Politik, Sonntag 7 Juni 2009 10:48
Am Donnerstag fand im Kent eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “Take over your local Green party” statt, organisiert von der Initiative Grüne Vorwahlen (ohne Fördermittel und ohne Hilfe von den Grünen oder sonstigen Organisationen organisiert, das Budget war 0 Euro, wollte ich nur mal gesagt haben).
Im Zuge der Diskussion gab es einige sehr heftige Meinungen, die im sehr gut besuchten Keller (fast 100 Personen) für Raunen, Applaus, Zustimmung oder Ablehnung sorgten, die Emotionen gingen hoch.
Ich fand die Diskussion sehr spannend, sie bestätigte aber einen Punkt:
Die Wiener Grünen diskutieren zwar jetzt schon zwei Monate(!) darüber, wie sie mit den Unterstützungsanträgen umgehen wollen, sind aber leider noch keinen Millimeter weiter gekommen. Es werden immer die gleichen Fragen gestellt und die gleichen Vorwürfe gemacht, traurig! Zum Glück aber gibt es auch viele bei den Grünen die verstehen um was es bei den Grünen Vorwahlen geht, diese wurden am Donnerstag teilweise von den eigenen Leuten angegriffen und vor dem Kopf gestoßen.
Dank der Leute von ichmachpolitik.at gibt es die Diskussion jetzt auch Online, absolut Sehenswert! Hat alles was ein guter Spielfilm braucht: Emotionen, Action und sogar über Sex wird gesprochen
, hier Teil 1:
Hiier Teil 2:
Symptomatisch war die Wortmeldung von David Ellensohn (ab Minute 31:30 in Teil 2).
Ich behaupte: Jemand der,
- ehemaligen Parteimitgliedern anderer Parteien das Recht abspricht bei den Grünen mitzuarbeiten,
- UnterstützerInnen global als “rechter stehend” bezeichnet,
- 2009 immer noch dem Straßenkampf(!) huldigt und stolz darauf ist Morddrohungen zu bekommen,
- außer dem Straßenkampf keinerlei Konzepte gegen die Rechten Parteien hat,
- die selbe Sprache wie die FPÖ verwendet (“Wer war denn dort bei der Demo gegen die rechten Trotteln?”),
- nicht versteht das Demokratie kein Krieg ist, deswegen “Kampf gegen Rechts” schon von der Metapher her falsch ist (oder will Ellensohn alle FPÖ-WählerInnen als Kriegsgefangene einsperren?),
- jeden, der nur den geringsten Zweifel an dieser Art der “Kriegsführung gegen Rechts” hat, sofort bei den Grünen ausschließen will,
- eine Überprüfung/Gesinnungstest jedes/jeder einzelnen UnterstützerIn fordert,
- diesen Beitrag entweder gar nicht gelesen hat oder nicht verstanden hat, ihn aber zitiert,
hat nichts bei den Grünen verloren.
So jemand ist (leider) ein Armutszeugnis der (linken) Politik in Österreich, siehe auch die Antwort von Robert Menasse dazu im Video.
Deswegen offenbare ich hier und jetzt meinen persönlichen, während dieser Wortmeldung von David Ellensohn entwickelten, streng geheimen Putschplan für die Wiener Grünen (falls ich als Unterstützer angenommen werde):
Ich werde David Ellensohn am 15. November NICHT wählen.
Das ist meine ganz persönliche Entscheidung, ich steh dazu.
Fürchten sich die Wiener Grünen jetzt vor mir? Ich denke nicht, oder?
EDIT: am 15. November findet die Landesversammlung der Wiener Grünen statt, wo über die Listenplätze für die Gemeinderatswahl 2010 abgestimmt wird.
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Voll und ganz Deiner Meinung! J
Commented on “Die Grünen, die Podiumsdiskussion und mein geheimer Putschplan!” http://bit.ly/2rtNNf
was mir nach wie vor das größte rätsel ist: wieso verstehen manche noch immer nicht, dass die grünen vorwähler bei den grünen selbst unterschreiben und nicht bei irgendeiner anderen organisation? die grünen bekommen doch die unterstützungserklärungen, niemand sonst….
bin keine Wienerin und habe die GVW nur so nebenbei (aus Interesse für die Nutzung des Webs in der Politik) verfolgt, aber der Ellensohn war mir nie ganz grün.
