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Grüne Vorwahlen: Angst essen Seele auf!

Politik, Donnerstag 7 Mai 2009 12:59

Es ist schon sehr eigenartig: Da gibt es einen Punkt in den Statuten der Wiener Grünen die es UnterstützerInnen ermöglichen bei der Landesversammlung mitzuwählen wer auf die Liste für die Landtagswahl kommt.

Eigentlich, wie schon öfters angemerkt, eine tolle Sache.

Um UnterstützerIn zu werden muss man nur ein Formular ausfüllen und wird dann von Landesvorstand angenommen, eigentlich, so dachte ich mir, eine Formalität, denn die Grünen werden doch nicht Personen, die definitiv an ihnen interessiert sind ablehnen, noch dazu steht in den Statuten das die Ablehnung begründet werden muss. Da errege ich doch am wenigsten Unmut wenn ich das schnell abwickle, dann kann ich mich um Inhalte, etc. kümmern.

Aber die Wiener Grünen ticken anders!

Da liegen schon seit Wochen hunderte UnterstützerInnen-Erklärungen bei den Wiener Grünen und werden einfach nicht bearbeitet (und nicht nur unsere, es gibt anscheinend auch eine Gruppe mit rund 150 Erklärungen die noch nicht angenommen wurde). Mindestens zwei Mal wurde in der wöchentlichen Sitzung darüber gesprochen, anscheinend wird in den internen Online-Foren heftig darüber diskutiert, selbst die Initiatoren der Grünen Vorwahlen wurden “vorgeladen”, aber die UnterstützerInnen annehmen? Nein!

Dafür aber passieren plötzlich so peinliche wie erbärmliche Aktionen das z.b. der Text auf der “Mitmachen-Seite” der Wiener Grünen geändert wird, nachzulesen bei Gerald, glaubt da echt jemand das geht, ohne das es jemand merkt, durch? Wenn ja rate ich dringend dazu sich beraten zu lassen wie man kommuniziert!

Aber damit noch nicht genug, um anscheinend bei den Grünen, wenn auch nur als UnterstützerIn, aufgenommen zu werden muss man wohl jede Menge Eingangstests machen, plötzlich tauchen überall “Fragekataloge” an “die Grünen VorwahlerInnen” (wann kapieren die Grünen das es keine Gruppe ist sondern eine inhomogene Anhäufung von WählerInnen?) auf, die man zuerst anscheinend beantworten muss um die “heiligen Hallen” der Wiener Grünen betreten zu dürfen. Da frag ich mich ernsthaft:

Was soll das????

Vor allem wenn diese “Fragekataloge” aus solchen Themenverfehlungen bestehen!

Ich sag es ganz offen: ich werde diese Fragen nicht beantworten, denn das ist der kleine, aber feine Unterschied zwischen einer Partei und den WählerInnen/UnterstützerInnen:

Eine Partei muss ihre Ideen/Inhalte/Herangehensweise öffentlich machen damit sie oder die sie vertretenden Personen gewählt werden, ich muss dass nicht, ich kann eine private Meinung haben, dumme Geschichte, liebe Wiener Grünen, oder?

Dafür habe ich eine Frage an die Wiener Grünen:

Ist es wirklich so einfach mit 120+ Unterstützungserklärungen  eine Partei, die von über 100.000 Menschen gewählt werden will, aus dem Konzept zu bringen? Wie wird das erst sein wenn diese Grünen einmal wirklich Verantwortung tragen und wirkliche Entscheidungen treffen müssen? Ist dann auch die erste Frage “Warum wurde da auf Seite fünf, dritter Absatz einmal Gendern vergessen?”

Das diese Art der Kommunikation einiger Parteimitglieder kein positives Echo im “bösen” Internet ausgelöst hat ist klar, siehe z.B. hier, hier, hier und hier

Irgendwie erinnern mich die Wiener Grünen an den alten Mann in diesem Filmausschnitt, ich hoffe sie enden nicht auch so:


Also, liebe Wiener Grünen: Trefft endlich eine Entscheidung und nehmt die Unterstützungserklärungen an oder lehnt sie ab, damit wir endlich über Themen und Inhalte reden können!

Oder habt ihr vor euren (noch) WählerInnen Angst?

PS: Zum Glück gibt es einige Wiener Grünen gibt die verstanden haben worum es bei den Grünen Vorwahlen geht und teilweise diese auch unterstützen, es gibt noch Hoffnung…

PPS: Wer mehr über die Grünen Vorwahlen wissen möchte ist herzlichst eingeladen am 12. Mai um 20:00 ins Cafe Ritter zum Infoabend zu kommen!

    1.  
      8. Mai 2009 | 11:10

      [...] Warum bin ich noch immer nicht als Unterstützer aufgenommen worden?(Warum?) [...]

    2.  
      10. Mai 2009 | 22:26

      Ich sag das ja nicht gern, ABER: bestätigt alles, was ich über die (Wiener) Grünen zu vermuten geglaubt habe. Als mir Helge bei ff im office vor einigen Wochen erstmals von der Vorwahl-Aktion erzählt hat, fand ich die Idee gut. Mein erster Einwand war allerdings: “Und was, wenn das den Grünen nicht passt und die ihr Statut ändern?” Helge meinte, das würden sie nie tun… aber das ist halt so eine Sache mit der “Basisdemokratie”. Man kann eine gewisse Zeit lang von seinem Ruf leben, aber dann muss man sich halt deklarieren :-)

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