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Monatsarchiv für Februar 2009

Kärnten, Wahlkampf und YouTube

Politik, Donnerstag 26 Februar 2009 16:57

Am Sonntag ist es soweit, Kärnten wählt. Nicht nur den Landtag, sondern es gibt auch Gemeinderatswahlen. Selbst die KandidatInnen der kleinsten Gemeinden nehmen sich Obama als Vorbild und wollen das Internet erobern, hier ein paar Beispiele.

Zuerst der Wolfsberger Kandidat des BZÖs, Heinz Hochegger, dessen Videos eigentlich nur aus Grußbotschaften, auch von BZÖ-Stars, bestehen:


Dann das “Team Kramer” aus Ebendorf, die genau erklären wie man am Sonntag richtig bei der Gemeinderatswahl wählt, die Landtagswahl ist da unwichtig:


In Klagenfurt kämpft die Grüne Evelyn Schmid-Tarmann um den Gemeinderat und hat eine Vision für 2015, wobei ich meine das der Ton wohl etwas heftig ist, vor allem nach dem Intro:


Den Vogel schießt aber der BZÖ-Kandidat Bürgermeisterkandidat für Klagenfurt,  Christian Scheider (man beachte die Schreibweise des TITEL-Tags auf der Homepage) ab, was man als Politiker alles machen muss (dieses Video gibt es sogar in hoher Qualität!):


Es gibt unzählige Videos aus verschiedensten Gemeinden auf YouTube, die meisten haben so um die 100 Views, wohl eine sehr lokale Zielgruppe :)

Bin ja gespannt wie die Wahl ausgeht, ich hoffe das BZÖ wird nicht stärkste Partei.

G1: To Root or Not to Root?

Mobile, Dienstag 24 Februar 2009 08:04

Für die US- und GB-Version des Google/T-Mobile G1 gibt es schon seit längerem die Möglichkeit Root-Rechte und somit die “totale Kontrolle” über sein Handy zu bekommen. Für alle Länder in denen das G1 im Jänner/Februar gelauncht wurde funktionierte das nicht da die wohl die Keys geändert wurden mit denen die neuen (deutschsprachigen) Versionen unterschrieben sind.

Seit Ende letzter Woche gibt es jetzt einen Weg auch auf dieses G1-Handys “Root” zu bekommen.

Der Weg dorthin ist aber hart, man benötigt ein Windows-Mobile Handy mit SD- (dann mit Adapter) oder MicroSD-Slot, einen Windows-Rechner mit ActiveSync, eine Software die bis vorgestern die notwendige Funktion Gratis zur Verfügung stellte und jetzt nur noch in der kostenpflichtigen Version diese Möglichkeit bietet (da will wohl jemand Geld verdienen, sei ihnen vergönnt) und eine MicroSD-Karte. Weiters benötigt man noch eine T-Mobile-SIM-Karte mit aktivem Datenplan, da man sich während des “rooten” mit seinem Google-Account einloggen muss.

Das man alle Daten am Handy verliert ist selbstverständlich, auch ist die Systemsprache nachher Englisch :)

Das Prozedere besteht darin ein “Goldcard Image” zu erstellen, anscheinend lassen sich (fast) alle HTC-Handys mit einer so speziell präparierten SD-Karte flashen, unabhängig davon ob mit den richtigen Keys unterschrieben oder nicht, eigentlich ein interessantes Feature.

Disclamer: Wie immer bei solchen Methoden gibt es keine Garantie und keine Gewährleistung, falls was schief geht selber Schuld!

Wenn man diese Voraussetzungen erfüllt hat kann man hier nachlesen wie man zu Root kommt.

Der Weg beansprucht etwas Zeit, hat bei mir aber funktioniert und neben dem tollen Gefühl “Herr über sein Handy” zu sein kann man jetzt z. B. den JesusFreke Build auf das Handy spielen, hier mein deutsches, gerootetes G1:

G1 rooted

Kann alles was RC33 kann aber eben mit Root und einiges mehr,  z. B. Multitouch im Browser, also zoomen mit den Fingern! WOW :)

Auch finde ich das es schneller reagiert, aber vielleicht ist das nur eine Täuschung :) Der Google-Market funktioniert bis jetzt einwandfrei, habe aber noch kein Programm gekauft.

