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Monatsarchiv für Mai 2009

Windows 7 im Test

Internet, Computer, Samstag 30 Mai 2009 09:59

Microsoft Österreich hat BloggerInnen (Meral, Michael, Helge) eingeladen, Windows 7 (RC 1) für zwei Monate auf einem Netbook von Compaq zu testen (nein, wir dürfen das Netbook nachher nicht behalten!) .

Um die Evolution von Windows ein bisschen nachvollziehen zu können hier ein Video dass die Startup-Sounds und Screenshots fast aller Windows-Versionen (Windows 7 fehlt noch) zeigt:


Ich hatte mich mit der ersten Beta von Windows 7 schon herumgespielt und war positiv überrascht.

Nach dem Auspacken und Einschalten des Netbooks hatte ich ein Problem das ich immer bei Notebooks habe: Ich mag es nicht wenn durch tippen auf das Touchpad die linke Maustaste simuliert wird (Ausnahme sind die neuen Notebooks von Apple, da hat man aber ein auch mechanisches Feedback). Deswegen habe ich mich gleich auf die Suche nach dem entsprechenden Treiber, um dieses “tippen” abschalten zu können, gemacht.

Diese Suche wurde etwas komplizierter, da es von Synaptics noch keine Windows 7 Driver gibt und der Vista-Driver, der eigentlich funktionieren sollte, das Betriebssystem nicht erkennt und die Installation verweigert. Zum Glück habe ich im Windowsblog (ehemaliger Vistablog, dreimal darf geraten werden wieso diese Namensänderung :) ) einen Kommentar dazu gefunden, der das Problem löste.

Windows 7 läuft auf dem Netbook wirklich erstaunlich schnell, da ist mein knapp drei Jahre alter “Normal”-Laptop fast langsamer (Ok, der hat dafür eine Full-HD Auflösung :) ), vielleicht liegt es aber auch daran das ich meinen “Normal”-Laptop noch nie neu aufgesetzt habe :) .

Ich konnte ja nie viel mit Vista anfangen, hat mir nicht gefallen und war mir immer zu langsam. Auch bin ich in Sachen Oberfläche immer sehr altmodisch, wenn ich irgendwo Windows XP installiert habe, ist meine erste Tätigkeit das Design auf das “klassische” Windows 2000 Design zu ändern, mit dem bunten Aussehen kann ich nichts anfangen.

Bei Windows 7 ist das anders. Ich habe bis jetzt auf dem Netbook das Design noch nicht zurückgesetzt, habe sogar zum ersten mal ein Bildschirmfoto als Hintergrundbild, hatte ich noch nie :) . Hier ergänzt sich für mich  zum ersten Mal seit langem bei Windows  wieder Design und Funktion.

Es sind diese Kleinigkeiten, die beim arbeiten mit Windows 7 Spaß machen, hier nur ein weiters Beispiel:  So liebe ich es wenn neben dem Start-Button (Apropos, wer kennt diesen Comic dazu?) Outlook in der Taskleiste ist. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich  Programme, die ich brauche, extra schließe und wieder öffne nur damit Outlook ganz links ist :) .

Mit Windows 7 ist es endlich möglich, ähnlich wie beim Mac, Programme in der Taskleiste zu verschieben und auch Verknüpfungen in die Taskleiste ziehen, wobei ich die programmabhängigen Menüs, die man sieht wenn man über ein laufendes Programm in der Taskleiste fährt, am Mac vermisse.

Ich bin ja gespannt wie ich in den kommenden zwei Monaten mit Windows 7 zurecht kommen werde, bis jetzt habe ich einen sehr positiven Eindruck!

Kaufen wir uns doch 50% der Kronen Zeitung!

Konsumenten, Donnerstag 28 Mai 2009 15:14

Die WAZ-Gruppe will, so berichten einige Medien, ihre 50% an der Kronen Zeitung verkaufen.

Als Interessenten werden die die Raiffeisen Gruppe und Herr Dichand (dem ja schon die anderen 50% gehören), mit finanzieller Unterstützung durch die Erste Bank und/oder Wiener Städtische,  genannt.

Da frage ich mich: Wollen wir wirklich das eine Bank wie die Raiffeisen, die schon an einer Menge anderer Zeitungen und Medien beteiligt ist, indirekt das größte Medienunternehmen Österreichs wird?