David Ellensohn und Konsorten sind Gründe warum die Grünen für mich faktisch unwählbar sind. Leute, die sich nur durch den Kampf gegen eine Sache definieren und hinter jeder abweichenden Regung eine Verschwörung von Rechts vermuten und wohl von der in Früh bis am Abend nur daran denken wie sie einem Graf oder Strache eines – am Besten via Demo – auswischen können sind doch keine ernstzunehmenden Gestalten.
Das sich solche Leute in die Hose machen wenn ein paar hundert Leute ihren Willen kundtun ohne gleich alle ideologisch gewünschten Mätzchen bedienen zu wollen zeigt meines Erachtens auch, zu einer wie “normalen” Partei die Grünen inzwischen geworden sind.
Danke für die Videos, auch wenn ich von einigen der Wortmeldungen doch sehr überrascht bin. Näher möchte ich mich hier nicht dazu äußern, weil ich das ganze erst einmal “verarbeiten” möchte.
Wollt nur anmerken, direkt auf ichmachpolitik.at ist die Videoqualitaet besser..
http://ichmachpolitik.at/questions/438 & http://ichmachpolitik.at/questions/435
Ich bin voll deiner Meinung! (Und beim Putsch dabei
)
Ich sitze grad im Pub in Brighton, England und trotzdem fesseln mich die Grünen Vorwahlen so, dass ich die Vorgänge auch im Ausland verfolge. Ich konnte leider nicht zur Diskussion im Kent kommen, bin aber auch durch einige Wortmeldungen am open house camp eher irritiert. Umso mehr ein Grund grüne Vorwählerin werden zu wollen. Gerade Leute wie du sie beschreibst, sollten endlich abgewählt werden, weil sie den Fortschritt in der Wiener Grünen Partei behindern und Politik als Ausnützen von Seilschaften verstehen! Genau das verstehe ich aber nicht als demokratischen Prozess!
Video(s) “Take over your loal green party” http://tinyurl.com/kv3t9x (via @karli ) #GrueneVW
Liebe Leute,
warum versucht ihr seit Monaten die Grünen schlecht zu reden und bindet dadurch wichtige Ressourcen im Wahlkampf zum Europaparlament 2009?
Warum wollt Ihr nur bei der Erstellung von Wahllisten mitentscheiden, beteiligt Euch aber nicht aktiv bei Grünen Wahlkämpfen?
Warum kommuniziert Ihr nicht bei welchen politischen Parteien einige von euch früher aktiv waren (ÖVP, …), damit sich Interessierte ein Bild machen können, welche Interessen hinter Eurer versuchten Einflussnahme noch stehen können?
Warum helft Ihr nicht aktiv mit die Grüne Bewegung voranzubringen und etwas für die Gesellschaft und Österreich zu leisten, sondern kritisiert faktisch ohne Unterlass die politische Gruppierung, bei der Ihr eigentlich mitentscheiden wollt. (Mehr aber schon nicht, wie man bei der Wahlkampagne zur Europawahl 2009 sehen konnte.)
MfG,
Alexander Blüml
ehemaliges Mitglied der Wiener Grünen
Herr Blümel, warum sind Sie ehemaliges Mitglied der Wiener Grünen? Können Sie sich damit nicht mehr identifizieren? Das dürfte wohl vielen so gehen, die sich früher für andere Parteien eingesetzt haben…
Ihr lächerlicher Versuch damit die Vorwahlen zu diskreditieren ist symptomatisch für die Wiener Grünen, genau der Grund, meine Motiviation, sich stark zu machen für einen Wandel der Grünen. Damit zumindest eine Partei übrig bleibt, die es wert ist gewählt zu werden.
hallo,
wir hatten leider keine zeit zu kommen, würden uns die videos aber gerne ansehen, die ladezeit ist jedoch wirklich sehr schwach…könntet ihr die videos bitte auf einen server stellen, der eine halbwegs brauchbare geschwindigkeit hat?
hier würds gratis gehen: vimeo.com
danke
[...] Die hier angesprochene Antwort von Robert Menasse zu diesem Thema ist ebenso problematisch, weil auch hier das Aufzeigen und Aufstehen gegen die Normalisierung des Rassismus gegen die politischen Inhalte und das politische Arbeiten der Grünen aufgerechnet wird. [...]