Was noch alles mit Root-Rechten möglich ist findet man im XDA-Forum.

Das ganze ist eher was für Geeks die gerne mit ihrem Handy spielen als für die Masse, im Endeffekt hat man nachher ein Developer-G1, also vorher gut überlegen ob man dass wirklich will!

Der ORF, die Pressestunde und die Kritik

Politik, Montag 23 Februar 2009 09:39

Am 8. Februar war H. C. Strache in der Pressestunde im ORF zu Gast, soweit so uninteressant.

am 13. Februar schrieb Alexander Pollak einen meiner Meinung nach sehr guten Kommentar zu dieser Pressestunde und dem Umgang mit rechten Parteien in Österreich unter dem Titel “Diskutieren mit HC Strache“. Dazu gibt es auf dem Standard auch eine heftige Diskussion mit über 200 Kommentaren.

Heute, am 23. Februar, also knapp zehn Tage nach dem erscheinen des Artikels im Standard (!), gibt es plötzlich eine “Lesermeinung” im Print-Standard von Hans Bürger, Stv. CR “Zeit im Bild”, Ressortleiter ZiB-Innenpolitik/EU.

Da leider nicht Online hier eingescannt:

Lesermeinung Hans Bürger

Wenn ich mir das so durchlese kann ich nur sagen:

Beim ORF müssen die Nerven wirklich blank liegen!

Das ist eine Schimpforgie von einem Ressortleiter des ORFs bei der ich richtig erschrocken bin, keinerlei Argumente, nur Beleidigungen und als einzige Rechtfertigung für die Sendung wird die Quote genannt (wobei 290.000 grad mal 5% Reichweite entspricht)!

Ist das wirklich öffentlich rechtlicher Journalismus?

Hier fordere ich “Change”, aber schnell!


Kunst ersetzt Onlinewerbung

Kunst, Design, Donnerstag 19 Februar 2009 17:23

Gibt’s zwar schon länger, habs aber erst jetzt installiert und bin begeistert:

Add-Art

Das Firefox-Plugin funktioniert ganz einfach, im Zusammenspiel mit “Adblock Plus” werden Werbebanner auf fast allen Seiten entfernt. Aber die “Plätze” bleiben nicht leer sondern werden mit wechselnden Kunstausstellungen bespielt.

Alle paar Wochen gibt es eine neue “Ausstellung”, die natürlich auf die Standard-Bannerformate angepasst ist.

Als Beispiel hier TechCrunch, zuerst die Seite mit “klassischer” Onlinewerbung:

TechCrunch mit klassischer Werbung

Nun die gleiche Seite mit einem Banner von Graham Harwood, die Arbeit hat den Titel “Rehearsal of Memory“:

TechCrunch mit Kunstbanner

Das ganze funktioniert natürlich auch auf deutschsprachigen Seiten. Hier der Spiegel Online, einmal mit “klassischer” Werbung, einmal mit Melinda Rackhams “line“:

Spiegel mit klassischer WerbungSpiegel mit Kunstbanner

Die aktuelle Ausstellung stellt neben den gerade erwähnten Beispielen noch andere “Klassiker” der Net-Kunst vor, so z. B. Arbeiten von jodi oder Vuk Cosic.

Mir gefällt die Idee sehr gut, warum nicht diese “Räume” anders bespielen!

Auch haben diese Banner einen Vorteil: Man kann NICHT draufklicken! :)

Barcamp Bratislava am 21.2.

Web2.0, Mittwoch 18 Februar 2009 08:15

Am kommenden Samstag, den 21. Februar 2009, findet in Bratislava das zweite Barcamp Bratislava statt.

Barcamp Bratislava

Ich war letztes Jahr am ersten Barcamp in Bratislava und fand es sehr spannend, es gibt jede Menge Startups und GeekInnen in Bratislava die sich mit ähnlichen Themen wie in Österreich beschäftigen.

Bratislava ist nur eine Stunde von Wien entfernt, in den Köpfen der WienerInnen aber wohl weiter weg als Barcelona.