Vor allem wo die knapp drei Millionen Krone-LeserInnen ja immer und überall die Unabhängigkeit “ihrer” Zeitung verteidigen, sei es in Leserbriefen oder in (Stammtisch-) Diskussionen.

Deswegen gibt es eigentlich nur einen einzigen Weg um diese Unabhängigkeit zu verteidigen:

Die Krone-LeserInnen sollen ihre Zeitung kaufen!

Kronen Zeitung

Wenn jede(r) der drei Millionen LeserInnen knapp €70 zahlt sind die 200 Millionen, die als Kaufpreis kolportiert werden kein Problem!

Mit anderen Worten: Um den Preis einer Autobahn-Vignette gibt es eine Tageszeitung und die Gewissheit das diese unabhängig, so wie es von den Krone-LeserInnen gefordert wird, bleibt!

Da gibt es International einige Vorbilder, z.B. die taz, die einer Genossenschaft gehört oder der Spiegel, der mehrheitlich den MitarbeiterInnen gehört.

Das mag jetzt alles als Scherz klingen, aber warum nicht?

Das würde wirklich die Medienlandschaft in Österreich ändern. Warum nicht einfach mal neue Ideen ins Spiel bringen?

Ist doch ein schönes Gedankenexperiment!

Die Grünen, der Report und das Gefühl für Zeit

Politik, Mittwoch 27 Mai 2009 14:25

Gestern lief im Report ein langer Beitrag über die Grünen Vorwahlen, danke an gundvienna fürs super schnelle Online stellen:

Nachdem wir uns den Beitrag beim gestrigen (gut besuchten) Infoabend angeschaut hatten, meinten die anwesenden Grünen PolitikerInnen: “War ja gar nicht so schlimm für uns Grüne”.
Dass kann man so oder so sehen.

Gut finde ich die Aussage von Maria Vassilakou:

Ich gehe davon aus, dass weitestgehend alle oder fast alle aufgenommen werden.

Wobei sich hier für mich folgende Frage stellt:

Wie ist das “fast” definiert?
Ist es nicht schon egal ob ich 400, 402 oder 405 Personen aufnehme?
Würde nicht jede(r) nicht aufgenommene(r), vor allem nach so einem Report-Beitrag, einen medialen Aufschrei auslösen?

Vor allem wo Frau Vassilakou nicht im Landesvorstand sitzt, d.h. gar nicht die Entscheidung treffen kann/muss.

Wenn man sich dann die Aussage von Markus Rathmayer, Mitglied des Grünen Landesvorstandes anhört:

Es ist noch kein einziger Antrag in irgendeiner Form behandelt worden, sondern wir haben uns bis jetzt immer noch über Grundsätzliches unterhalten und darüber diskutiert wie definieren wir denn oder wie legen wir denn das Statut aus, in dieser Form wie es jetzt da liegt. Wichtig ist einfach für uns das wir auf einer wirklich individuellen Basis entscheiden und nicht irgendwelche pauschalen Aufnahmen oder Ablehnungen hier machen, dass wäre für uns nicht Zulässig

Da frage ich mich: Ok, seit 57 Tagen denken die Wiener Grünen darüber Grundsätzlich nach, wie lange wird dann wohl die “Entscheidung auf wirklich individueller Basis” dauern?

Ob sich das zur Gemeinderatswahl 2015 ausgehen wird?

Christoph Chorherr hat schon recht das wichtige demokratische Entscheidungen Zeit brauchen, aber die zeitlichen Horizonte sind anscheinend innerhalb der Wiener Grünen anders definiert als bei ihren WählerInnen.

Tempo, Red Bull und Verpackungen

Konsumenten, Montag 25 Mai 2009 10:11

Jeder kennt so eine Packerl Taschentücher:
Tempo Taschentücher Packerl
Wenn ich fragen würde: “Wie viele Taschentücher sind den da drinnen?

Wäre die Antwort wohl immer: “Zehn natürlich!!!“.

Nun ja, schon mal nachgezählt?

Es sind nur neun!

Auf der Großpackung und auf dem Einzelpackerl steht das auch drauf, nur halt im “Kleingedruckten”:

tTempo Großpackung

Das 24x Packerl rechts oben (das sehr Prominent auch auf der Vorderseite steht) spricht die alte Erfahrung an, dass ich 24×10 Taschentücher kaufe, in Wirklichkeit kaufe ich aber nur 24×9, also um 10% weniger. Hier zahlt sich wohl der Vergleich mit anderen Produkten aus, denn selbst von Tempo gibt es z.B. auch 30×10 Verpackungen (wobei ich gerne wissen würde seit wann es diese 9er-Größe gibt!).

