Politik, Freitag 3 April 2009 07:25
Das kann ich mir wunderbar bildlich vorstellen:
1. Akt
Donnerstag, 2. April, Vormittag. Es geht um die Verhängung der U-Haft über Julius Meinl den V. Die Haftrichterin sitzt mit ihrem Team zusammen:
Haftrichterin: Die Indizien sprechen dafür, ich verhänge die Untersuchungshaft über Julius Meinl den V.
Beamter A: Sehr gut! Da wird sich die Ministerin freuen!
Beamter B: Frau Haftrichter, sie sollten noch eine Kaution nennen, klingt immer gut! Halt so hoch das es eh nie jemand zahlen wird, aber die Presse wird sich sicher freuen wenn’s eine hohe Zahl hat.
Haftrichterin: Da haben sie recht, was wäre den da eine passende Summe? Eine Million?
Beamter A: Viel zu niedrig, das zahlt der ja aus der Portokassa!
Beamter B: Nehmens zehn, das klingt besser!
Haftrichterin: Wenn’s alle schon hohe Zahlen haben wollen dann richtig, machen wir gleich 100 Millionen!
Beamter A, ganz entsetzt, deswegen im Dialekt: Des san ja über 1,3 Milliarden olde Schilling, des ist vül, des zohlt erm niemand!!
Beamter B, scherzt: Wenn er abhaut spenden wir es der Schmied! (alle lachen)
Haftrichterin: Dann ist es beschlossen, die Kaution für Herrn Julius Meinl den V. beträgt 100 Millionen Euro und er muss seinen Britischen Pass abgeben.
Beamter A: Net amol a Österreicher!
Ende 1. Akt
2. Akt
Donnerstag, 2. April, früher Nachmittag:
Beamter B stürmt, ohne anzuklopfen, in das Zimmer der Haftrichterin.
Beamter B: Frau Richter, Frau Richter, der Meinl hat die 100 Mille bezahlt!
Haftrichterin: Machen’s keine Aprilscherze!
Beamter B: Doch! Aus Luxen, äh, Lichtenstein überwiesen!
Haftrichterin: Und wie soll das gehen? Bei mir dauert eine Überweisung immer zwei Werktage!
Beamter B: Keine Ahnung, aber er ist ja Banker, der wird schon wissen wie das geht.
Haftrichterin: Haben sie es schon der Ministerin gesagt?
Beamter B: Nein, das ist ihre Aufgabe…
Haftrichterin: Dann muss mir was einfallen lassen… Ah, ich weiß schon, wir brauchen 24 Stunden um das Geld zu zählen, der Meinl muss bis Freitag noch in U-Haft bleiben, das klingt doch gut, oder?
Beamter B: Gute Idee, das glaubt jeder!
Ende 2. Akt
3. Akt
In der nahen Zukunft, Julius Meinl der V. ist aus der U-Haft entlassen worden.
Haftrichterin, Beamter A und Beamter B werden zur Ministerin gerufen:
Ministerin: Wie konnte das passieren?
Haftrichterin: Die Beamten sind Schuld!
Beamter A und B Gleichzeitig: Haben wir wissen können das der Meinl auch einen Personalausweis hat?
Vorhang
Ist rein fiktiv (es gilt für alle die Unschuldsvermutung) aber irgendwie kann ich es mir gut so vorstellen, ich hoffe nur auf ein anderes Ende!
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Hehe, coole Idee. Auch ein sehr toller Titel.