Deswegen hier der Aufruf hinzufahren, die Bahnfahrt kostet Hin und Retour, inklusive Tagesticket für die Bratislaver Verkehrsbetriebe, 14 Euro, fährt stündlich und man ist in 58 Minuten in Bratislava.

Wer mit dem Zug fahren will bitte einen Kommentar hinterlassen, das Barcamp geht um 9:00 los, am Wiener Südbahnhof fährt z. B. um 8:05 ein Zug ab, vielleicht wird’s ja eine Gruppenfahrt!

Hier gehts zur Anmeldung zum Barcamp Bratislava (bereits über 100 Anmeldungen), hier befindet sich der Veranstaltungsort (inkl. Route von Bahnhof dort hin).

Der Veranstalter hat mir auch versprochen das viele Sessions auf Englisch sein werden :)

How To NOT Make Money With Twitter

Schwachsinn undWeb2.0, Samstag 14 Februar 2009 11:26

Gestern bekam ich folgende Email an meine Twitsay-Email:

twittapplication.net Werbung

Ein lustiger Versuch mit Twitter Geld zu machen, $20 soll man zahlen um in ein Verzeichnis zu kommen (für wie lange?) das völlig unbekannt ist und wo die Webseite noch nicht mal fertig ist!

Da bin ich ja mal gespannt wie viele darauf reinfallen…

Dazu fällt mir auch diese wunderbare URL ein: http://howtousetwitterformarketingandpr.com/ , leider weiß ich nicht mehr wer sie als erstes getwittert hat.

Kärnten, die FPÖ und die Kleine Zeitung

Politik, Freitag 13 Februar 2009 14:58

Gestern hat Martin Gratzer folgende Anzeige aus einer Kärntner Zeitung getwittert:

Anzeige fotografiert von Martin Gratzer

Auf der Anzeige steht links oben einen URL: www.spetschnig.at. Da darf man davon ausgehen das dies die Homepage von Herrn Stefan Petschnig ist, nun ja, wenn man die Adresse eingibt kommt folgendes:

Advertorial auf Kleine.at

Die Homepage von Herrn Petschnig ist ein Advertorial auf der Kleinen Zeitung!

Auch alle Unterseiten sind eine Microsite auf der Kleinen Zeitung!

So z. B. auch die Infos über Herrn Peter Harring, der als Hobby “Senioren” angibt:

Infos üner Peter Harring

Faszinierend auch dieser Absatz in dem Herrn Petschnig schreibt das man seine Homepage studieren soll:

Google Werbung auf der Seite

Wunderbar auch die FPÖ-Werbung kombiniert mit einer Google-Ad für eine Singlebörse in Klagenfurt!

Die Seite “Wahlkampfimpressionen” besteht aus ganzen drei(!) Fotos.

Sehenswert sind auch die Presseaussendungen: als Word-Dokumente ohne irgendwelche Angaben von Ansprechpartnern oder wer die Artikel geschrieben hat, so wie die ganze Microsite kein eigenes Impressum hat.

Mich würde ja interessieren was die Kleine Zeitung dazu sagt das ihre Seiten dazu missbraucht werden.

Wenn es einen Preis für die für die schlechteste Nutzung des Internets in einem Wahlkampf geben würde hätten wir hier einen Gewinner!

Einfaches entwickeln für das G1 (und das iPhone!)

Mobile, Donnerstag 12 Februar 2009 09:29

Auf dem (tollen!) Barcamp Klagenfurt stellte jemand dessen Namen ich leider nicht weiß und der sich auch nicht ins Wiki eingetragen hat (bitte melden!) Geri Müller eine Art Framework zum sehr einfachen entwickeln von Applikationen für das Android G1, das iPhone und für Blackberry vor:

PhoneGap

PhoneGap ermöglicht es sehr einfach Webapplikationen zu entwickeln, die über Javascript z. B. die Geo-Koordinaten des Handys abrufen können. Somit ist es möglich die Hardware direkt aus Webseiten anzusprechen, die innerhalb des Frameworks abgerufen werden. Für die Programmierung ist unwichtig ob das Handy auf den das Programm laufen wird ein G1, ein iPhone oder ein Blackberry ist, darum kümmert sich das Framework und übersetzt die Kommandos für das jeweilige System.