Ein anderes Beispiel: Seit Anfang April gibt es, auch in Österreich, plötzlich eine riesige Red Bull-Dose:

Red bull mit 473ml

Warum genau eine 473ml-Dose?

Hierzu eine (angebliche) Aussage von Red Bull:

The answer to that is it keeps a slim-line look, maintains its premium appearance and offers Red Bull a point of difference versus other big cans – we never like to be the same as everyone else!

Naja, schöne PR-Story, aber ich denke da spielen ganz andere Faktoren mit: 473ml sind zufälligerweise exakt ein (amerikanisches) Pint, die bevorzugte Größe für Getränke in den USA!

Hie erspart sich Red Bull einfach das produzieren einer weiteren Dosengröße, fertig, nix Aussehen und so, vor allem gab es früher schon eine 500ml Dose. Auch ist klar warum seit Anfang April: Da fielen in der EU die Vorschriften für Verpackungsgrößen!

Also, aufpassen beim Einkaufen! :)

Visulisierung der Reaktionen zu den Grünen Vorwahlen

Politik, Freitag 22 Mai 2009 12:03

Auf der “Reaktionen”-Seite der Grünen Vorwahlen steht ja schon eine Menge.

Damit diese Liste etwas besser “greifbar” wird (sind bereits über 100(!!!!) Einträge) habe ich Screenshots jeder Seite gemacht und mit der Hilfe von Animoto ein Video erstellt.

Dieses zeigt, in chronologischer Reihenfolge, viel deutlicher wie vielfältig und umfangreich die Berichterstattung bis jetzt war (Unbedingt in “HQ” ansehen!):

Danke an alle für die tolle Beiträge und ich hoffe die Diskussionen gehen weiter!

PS: Nicht vergessen, am Dienstag, den 26. Mai gibt es ab 20:00 Uhr wieder einen Infoabend im Cafe Westend!

Gastbeitrag: Argumentarium “Netzsperren gegen Kinderpornographie?”

Internet, Computer undPolitik, Montag 18 Mai 2009 15:29

Gastbeitrag von Michael Eisenriegler.

1. Gegen wen richten sich Netzsperren gegen Kinderpornographie?
Es ist schon jetzt so, daß “echtes” kinderpornographisches Material im Netz nur dann zu finden ist, wenn man genau weiß, wo man suchen muß. Ein versehentliches Anklicken, auch über legale Pornoseiten, kommt praktisch nie vor, da sich die legale Pornoindustrie aus ihrem ureigensten Interesse sehr streng von der Kinderporno-Szene abgrenzt. Netzsperren richten sich also nur gegen Leute, die bewußt auf der Suche nach Kinderpornos sind. Selbst wenn aber “Neugierige” dadurch am Ansehen solchen Materials gehindert würden, wäre das für die Verhinderung von Kindesmißbrauch irrelevant, da solche Personen ja nicht dafür zahlen würden.

2. Sind Netzsperren effizient?
Netzsperren sind in jeder Form einfach zu umgehen, zum Beispiel durch die Nutzung anderer Nameserver, offener Proxyserver oder durch frei verfügbare Anonymisierungsdienste. Anleitungen dazu sind im Netz leicht zu finden, die Installation einer solchen Umgehungsstrategie dauert nur wenige Minuten. Es ist davon auszugehen, daß jemand, der am Konsum von kinderpornographischem Material wirklich interessiert ist, auch in der Lage ist, solche Modifikationen an seinem Internetzugang vorzunehmen.

3. Was sind die Nebeneffekte von Netzsperren?
Durch die verpflichtende Einführung von Netzsperren werden Provider gezwungen, das Internet in “gute” und “böse” Seiten zu unterteilen. Durch die dazu notwendige Infrastruktur ergibt es sich praktisch zwangsläufig, daß bei den Providern auch Daten anfallen, wer “böse” Seiten anzusurfen versucht. Auch wenn diese Daten zunächst nicht mitgespeichert oder nicht herausgegeben werden, so wäre es in einem nächsten Schritt ein Leichtes, die Provider rechtlich zur Herausgabe der Userdaten zu zwingen (z.B. um Kinderporno-Konsumenten strafrechtlich zu belangen). Es benötigt nicht sehr viel Phantasie sich vorzustellen, welche demokratiepolitischen Konsequenzen daraus fast zwangsläufig entstehen, denn durch diese Art von Infrastruktur kann auch jede andere Art von Userverhalten aufgezeichnet und ausgewertet werden.

