Kunst, Design, Dienstag 25 November 2008 07:58
Ein Klassiker des strukturellen Films, Peter Kubelka’s “Schwechater”-Werbespot (Schwechater ist eine Biermarke in Österreich):
Aus diesem Text zitiert:
In Schwechater dient dieses ästhetische Credo als Kern der gesamten formalen Konstruktion. Zutiefst ist der visuelle Eindruck, den der Film hinterlässt, vom Charakter des Momenthaften des einzelnen Kaders durchtränkt. Der objektiv vorhandene Zeitverlauf wird in der schleifenförmigen Wiederholung aller Bewegungen aufgehoben: Schwechater macht das Rasen der Zeit im Moment sichtbar.
Kubelka konstruierte in Schwechater, gegen alle Sachzwänge, ein semi-abstraktes Gedicht für Seh- und Hörsinn, einen genau kontrollierten Bilderserientanz, zugleich ein Traktat über die ungeheuerlichen Möglichkeiten des Kinos.
Schwechater wollte damals einen Werbespot haben und bekam diesen, etwas mehr als eine Minute langen, Film. Soweit ich weiß wurde er auch als Werbung ausgestrahlt und war sehr wichtig für die Kunstentwicklung/den Kunstdiskurs Ende der 50er in Österreich.
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Fein. Schon lang nicht mehr gesehen.
was ich mich immer schon gefragt habe:
1) wo wurde dieser Spot, damals gezeigt? im ORF vorm Heinz Konrad? Im Kino vorm neuem Peter-Alexander-FIlm?
2) wie hat das p.t. publikum seinerzeit reagiert? (weiters: wie hat das sowjetische publikum in den 20ern auf die schnitte von eisenstein und co ragiert? wie ist es, zum ersten mal schokoeis zu essen?)
@Kalmückenkhan lief angeblich im Fernsehen und Kino. Reaktion leider unbekannt, man findet dazu auch nichts.
ich würd im filmmuseum anrufen und den kubelka fragen
@georgholzer schon älter, aber sehenswert… Kubelka’s “Schwechater” von 1958 http://tinyurl.com/5fhbhq