@Alexander Blüml:
Hier meine Offenlegung meiner früheren Parteimitgliedschaften: . Hier – obwohl ich dessen Notwendigkeit bestreite – mein Beitrag zum EU-Wahlkampf: Vorzugsstimme für Eva Lichtenberger – die Internet-Kandidatin.
Dürfen wir nach dieser (xten) Gesinnungsprüfung jetzt endlich darauf hoffen, dass wir als Unterstützer der Grünen Aufnahme finden?
Haha… bei den Grünen muss man neuerdings drum betteln, dass man sie unterstützen darf? Jedem Grüner, die nochmal das Wort “Basisdemokratie” in den Mund nimmt, sollte seliber mit Seife ausgewaschen werden
bin ganz bei dir – ich hab mich lange von david ellensohn blenden lassen. er hat in seinem statement viel kampfsprech und ich bin froh, dass menasse dagegen argumentiert hat.
in der grünen funktionärsdemokratie hat david ellensohn auch immer wieder seine punkte machen können. politik vor rhetorik!
ein feindbild schweisst zusammen. und ich bin immer und gerne behilflich.
was mir allerdings jetzt schon leid tut, sind deine sätze, günter. wir zwei sind sicher innerhalb des grünen spektrums nicht punktgenau am selben ort aufgestellt. aber du weisst haargenau, dass ich zu denen gehöre, die seit jahren darauf schauen, dass die gesamte bandbreite, die wir momentan haben, auch dabei bleibt. wir brauchen mehr brückenbauer, nicht weniger.
ein satz zu kampfsprech und so. uns grünen wird immer wieder mal vorgeworfen: zu lahm, zu fad, kanten müssen her, deutliche sprache, harte worte… ich bin kein beschwichtiger, kein schönredner, ja, ich bin doch glatt so verwegen und glaube, dass eine debatte durchaus pointiert, laut, ja sogar polemisch sein darf.
ad menasse: er meint, wer gegen rechtsradikale auftritt, muss die övp für ihre ständige anbiederei inklusive – lang ists her – koalition mit blau, scharf kritisieren. und günter, you know: wer exakt die menasse position hatte und wer nicht. ich bin im gespräch mit menasse (im kent, nach der veranstaltung) auf einen nenner gekommen.
schluss (sorry, bin lang, politikerkrankheit): wissen belastet. heisst es hier. und jetzt versteh ich: würde gb wissen, was ich so treibe, nein, eben nicht eindimensional gegen strache und co demonstrieren, sondern zb dafür sorgen, dass die wiener spö nicht mehr kleine gemeindebauten ohne ausschreibungen günstig verkauft (zigfach unter faymann passiert, ein paar sind damit reich geworden, geht jetzt nicht mehr) und die verteilungsfrage/reichtum gerecht verteilen aufs tapet bringen und vor allen ams stellen in wien ein paar 100 direktgespräche führen (ab 7.30 uhr) und vor den sozialmärkten diskutieren und beim neunerhaus vorbei schauen und mit sozialarbeiterinnen vernetzen und die leute für die eu wahl gewinnen usw usf …. das dauert wirklich zu lange. und würde belastendes wissen erzeugen.
schluss-satz: für gb gebe ich gerne das feindbild, wenn es denn unbedingt sein muss (schade eigentlich), für dich günter wäre ich lieber noch immer ein auf gleicher linie, wenn auch nicht auf dem gleichen punkt liegender, gesprächsparnter. vielen dank für die aufmerksamkeit. david.ellensohn@gruene.at
@david: wer ist mit “gb” gemeint?