4. Was hat die Musikindustrie damit zu tun?
Die Musikindustrie hat großes Interesse an der Verfolgung von Kinderpornokonsumenten. Sobald die Infrastruktur bei den Providern funktioniert ist es absehbar, daß sie massives Lobbying betreiben wird, damit auch Filesharing-Seiten darüber blockiert werden. Der deutsche Universitätsprofessor Dr. Thomas Hoeren vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster sagt dazu in einem Interview:

Ich habe den Eindruck, dass die Familienministerin nicht weiß, wessen Interessen sie tatsächlich Rechnung trägt. Für die Musikindustrie, die seit Jahren die Nutzer von Privatkopien kriminalisieren möchte, ist das, was jetzt im Jugendschutz geschieht, das Beste, was passieren kann. Damit lässt sich die Ministerin letztlich auch instrumentalisieren.

Dieser Zusammenhang wird von der Musikindustrie auch selbst hergestellt:

Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, hakte sich sogleich bei der Ministerin ein: ‘Der Vorstoß der Familienministerin zum Verbot von Kinderpornografie im Internet ist ein richtiges Signal. Es geht um gesellschaftlich gewünschte Regulierung im Internet, dazu gehört auch der Schutz des geistigen Eigentums.

5. Welche weiteren demokratiepolitischen Konsequenzen sind absehbar?
Nachdem sich relativ bald nach Einführung der Netzsperren herausstellen wird, daß diese größtenteils nutzlos sind, wäre es logisch im nächsten Schritt zu versuchen, die oben geschilderten Umgehungsstrategien gesetzlich zu verbieten. Dadurch würde dann jeder Internet-User, der aus irgendwelchen – völlig legitimen – Gründen gerne anonym im Netz surfen will, zwangsweise kriminalisiert, was letztendlich zu einer massiven Einschränkung der Grundrechte auf Informations- und Meinungsfreiheit sowie des Schutzes der Privatsphäre führen würde. Andersrum ausgedrückt: Die Benutzung des Internets wäre nur noch möglich, wenn man dabei in Kauf nimmt, daß der eigene Provider, der Staat und auch die Eigentümer der besuchten Websiten wissen oder zumindest leicht feststellen können, was sich jemand wann angesehen hat.

6. Was kann man wirklich gegen Kinderpornographie tun?
So wie bei jedem Verbrechen besteht die sinnvollste Möglichkeit zur Verfolgung darin, die Verbrecher zu belangen, wie dies ja schon seit Jahren auf Basis internationaler Zusammenarbeit zwischen Behörden, Internet-Providern und Kinderschutzorganisationen durchaus erfolgreich geschieht (siehe z.B. http://www.stopline.at/, https://www.inhope.org/).
Darüber hinaus kann der Effekt der Netzsperren mit geringerem Aufwand auch dadurch erreicht werden, daß die Provider, die das Material hosten, einfach darauf aufmerksam gemacht und gebeten werden, dieses zu entfernen. Andrea Mayer-Edoloeyi schreibt dazu etwa in der facebook-Gruppe “Gegen Internetsperren in Österreich!“:

Was sind die Alternativen, um Kinderpornos zu bekämpfen? Eine dt. Kinderrechsorganisation hat 1 Tag Arbeit investiert und Mail an 20 Provider geschrieben, die auf der dänischen Sperrliste standen. Dadurch waren 16 Kinderporno-Seiten weg. Ein Weg, nicht der einzige, aber zielführender als Internetsperren.

(Quelle)

7. Fazit
Netzsperren sind gegen die Verbreitung und insbesondere gegen die Produktion von Kinderpornographie größtenteils unwirksam. Es profitiert davon in weiterer Folge allenfalls die Musikindustrie, die demokratie- und gesellschaftspolitischen Folgen sind dagegen unabsehbar.

Dieser Artikel wurde von Michael Eisenriegler der Public Domain zur Verfügung gestellt. Jeder möge damit tun, was er oder sie für richtig hält. Hoffentlich nützt es etwas…

CERN, die Krise und Österreich

Politik undZukunft, Mittwoch 13 Mai 2009 13:09

Ok, wir haben eine Krise. Viele Länder, z.B. die USA und Deutschland, investieren, um die Krise zu “bekämpfen”:

In der Krise sei Forschung kein Luxus, sondern “essenzieller für unseren Wohlstand als je zuvor”, so Obama.

