Mobile, Freitag 23 Januar 2009 16:17
Nach der Hardware jetzt zur Software.
Wobei man hier auch über Konzepte sprechen muss. Bekannt ist das iPhone Konzept: “We know what’s good for you!”. Anders gesagt: Apple bestimmt was auf deinem iPhone läuft und was du darfst. Wenn Apple dir einen Browser “zur Verfügung” stellt dann darf es keinen anderen Browser auf dem iPhone geben.
Noch ein wunderbares Beispiel ist die Fähigkeit Videos aufzunehmen, Apple will das nicht und deswegen darfst du es nicht (mit JailBreak geht es wunderbar).
Dieses Konzept ist nur dann erfolgreich wenn die zur Verfügung gestellten Software brauchbar ist, was beim iPhone über weite Strecken der Fall ist.
Ganz anders ist das das G1 Google/T-Mobile Handy:
Jede Applikation ist ersetzbar. Google hätte zwar gerne das du ihre Produkte verwendest, aber wenn die eine andere Email-Applikation willst: Gerne, vielleicht gibt es sie ja schon, wenn nicht schreib sie dir selber!
Hier ein Beispiel: Der eingebaute Browser ist ganz ok, aber man muss immer die Tastatur aufmachen wenn man eine URL eingeben will. Deswegen gibt es “Steel” im Google Market, dort gibt es ein Onscreen-Tastatur die fast besser als am iPhone funktioniert da bei jedem Tastendruck kurz das Handy vibriert, ein einfaches, aber sehr wirkungsvolles Feedback. Hier die beiden Browser, Steel kann auch Fullscreen und Autorotate:


Ein Beispiel von vielen! Und wie bei einem normalen Rechner kann man natürlich “Steel” auch zum Standardbrowser machen (wie wär’s mit einer Kartellklage gegen Apple da sie ein Handy mit eingebautem, nicht ersetzbaren Browser ausliefern?
).
Im Gegenzug zu dieser Freiheit sind dann leider die mitgelieferten Applikationen teilweise eigenartig. Das GMail sehr gut funktioniert ist klar, aber der “normale” Email-Client ist etwas komisch. Ich habe es bis jetzt nicht geschafft eine Mail auf meinem IMAP-Server verschieben zu können. Auch verweigert der EMail-Client den Dienst wenn das SSL-Zertifikat des Mailserver nicht wirklich zertifiziert ist, am iPhone geht das wunderbar, Schade! Aber wie gesagt, “Do It Yourself!”.
Ein anderes Konzept ist Multitasking. Das iPhone könnte es zwar, nur wird es nicht verwendet da Apple weiß das dadurch der Akku sofort leer ist. Das G1 kann Multitasking und dadurch ist der Akku fast immer sofort leer
Bin aber der Meinung das Multitasking definitiv die Zukunft ist, schließlich soll mein Chat-Client unterbrochen werden wenn ich telefoniere? Oder mein GPS-Tracking?
Für mich gibt es aber ein Konzept von Android das ich wirklich liebe: Die Programmübergreifende Back-Taste!
Try this on your iPhone: Aus irgendeiner Applikation eine URL aufrufen die Safari am iPhone öffnet. Um wieder zur Applikation zurück zu kommen muss Safari geschlossen werden und die Applikation wieder gestartet werden, möglicherweise ist sie dann in einem anderen Status als vorher.
Nicht so am G1-Handy: URL aufrufen, der Browser öffnet sich. Sobald man zurück will einfach die Back-Taste drücken, fertig, man befindet sich in der anderen Applikation dort wo man vorher war. Ein wunderbares Konzept das sich hoffentlich durchsetzen wird.
Hier sieht man das die Software noch einiges an Potential hat, auch wenn es noch etwas dauern wird bis sie soweit ist.
PS: Gratulation an Barbara, sie hat den zehnten Testplatz auf Mobileblogger.at gewonnen!
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der mobileblogger link ist fehlerhaft.
@Peter Danke! habs ausgebessert.
Die Backtaste ist wirklich eine gute Erfindung. Das Verhalten einzelner Applikationen ist manchmal ein wenig unberechenbar. Daher bin ich schon auf ein Update gespannt. Denn prinzipiell hat das G1 bzw. Android durchaus auch sein Potential.
Darüber habe ich in meinem Blog auch schon ein wenig “philosophiert”…
Es gibt seit neuestem andere Browser für’s iPhone:
http://www.fscklog.com/2009/01/weitere-lockerung-der-geheimnisvollen-app-store-richtlinien.html
Außerdem gibt’s seit jeher Programme, die die Rendering Engine einbinden (z.B. RSS-Reader usw.).
@Dalmet Danke, wusste ich noch nicht, Apple sollte da viel offener sein!
Wir verwenden auch iPhones, es gibt keinen besseren mobilen Browser als Safari am iPhone!
[...] schon vorbestückt wurden und das Ding ausprobieren durften (Testberichte hier: [1][2][3][4][5][6][7][8][9]). Schon seit Beginn von Austria’s Next Topmodel, der bisher wohl einzigen [...]
[...] Offenes Betriebssystem. Das heißt zum Beispiel, dass im Gegensatz zum Iphone nicht nur Applikationen installiert werden können, die der Hersteller freigibt – sondern alle. Ein kleiner aber sehr wesentlicher Unterschied. Max Kossatz schreibt dazu: It’s the software, stupid! [...]