@ellensohn: Bla bla – Befindlichkeitsdiskurs, nennt das nicht die ParteispitzIn so?
@david ellensohn: ähm “deutliche sprache”? einen kryptischeren kommentar hab ich schon lang nicht gesehen…
@alexander blüml: wer zuhören und lesen kann ist eindeutig im vorteil, deine fragen wurden allesamt bereits mehrfach und von verschiedenen leuten beantwortet. Ach und es soll übrigens auch menschen geben, die ohne zugehörigkeit zu einer partei etwas zu sagen haben, die nennt man dann wählerinnen zb oder unterstützerinnen…
@max
gb nicht mein geburtsland grossbritannien, sondern gerald bäck. sorry, falls ich gegen irgendwelche regeln verstossen haben sollte.
@JJ1
ich steig gerne in jeden diskurs ein. aber was soll ich auf das pauschale “Bla bla” sagen?
nur zu einem inhalt: die deutlichen positionen der grünen betreffend rassismus und antisemitismus sind einer der drei hauptgründe warum ich bei den grünen gelandet bin. die scharfe auseinandersetzung mit rechtsaußen ist mehr als notwendig, wir müssen nicht warten, bis es zugeht wie in deutschland. lesenswert:
http://www.konkret-verlage.de/kvv/txt.php?text=a1
mir ist abseits der geplänkel hier rund um die GVW und abseits von wählerInnenstimmen die scharfe auseinandersetzung mit rechts (övp hält sich dauerhaft option schwarzblau offen) und rechtsradikal wichtig. ich sehe das wie sven gächter im aktuellen profil
http://www.profil.at/articles/0923/560/243720/sven-gaechter-wiederbetaetigungsfelder
rund um die fpö muss ein cordon sanitaire gezogen werden. und das bedeutet aktives auftreten gegen jede rassistische hetzerei.
ich bin mir sicher, das wir hier was das ziel betrifft einigkeit haben, der weg ist nicht für alle der gleiche. aber meiner ist nicht bla-bla, sondern eine ganze menge konkreter arbeit…
dank an alle, die bis hierher durchgehalten haben. david
Auf den konkreten Vorwurf “bla bla bla” antwortest Du am besten mit konkreten, anstelle von trivialen Texten! Mir Befindlichkeit meine ich redundante, ungefragte Positionsschilderungen – was aber fehlt sind Projekte. Was wollen Grüne wie Du? Bei Cohn-Bendit habe nicht nur ich verstanden! JJ1
@David du hast gegen keine regeln verstossen, dir ist aber schon klar das dieser beitrag und dieser blog hier nicht von gerald bäck ist, oder? wollt ich nur zur sicherheit sagen, geralds blog findest du hier
was war der dritte grund warum du bei den grünen gelandest bist?
was ich auch mal loswerden muss: das jammern der politikerInnen das ihr job so hart ist kann ich echt nicht mehr hören. ich wette mein job ist genauso hart, na und? anstatt froh zu sein das zu machen was man machen will darüber zu jammern ist doch was zutiefst österreichisches, oder?
Ich wiederhole mich, aber auch der Begriff “cordon sanitaire” ist die falsche wortwahl, oder willst du echt einen schutzwall um die FPÖ bauen? verwendest du dann nicht die gleiche taktik wie die FPÖ, nämlich ausgrenzen eine bevölkerungsgruppe? ist das nicht auch rassistisch?
… Hier – obwohl ich dessen Notwendigkeit bestreite – mein Beitrag zum EU-Wahlkampf: Vorzugsstimme für Eva Lichtenberger – die Internet-Kandidatin…
Für einen, der auch aktiv bei den Grünen mitwählen will, wohl etwas mager. Da sollten Sie lieber einfacher Grüner Wähler bleiben, wenn Sie nicht bereit sind mehr zu investieren.