Und was macht Österreich?

Österreich investiert in ÖBB-Tunnel, in die Baufirmen, aber nicht in die Forschung. Sogar das Gegenteil passiert, aus Kostengründen wird die CERN-Mitgliedschaft aufgekündigt. Zur Erinnerung, das ist dessen derzeitig größtes Projekt:


Auch das World Wide Web wurde in CERN erfunden.

Aber Österreich hat das nicht nötig befindet die Politik, Österreich hat zwar jetzt Jahrzehnte lang da mitgearbeitet und kaum wird es wirklich spannend ziehen wir uns zurück.

Ritchie hat es auch sehr schön zusammengefasst:

Die CERN-Beteiligung kostet jeden Österreich €2 pro Jahr, anders ausgedrückt beträgt die Gesamtsumme 16 Millionen Euro. Das sind 0,47 Prozent des Wissenschaftsministeriums-Budgets, welches 2009 gegenüber 2008 um 15% erhöht wurde. Dem gegenüber stehen im Zeitraum 1994-2007 CERN-Aufträge an die österreichische Industrie im Wert von 73 Millionen Euro.

Dazu fallen mir noch zwei Sachen ein:

1. Im Online-Standard gab es dazu ein sehr guten User-Kommentar (finde ihn nicht mehr, ist einer der 2377 Kommentare bei diesem Artikel, deswegen nicht ganz 100% richtig zitiert):

Das LHC funktioniert doch! Es hat ein Schwarzes Loch in das Gehirn des Wissenschaftsminister gebrannt!

2. Jetzt wird es leider nie solche Stars aus Österreich geben wie in diesem Werbespot:


Schade, sehr, sehr schade!

Deswegen diese Online-Petition unterschreiben und sich an der Online-Demo beteiligen!

Die Grünen, der Banner und das “böse” Internet

Politik, Sonntag 10 Mai 2009 17:42

Ich habe ja diesen Bannergenerator (siehe auch hier) gebaut damit sich jede(r) seinen eigenen Banner machen kann um auszudrücken warum er/sie Grüne VorwählerIn werden will. Wie bei jedem Webserver werden natürlich die Aufrufe des Generators mitgeloggt.

Am Freitag, den 8. Mai, zwischen 16:24 und 16:46, wurden folgende Texte von immer der selben IP-Adresse in den Generator eingegeben:

Ich bin Vorwählerin, weil ich an Märchen und Heilsversprechungen glaube
Ich bin Vorwählerin, weil ich die linken Fundis bei den Grünen loswerden möchte
Ich bin Vorwähler, weil ich den ganzen tag vorm Internet sitze und keine Freunde habe
Ich bin Vorwähler, weil ich von der ÖVP dafür bezahlt werde
Ich bin Vorwähler, weil ich glaube, dass Bloggen Politik ersetzen kann
Ich bin Vorwähler, weil mein Papi mir zu wenig Spielzeug gekauft hat
Ich bin Vorwähler, weil ich links scheiße finde
Ich bin Vorwähler, weil ich linke politik nicht mag
Ich bin Vorwähler, weil mir Heide Schmidt keinen Job verschafft hat
Ich bin Vorwähler, weil ich gerne die Arbeit der ÖVP erledige
Ich bin Vorwähler, weil ich die linken Zecken nicht aushalte
Ich bin Vorwähler, weil mir beim wort Feminismus schlecht wird
Ich bin Vorwähler, weil ich Helge so lieb hab
Ich bin Vorwähler, weil ich nix hackeln aber mitreden will
Ich bin Vorwähler, weil ich diw weisheit mit dem löffel gefressen habe
Ich bin Vorwähler, weil ich soooo cooool bin – schließlich hat papi mir ein neues netbbok geschenkt
Ich bin Vorwähler, weil ich in meinem penthouse sitze und mir fad is
Ich bin Vorwähler, weil das solarium heute geschlossen hat
Ich bin Vorwähler, weil ich Linksradikale Politik mag
Ich bin Vorwähler, weil ich mehr Polizei auf der Straße haben will
Ich bin Vorwähler, weil Leistung sich lohnen muss
Ich bin Vorwähler, weil nur wenn es der wirtschaft gut geht, es uns allen gut geht
Ich bin Vorwähler, weil ein freies land auch freie märkte braucht
Ich bin Vorwähler, weil zu viel staat und zu wenig privat
Ich bin Vorwähler, weil Maggy Thatcher mein Vorbild ist
Ich bin Vorwähler, weil ich linke Randalierer wählen möchte
Ich bin Vorwähler, weil Martin Margulies zu links ist
Ich bin Vorwähler, weil ich sogar für die Junge ÖVP schon zu alt bin

