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CERN, die Krise und Österreich

Politik und Zukunft, Mittwoch 13 Mai 2009 13:09

Ok, wir haben eine Krise. Viele Länder, z.B. die USA und Deutschland, investieren, um die Krise zu “bekämpfen”:

In der Krise sei Forschung kein Luxus, sondern “essenzieller für unseren Wohlstand als je zuvor”, so Obama.

Und was macht Österreich?

Österreich investiert in ÖBB-Tunnel, in die Baufirmen, aber nicht in die Forschung. Sogar das Gegenteil passiert, aus Kostengründen wird die CERN-Mitgliedschaft aufgekündigt. Zur Erinnerung, das ist dessen derzeitig größtes Projekt:


Auch das World Wide Web wurde in CERN erfunden.

Aber Österreich hat das nicht nötig befindet die Politik, Österreich hat zwar jetzt Jahrzehnte lang da mitgearbeitet und kaum wird es wirklich spannend ziehen wir uns zurück.

Ritchie hat es auch sehr schön zusammengefasst:

Die CERN-Beteiligung kostet jeden Österreich €2 pro Jahr, anders ausgedrückt beträgt die Gesamtsumme 16 Millionen Euro. Das sind 0,47 Prozent des Wissenschaftsministeriums-Budgets, welches 2009 gegenüber 2008 um 15% erhöht wurde. Dem gegenüber stehen im Zeitraum 1994-2007 CERN-Aufträge an die österreichische Industrie im Wert von 73 Millionen Euro.

Dazu fallen mir noch zwei Sachen ein:

1. Im Online-Standard gab es dazu ein sehr guten User-Kommentar (finde ihn nicht mehr, ist einer der 2377 Kommentare bei diesem Artikel, deswegen nicht ganz 100% richtig zitiert):

Das LHC funktioniert doch! Es hat ein Schwarzes Loch in das Gehirn des Wissenschaftsminister gebrannt!

2. Jetzt wird es leider nie solche Stars aus Österreich geben wie in diesem Werbespot:


Schade, sehr, sehr schade!

Deswegen diese Online-Petition unterschreiben und sich an der Online-Demo beteiligen!

  1.  
    Hannes
    13. Mai 2009 | 13:35

    Hier die offizielle Stellungnahme des zuständigen Ministers: http://tr.im/ldSH

  2.  
    max
    13. Mai 2009 | 13:47

    @Hannes dumme Ausreden, ausserdem erwarte ich mir gerade von Politikern das sie JEDE Anfrage einzeln beantworten.

  3.  
    13. Mai 2009 | 16:32

    Zuerst war ich mir nicht ganz sicher, wie ich dazu stehen sollte, bin ich doch selbst auf einer (unterfinanzierten) Uni im Naturwissenschaftszweig. Bleibt dann vielleicht mehr übrig? Nun, anscheinend nicht.
    Die Mittel, die hier gestrichen qworden sind, sind lächerlich; wobei sie der heimischen Forschung auch gut tun würde. Aber anscheinend bleibt Österreich immer noch bei der Entscheidung, ein Agrar-Staat zu sein.

  4.  
    13. Mai 2009 | 21:05

    @Tobi.
    ein Agrarstaat kann auch positiv sein, siehe ökologie und Energie. Wenn die Mittel da rein gepumpt werden. Ich sehe da Riesenpotential für Forschung in der Landwirtschaft. (z.B. Herstellung von biologischen Pflanzenschutzmittel oder neue Möglichkeit für Wärmequellen um heizen mit Holz effektvoller zu betreiben.)

    zum Thema selbst, ich bin noch unschlüssig.

  5.  
    13. Mai 2009 | 21:43

    Nun, Heizen mit Holz werden wir uns in Österreich NIE leisten können. Das Problem ist, dass wir nicht genügend Holzressourcen haben, wenn wir Öl- und Gasheizungen in Pravthäusern auf Holzöfen umstellen würden, hätten diese selbst einen Wirkungsgrad von 1. Es sind leider solche Dinge, die nicht beachtet werden; auch zum Beispiel dass Holzöfen einen höheren Ausstoß an Mikroruß (Feinstaub) haben als Gas- oder Ölöfen. Biodiesel ist der nächste Schmafou.

    Ein Agrar-Staat hat bei der technologischen Entwicklung, die wir derzeit haben, keine Zukunftsperspektiven. Aber wie gesagt: Wir buttern Agrarsubventionen en masse in unseren prim. Sektor und haben Probleme mit der Überschussvernichtung nachzukommen.

  6.  
    13. Mai 2009 | 22:35

    Die Querverbindungen, die Sie zwischen CERN und Obama herstellen, halte ich für sehr interessant, ich habe mir ähnliche Gedanken gemacht:
    http://klarseher.wordpress.com/2009/05/13/obama-enttarnt/
    Österreich wird den CERN-Ausstieg sicher noch bereuen, denn jedes Projekt, aus dem man sich zurückzieht, ist ein Projekt weniger.

  7.  
    17. Mai 2009 | 21:58

    Ich Liebe den Intelstar :)

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