MfG,
Alexander Blüml
…die ohne zugehörigkeit zu einer partei etwas zu sagen haben…
Das ist richtig. Wer sich aber nur Rechte herausnimmt (Wahllisten wählen) und nicht bereit ist, dafür auch notwendige Pflichten einzugehen, ist konsequenzlos unglaubwürdig.
…Herr Blümel, warum sind Sie ehemaliges Mitglied der Wiener Grünen? Können Sie sich damit nicht mehr identifizieren?…
Ich heiße Blüml, aber viell schaffens Sie es beim nächsten Mal. Ich bin nicht mehr bei den Grünen, weil Sie – nicht zuletzt durch die fragwürdige Initative “Grüne VorwählerInnen” immer mehr zu einem Wahlverein verkommen – immer mehr Personen bei den Grünen mitbestimmen wollen, aber gleichzeitig immer weniger dieser Personen bereit sind, diesen Rechten auch Pflichten folgen zu lassen und sich aktiv für Grüne Politik einzusetzen, wie man im Wahlkampf zur Europawahl 09 wunderbar sehen konnte. Da wird schon, der Umstand, dass einer der Initatoren der so genannten Grünen Vorwähler die Grünen auch gewählt hat, als ausreichende Unterstützung angesehen. Besser hätte meine Kritik nicht bestätigt werden könne, ich danke dafür!
Ich hoffe die Initative Grüne VorwählerInnen ruiniert die Grünen nicht vollkommen. Die letzten Monate, der fast pausenlosen nicht konstruktiven Kritik durch VertreterInnen dieser Initative, lassen mich dies aber leider befürchten.
Ich wünsche euch noch eine ausreichende und gewinnbringende (für wen gewinnbringend steht leider im Dunkeln) Auseinandersetzung. Ich denke, man sollte Zeit und Energie in Zukunft sinnvoller nutzen, als die Partei, der man sich eigentlich irgendwie verbunden fühlt, zu bashen, anstatt sie in einer schwierigen Phase zu unterstützen.
Also dann, machts gut.
MfG,
Alexander Blüml
@david ich hab doch noch gar nichts über Dich persönlich geschrieben? Wir haben uns meines Wissens auch bisher noch nie persönlich unterhalten? Woher willst Du dann wissen, was ich über Deine Aktivitäten denke oder wie ich die beurteile?
Einstweilen habe ich mir erlaubt Deine Wortmeldung bei der Podiumsdiskussion im Wortlaut wiederzugeben:
http://www.baeck.at/blog/2009/06/09/macht-geld-und-sex-12/
@geraldbäck
first: danke fürs transkribieren.
außerdem: sorry fürs vermischen. deine antifafolklore und hier stehende texte sind mir hin und her gerutscht. tut mir ehrlich leid, keine absicht, ausrede: es war spät und ich unkonzentriert müde. verspreche besserung. david
@ Alexander Blüml
erstaunlich ist es, dass sich die Grünen von einer Gruppe Internet-Fachleute so aufmischen lassen.
erstaunlich ist es, dass sie keine Strategie haben wie sie mit den Vorwahlen umgehen.
erstaunlich ist es, dass sie das Kent mit 100 SympathisantInnen nicht als Plattform nutzen.
erstaunlich ist es, das im Gespräch mit einem Funktionär offenbart wurde, dass alle Grünen PolitikerInnen ab Herbst bloggen “müssen”.
erstaunlich ist es, das die Grünen es nicht schaffen diese teilweise sehr positiven Energien nicht als Ressource zu begreifen.
erstaunlich ist es, dass die Grünen ihre WählerInnen als FeindInnen wahrnehmen.
erstaunlich ist es, dass sie noch immer nicht wissen wie sie mit dem Medium Web 2.0 umgehen und Disziplin einfordern.
Liebe Grüne ich bin kein Vorwähler nur Wähler, ich rate euch nutzt doch endlich diese Plattform, andere Parteien haben sie nicht .
Die Veranstaltung im Kent war eigentlich super organisiert, da kann sich so manch Parteiveranstaltung (die für FuntionärInnen so wichtig sind, einmal selbst organisiert zu haben) ein Scheibchen abschneiden.