Zuerst dachte ich da spielen sich ein paar Kinder, aber nachdem da einige sehr persönliche Sprüche dabei sind, habe ich mir mal die IP-Adresse via Domaintools angeschaut, da ich wissen wollte wem diese gehört:

inetnum: 85.125.XXX.XXX – 85.125.XXX.XXX
netname: Gruene-Die-Gruene-Alternative
descr: Grüne – Die Grüne Alternative Bundesbüro und Landesbüro Wien

Da war ich dann Sprachlos!

PS: Am Dienstag, 12. Mai, ab 20:00 Uhr,  findet der nächste Grüne Vorwahlen Infoabend im Cafe Ritter ( Mariahilfer Straße 73, 1060 Wien) statt.

Grüne Vorwahlen: Angst essen Seele auf!

Politik, Donnerstag 7 Mai 2009 12:59

Es ist schon sehr eigenartig: Da gibt es einen Punkt in den Statuten der Wiener Grünen die es UnterstützerInnen ermöglichen bei der Landesversammlung mitzuwählen wer auf die Liste für die Landtagswahl kommt.

Eigentlich, wie schon öfters angemerkt, eine tolle Sache.

Um UnterstützerIn zu werden muss man nur ein Formular ausfüllen und wird dann von Landesvorstand angenommen, eigentlich, so dachte ich mir, eine Formalität, denn die Grünen werden doch nicht Personen, die definitiv an ihnen interessiert sind ablehnen, noch dazu steht in den Statuten das die Ablehnung begründet werden muss. Da errege ich doch am wenigsten Unmut wenn ich das schnell abwickle, dann kann ich mich um Inhalte, etc. kümmern.

Aber die Wiener Grünen ticken anders!

Da liegen schon seit Wochen hunderte UnterstützerInnen-Erklärungen bei den Wiener Grünen und werden einfach nicht bearbeitet (und nicht nur unsere, es gibt anscheinend auch eine Gruppe mit rund 150 Erklärungen die noch nicht angenommen wurde). Mindestens zwei Mal wurde in der wöchentlichen Sitzung darüber gesprochen, anscheinend wird in den internen Online-Foren heftig darüber diskutiert, selbst die Initiatoren der Grünen Vorwahlen wurden “vorgeladen”, aber die UnterstützerInnen annehmen? Nein!

Dafür aber passieren plötzlich so peinliche wie erbärmliche Aktionen das z.b. der Text auf der “Mitmachen-Seite” der Wiener Grünen geändert wird, nachzulesen bei Gerald, glaubt da echt jemand das geht, ohne das es jemand merkt, durch? Wenn ja rate ich dringend dazu sich beraten zu lassen wie man kommuniziert!

Aber damit noch nicht genug, um anscheinend bei den Grünen, wenn auch nur als UnterstützerIn, aufgenommen zu werden muss man wohl jede Menge Eingangstests machen, plötzlich tauchen überall “Fragekataloge” an “die Grünen VorwahlerInnen” (wann kapieren die Grünen das es keine Gruppe ist sondern eine inhomogene Anhäufung von WählerInnen?) auf, die man zuerst anscheinend beantworten muss um die “heiligen Hallen” der Wiener Grünen betreten zu dürfen. Da frag ich mich ernsthaft:

Was soll das????

Vor allem wenn diese “Fragekataloge” aus solchen Themenverfehlungen bestehen!

Ich sag es ganz offen: ich werde diese Fragen nicht beantworten, denn das ist der kleine, aber feine Unterschied zwischen einer Partei und den WählerInnen/UnterstützerInnen:

Eine Partei muss ihre Ideen/Inhalte/Herangehensweise öffentlich machen damit sie oder die sie vertretenden Personen gewählt werden, ich muss dass nicht, ich kann eine private Meinung haben, dumme Geschichte, liebe Wiener Grünen, oder?

