampfen ist, und anders als bei einem verunglückten Blogpost ist es dann weg, draußen, in einer fremden Mailbox und da wird einem halt nix verziehen.

    Dagegen helfen nur doppelte Testläufe vorm aussenden, aber ich sage dir, es wird trotzdem der Tag wieder kommen, an dem man denkt: “Ach komm, das hab ich schon so oft gemacht, das geht ja auch ohne Testlauf.”

    Wer setzt für 1100 Adressen in einer einmaligen Aktion eine Integration ins CRM-Tool auf, für das man wieder die Agentur ins Boot holen muss?

    Und so passiert das dann immer wieder. Et sin ja auch nur Minsche.

  12.  
    max
    9. Oktober 2008 | 15:52

    @Jana Jein, genau solche Unternehmen haben ein riesiges CRM-System wo sowas doch ein Kinderspiel sein sollte, oder? Genau für sowas haben sie doch Millionen von Euros investiert…

  13.  
    9. Oktober 2008 | 16:06

    @Jürgen: Vielleicht vertehe ich dich falsch, aber Hr. Reiter kann sich ja nicht hinstellen und sagen: Markus Mustermann hat den Newsletter/CRm-Tool falsch bedient. Dies wird ihm bei A1 nicht mehr passieren da er wegen geschäftsschädigenden Verhalten fristlos gekündigt wurde.

    Sicherlich ist es für A1 eine dumme Schlappe, vielleicht sogar ein Skandal und ich will da sicherlich nicht bagatellisieren aber wo genau liegt jetzt der Schaden für die die auf der Liste stehen? Einige haben, wie man liest ein günstigeres (?) Angebot vom Mitbewerb bekommen, alle haben einen Gutschein und eine Entschuldigung bekommen und wir alle haben nun eine Möglichkeit mehr zu sagen “Wir haben es ja schon immer gewusst. Alles Wappler ausser uns.” ;-)

  14.  
    9. Oktober 2008 | 16:13

    @Peter also grundsätzlich geht es nicht darum mit dem Finger hinzuzeigen. Aber ich bin allergisch gegen: “…die Technik ist Schuld” Bei so einem professionellen Unternehmen dürften derartige Fehler durch ein Risikomanagement nicht passieren. Stell dir mal zum Beispiel vor soetwas passiert einem Finanzdiensleister, mit elektronischen Wertnachrichten.

    Wenn dann sollte man transparent und verantwortlich genug sein und nicht der komplizierten Technik die Schuld geben. Mir wäre lieber gewesen (menschlich) : ..”uns ist ein Fehler unterlaufen..” statt “..die Technik”, gerade aus der Telekommunikationsbranche von einem Riesenkonzern.

    Eine aussortierte Maillingsliste kann teuflisch gut weiterverwendet werden, dafür bezahlen “böse” Werber ein kleines Vermögen.

  15.  
    9. Oktober 2008 | 16:28

    @Peter: Also ich habe schon was dagegen, dass jetzt irgendwer meine Emailadresse an lästige Spammer verkauft.

    Gerade bei A1 stört mich, dass man hier unzureichend reagiert. 15 Euro bei 1200 Personen, macht 18.000 Euro. Eine Sammelklage würde die Summe wohl deutlich übersteigen…

    Zudem erhöht sich die Dummheit, da das Netbook ja sofort ausverkauft war. Heißt, sie haben wohl nur 200 Stück auf Lager gehabt, oder so.

    Zudem ist mir das relativ egal, ob ein System gesponnen hat. Hier stört mich die Art der Kommunikation sehr. Sie erklären zuerst: Die Technik ist schuld – anstatt gleich dafür einzustehen, dass Sie als führendes Technologieunternehmen einen grandiosen, peinlichen Fehler gemacht haben.

    Die 15 Euro sind ja “lieb”, aber das ist mir zu billig für einen Konzern, der jeden für 24 Monate fangen will und es sonst mit den Rechten ganz ganz genau nimmt ;)

    Vor allem ist es ja schade, dass man das nicht kreativer ins Positive gespielt hat. z.B. eine lässige Netbook Fete für alle im Verteiler und 6 Monate gratis. Dann würden Sie sogar mehr verkaufen…

  16.  
    9. Oktober 2008 | 18:38

    also, bei dem multiplayer bei dem ich gearbeiter habe, gab es so ein riesen crm-system – und wenn man das nahm, war eben immer die agentur mit an bord, alles mit handgeschriebener (und abgerechneter) copy, testläufen, pipapo – da kann man schon leicht mal in versuchung kommen, was eigenes zu machen… “komm für die 1000 leute, das mach ich dir in outlook, dat koss gar nix”

    so stell ich mir die szenarien vor, wo das CRMsystem nicht eingesetzt wird:-)

  17.  
    9. Oktober 2008 | 18:40

    @offenbacher kann mir nicht vorstellen, dass das ein aussichtsreicher fall für eine massenklage ist; gehört preisgabe der emailadresse in den bereich der “besonders schützenswerten daten” (nicht nach meiner, sondern nach der rechtlichen kategorie; sexuelle orientierung, politische meinung etc)

  18.  
    9. Oktober 2008 | 18:45

    ich meinte natürlich “global player” und “sammelklage”, nicht multiplayer und massenklage#)

  19.  
    9. Oktober 2008 | 18:54

    Noch ein szenario (un dann hoer ich man auf, die kommentarliste zu monopolisieren): Leitung CRM-alles liegt bei der abteilung Direct Marketing, die machen das alles super genau und piekfein kleinteilig, aber et is auch deswegen immer ein bisschen anstrengende mit denen.
    Unterdess im Productmanagementbereich IT_
    “Sama, Michel, wegen dem Netbook, komm, da machen wir hier kein so großes Tamtam mit denen von DM, das dauert immer so, so ein Formular, das ham wir noch rumfliegen der Aktion, so und so, komm, das baun wir jetzt selbst. Hinterher tun wir das ins Outlook reinkopieren, sagste dem Fred wir brauchen noch ein Account, dann is die Sache ratzfatz in 15 Minuten geregelt, du.”

    Und is doch schissegal, ob die jetzt sagen, dasses ein Problem mit der Technik oder nem Mitarbeiter war, dass sie ihre Technik nicht im Griff haben, manifestiert sich doch in der Sache selbst.

    Bei denen darf ab jetzt eh keiner mehr was ohne die CRM-Experten machen, was mit Mailings zu tun hat.

  20.  
    max
    9. Oktober 2008 | 19:08

    @Jana denke du hast mit deinem Szenarien recht, ist in allen Firmen so… da fällt mir dann immer nur der Begriff “Usability” ein…
    Gerade in grossen Konzernen werden in den Zentralen Tools entwickelt bei deinen meistens die Finanzmenschen (die brauchen ja die wichtigen Daten) bestimmen was passieren soll und die, die es benutzen müssen verwenden es dann nie, ist immer das gleiche.
    Die Finanzleute wollen dann noch mehr Tools da sie zu wenig Überblick haben :)

    Ich denke schon das es Datenschutzrechtlich relevant sein könnte, schliesslich haben die Leute wohl nicht zugestimmt das ihre Email an andere weitergegeben wird, was ja dann passiert ist, fraglich ob da ” menschliches Versagen” gilt…

    Und dein letzter Satz (“nichts ohne die CRM-Experten…”) gilt wohl jetzt für die nächsten sechs Monate bei der Mobilkom :)

  21.  
    10. Oktober 2008 | 17:11

    @max genau, in sechs monaten haben das naemlich alle wieder vergessen:)

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