@ Tixo
Ich würde sie auch gerne persönlich ansprechen, aber bei feigen anonymen Postern ist das schwer und wenn ich mir ansehe, was sie alles konsequenzlos erstaunt, hat es ohnehin keinen Sinn mehr konstruktiv mit ihnen zu sprechen.
Herr Fahrnberger war gestern in der ZIB und hat wieder einmal negativ über die Grünen zu sprechen – ohne, dass er jemals auch nur aktiv einen Finger für die Grünen gerührt hätte – außer bashen. Das zeigt wohin es führen wird,
Viel Spaß beim Weitermachen, ich hoffe ihr ruiniert die Grünen nicht ganz, oder viell wollt ihr das ja?
MfG
Alexander Blüml
@Alexander wer sagt mir das Alexander Blüml Alxander Bluml ist?
@ Alexander Blüml
Ich bin kein Vorwähler. Nur ein Grüner Stammwähler, der sich Sorgen macht und am Besten die Schnauze hält. Danke.
Ich verstehe euch Grünen FunktionärInnen nicht.
@JJ1
ich finde den ton zwar nach wie vor bedauerlich, der zwischen leuten herrscht, die sich selbst alle zu den “guten” zählen, aber das muss ich vorerst mal zur kenntnis nehmen.
JJ1 sagt alles “blabla”. Die Frage was denn genau und was soll anders gemacht werden, wo liegen wir grüne inhaltlich falsch, wo liegen wir richtig, sind aber zu scharf/weich, was passt an der form nicht usw wird einmal mehr nicht beantwortet.
JJ1 hätte gerne “konkreten, anstelle von trivialen Texten”
wie lang darfs werden?
mehr chancen dank besserer reichtumsverteilung. vermögenssteuern damit die mindestsicherung eingeführt werden kann. eine stadt ohne armut statt 70.000-100.000 kinder in wien (datenlage mager) an und unter der armutsgrenze. ich halte es für inakzeptabel, dass 1 Prozent in Österreich gleich viel Vermögen besitzt wie die “unteren” 90 Prozent. ich halte es für inakzeptabel, dass die stadt wien voll ausgebildete kindergartenpädagoginnen mit 1100 netto heim schickt und gleichzeitig spitzenlöhne weit über dem bürgermeistergehalt auszahlt. ich halte einkommensunterschiede von 1:50 für inakzeptabel. ich glaube, dass leute mit meinem gehalt bei einer steuerreform wie heuer nicht profitieren sollten (ich zahle heuer 1.131 euro weniger steuern als im vorjahr, die dm-teilzeitkraft mit 800 euro/monat spart sich exakt null euro). ich habe daher genau diese 1.131 euro gespendet.
zu diesem themenbereich gibts tausend dinge zu sagen, aber in der hier gebotenen kürze bleibt entweder “blabla” oder “der schreibt schon wieder zuviel”.
bildung. es ist inakzeptabel, dass der stand der eltern (geld, ausbildung) in österreich fast schon kasten-mässig weiter gegeben wird. wenn in den sonderschulen wiens 92 prozent der kinder migrationshintergrund haben, dann heisst das, dass entweder alle türkischen buben und mädchen blöd sind oder dass das schulsystem versagt.
das bildungssystem muss radikal umgebaut werden. top-beispiele kanada und finnland. und sorry, aber das kann man nicht in einem zweizeiler ausdifferenziert betrachten.
zu den punkten “rassismus tötet” und warum es wichtig ist die fpö sehr viel schärfer anzugreifen als es hierzulande üblich ist, schreibt sven gächter alles in der kürze notwendige im profil. hier nochmal der link
http://www.profil.at/articles/0923/560/243720/sven-gaechter-wiederbetaetigungsfelder
JJ1 meint auch noch “was aber fehlt sind Projekte. Was wollen Grüne wie Du?”
was will ich? hier leiste ich mir mal abseits von morgen realisierbarer politik zu sprechen.