Dafür habe ich eine Frage an die Wiener Grünen:

Ist es wirklich so einfach mit 120+ Unterstützungserklärungen  eine Partei, die von über 100.000 Menschen gewählt werden will, aus dem Konzept zu bringen? Wie wird das erst sein wenn diese Grünen einmal wirklich Verantwortung tragen und wirkliche Entscheidungen treffen müssen? Ist dann auch die erste Frage “Warum wurde da auf Seite fünf, dritter Absatz einmal Gendern vergessen?”

Das diese Art der Kommunikation einiger Parteimitglieder kein positives Echo im “bösen” Internet ausgelöst hat ist klar, siehe z.B. hier, hier, hier und hier

Irgendwie erinnern mich die Wiener Grünen an den alten Mann in diesem Filmausschnitt, ich hoffe sie enden nicht auch so:


Also, liebe Wiener Grünen: Trefft endlich eine Entscheidung und nehmt die Unterstützungserklärungen an oder lehnt sie ab, damit wir endlich über Themen und Inhalte reden können!

Oder habt ihr vor euren (noch) WählerInnen Angst?

PS: Zum Glück gibt es einige Wiener Grünen gibt die verstanden haben worum es bei den Grünen Vorwahlen geht und teilweise diese auch unterstützen, es gibt noch Hoffnung…

PPS: Wer mehr über die Grünen Vorwahlen wissen möchte ist herzlichst eingeladen am 12. Mai um 20:00 ins Cafe Ritter zum Infoabend zu kommen!

EU-Wahl: Online-Medienbeobachtung

Politik, Dienstag 5 Mai 2009 08:15

Nachdem jetzt feststeht wer alle zur Europawahl am 7. Juni antritt habe ich, wie bei der Nationalratswahl 2008, wieder eine Medienbeobachtung eingerichtet:

Medienbeobachtung Europawahl 2009

Die Seite ist genauso aufgebaut wie bei damals: Über Searchengines wird regelmäßig nach neuen OTS-Meldungen (OTS.at), nach neuen Nachrichten in  Österreichischen Zeitungen/Magazinen/Onlinemedien (Yahoo Pipes), nach neuen Blogbeiträgen (über verschiedene Blog-Searchengines), nach neuen Twitter-Meldungen (search.twitter.com) sowie nach neuen Flickr-Bildern und YouTube-Videos gesucht.

Die Suchbegriffe sind jeweils die Nachnamen der SpitzenkandidatInnen (bei der ÖVP und bei den Grünen auch die Person an zweiter Stelle, da ebenfalls in der Öffentlichkeit präsent) und bei der  KPÖ,  bei MARTIN und bei JuLis auch der Parteiname (bei den Parlamentsparteien suche ich nicht nach dem Namen da es ja darum geht was zum Thema Europawahl gefunden wird).

Bei den OTS- und News-Meldungen suche ich außerdem nach allen Meldungen zum Thema “Europawahl” um zu sehen was sonst noch genannt wird.

Die Seite bietet TagClouds (welche Begriffe am häufigsten genannt werden) und Graphen (Zeitlicher Verlauf der Nennung) zu OTS-, News-, Blog-, Twitter- und Foren-Meldungen, hier z.B. die TagCloud der News:

TagCloud News

Die Tags sind anklickbar und zeigen dann nur die Meldungen die diesen Tag enthalten, auch ist es möglich nach Begriffen zu suchen, dazu dient das Eingabefeld oben:

Suchfeld zur Medienbeobachtung

Angezeigt werden dann ebenfalls nur die Meldungen in denen dieser Begriff vorkommt. Die Links der antretenden Parteien zeigen einen aktuellen Screenshot der entsprechenden Webseite.

Die entsprechenden Graphen findet man unter dem Punkt “Graph” bei der jeweiligen Kategorie, sie zeigen den zeitlichen Verlauf:

Graphen zur Medienbeobachtung

Was man beachten muss: Einerseits gibt es einige Namensverwechslungen (“Strasser” ist kein so seltener Name), anderseits ist “JuLius” sehr oft vertreten da sie Europaweit unter einem Namen antreten (da ist eine Differenzierung schwierig). Hier werde ich im Notfall per Hand eingreifen.

Die Medienbeobachtung ist erreichbar unter:

http://eu.wissenbelastet.com

Ich wünsche viel Spass beim Erkunden und bitte um Anregungen, Kritik, Ideen!