Beim iPhone und G1 lassen sich so die Kamera ansprechen, die Geo-Koordinaten abrufen, Sounds abspielen (noch nicht 100%) und das vibrieren einschalten. Das ist eigentlich das meiste dass man benötigt.

Ich habe mich ein bisschen damit herumgespielt, im G1-Emulator funktioniert alles wunderbar. Abseits einer recht guten Installationsanleitung ist die Doku leider noch etwas dürftig (ändert sich aber täglich).

Einige Applikationen die damit entwickelt worden sind haben es schon in den iTunes-Store geschafft.

Ist auf jeden Fall der richtige Ansatz, nur so kann man alle Plattformen gleichzeitig einfach bespielen und ist nicht von den Handyherstellern abhängig.

Twittermoments

Web2.0, Mittwoch 11 Februar 2009 09:07

Gestern präsentierte ich, gemeinsam mit Gerald, auf einer Konferenz in Berlin über “Medizin Gesundheit Kommunikation” Twitter. Es folgte eine recht spannende Diskussion in der natürlich (jeder der schon mal versucht hat  Twitter zu erklären kennt das) die Fragen  “Was für einen Nutzen hat  Twitter?”, “Was bringt es mir?”, usw. gestellt wurden. Ich antworte dann meistens das Twitter, obwohl es eigentlich keinen sofort ersichtlichen Nutzen hat, wohl die Web2.0-Anwendung mit den meisten Third-Party Anwendungen und Ideen für die Nutzung ist.  Jede(r) Twitter NutzerIn nutzt es einfach so wie er/sie will.

Danach fuhr ich zum Flughafen Tegel. Da ich noch eine Stunde Zeit hatte und es auf der Konferenz keinen Internetzugang gab (WLAN wäre vorhanden gewesen aber der Veranstalter hatte keinen Zugang, auch war ich wohl der einzige  der danach gefragt hatte) kaufte ich mir eine Stunde WLAN für €7  (Wucherer!) vor meinem Gate, wartend auf  den Flug nach Wien.

Internet ist ja der perfekte Zeitkiller und so twitterte, emailte und surfte ich vor mich hin.

Plötzlich stand eine Person vor mich und fragte mich ob ich Max Kossatz sei.

Nachdem ich bejahte sagte er das er gerade meinen Tweet “am flughafen tegel kostet nach der sicherheitskontrolle aus dem automaten die 0,5 liter flasche cola 3,5 euro! #abzocker” gelesen hatte und mich so gefunden hatte!

Dass muss man sich mal vorstellen!

Einer meiner mir (bis dahin noch) unbekannten Follower ist zur gleichen Zeit zufällig am gleichen Ort, verwendet Twitter und findet dann mich!

Wie groß wohl die Wahrscheinlichkeit dafür ist?

Als sich dann noch herausstellte das er bei ARTE arbeitet und derjenige ist mit dem ich vor ein paar Monaten bezüglich meines ARTE-Twitteraccounts Kontakt hatte (danke nochmals für das Paket und nochmals Gratulation für die perfekte Kommunikation!) war ich komplett perplex! Natürlich habe ich ihn sofort nach seinem Twitteraccount gefragt und folge ihm jetzt :)

Da wusste ich warum Twitter für mich einen sehr großen Nutzen hat!

Barcamp Klagenfurt dieses Wochenende!

Web2.0, Donnerstag 5 Februar 2009 16:40

Ein neues Wochenende, ein neues Barcamp. Diesen Samstag und Sonntag ist es wieder soweit, in Klagenfurt findet in der Uni Klagenfurt zum dritten Mal ein Barcamp statt:
Barcamp Klagenfurt

Letztes Jahr war es sehr fein, freu mich wieder darauf!

Wer hinkommen will: Hier geht’s zur Anmeldung.

Morgen gibt es auch einen Twittertrain nach Klagenfurt, wer mitfahren will einfach hier anmelden.