eine friedliche welt (kein krieg, keine waffen): politik dazu würde bedeuten weniger/kein geld in waffen/heer etc und sehr viel geld in friedensschaffende massnahmen. gibt es alles. aber im moment wird eher 99:1 verteilt, als 1:99. ja, die projekte beginnen im kindergarten. bildung von klein auf muss inkludieren konfliktlösung. wir alle könnten eine mediatonsausbildung brauchen. nicht lachen. wir lernen ja auch – wenn auch nicht alle -englisch. soft skills wie konfliktlösung, friedlicher umgang… fallen nicht vom himmel.
ok, jetzt haben wir mal keine kriege mehr. als nächstes will ich dann dass die “welt ohne armut” geschaffen wird. kein hunger, keine mangelhafte gesundheitsversorgung… politik dazu: in 100en schlauen büchern zu lesen. im kleinen, also zb in wien heisst das dafür kämpfen dass dreiklassenmedizin nicht wirklichkeit wird/bleibt. jeder mensch in österreich muss voll krankenversichert sein. mit der einfachen begründung, weil er/sie ein mensch ist. dafür werden projekte gemacht (jaja, von den grünen, man glaubt es kaum). zusammenhang armut macht krank und krankheit macht arm. im ärmsten bezirk wiens (15) sind die menschen auch am kränkesten. dort gibt es ein rotgrünes projekt dazu.
gut, keine kriege, keine armut, kein hunger, tolle gesunheit. nächstes. bildung für alle. blick nur mal auf wien: lesen und schreiben gehört nicht mehr zur “grundausstattung” aller. am ende der schullaufbahn sind bei uns die schlecht gebildeten mehr als in finnland und die gut gebildeten weniger. viel mehr geld in kindergarten, schule, uni… gratis-meisterInnenprüfung für handwerkerInnen. usw.
nächst. jetzt haben wir alle auch noch das gelernt was wir wollten, durften tun was unseren talenten entspricht.
vorher haben wir schon klar gemacht, dass männer/frauen. hetero/schwul/lesbisch/transgender, a/religiös usw für uns keine kategorien sind die ein gegeneinander inkludieren. fällt unter schlagwort respekt.
und dann wohnen wir auch noch alle passabel. und wir arbeiten nach unseren bedürfnissen. und wir machen den planeten nicht kaputt und bauen deswegen zb passivhäuser (schon wieder ein rotgrünes projekt) usw.
und zum schluss sind wir dann alle glücklich. so hätt ichs gern. und weil ich jetzt von 12-15 uhr auf der mariahilferstraße (ecke kirchengasse) ein standl habe (ja, voll retro, i know) und den wienern und wienerinnen versuche reichtum gerecht verteilen zu erklären (bessere löhne, höhere soziale absicherung durch bessere arbeitslosengelder, 100.000 neue “green” jobs schaffen, und jaja, auch wieder mal vermögenssteuern einführen) und zuzuhören, wie sich die leute das vorstellen, deswegen muss ich mich hier jetzt verabschieden.
danke. david
@Ellensohn
Danke, aber leider: bla bla bla…
Allerweltspositionen, zu denen Du meine Zustimmung mehrheitlich zu 100% hast (auch wenn sie @Bildung von anderen Parteien entlehnt scheinen). Aber um zu diesen Positionen zu gelangen brauche ich Dich/die Grünen nicht. Wo in der politischen Kommunikation der Partei begegne ich den Lösungsvorschlägen? Sind sie nicht wichtig, da man – nicht in der politischen Lage sie umzusetzen – es sich spart sie zu erarbeiten? Was leisten die Grünen beispielsweise im Krisenfall Bildung, wo sind ihre Konzepte? Leider: bla bla bla…
JJ1
P.s.: @ Ellensohn
Keine Sorge, ich bin kein Vorwähler. Aber wie die Wiener Grünen mit denen umspringen, ist für mich der ideale Beleg für: bla bla bla…
JJ1
ich stimme dem beitrag und der einschätzung bzgl. david ellensohns wortmeldung voll zu, die kam mir ebenfalls völlig jenseits vor. und, @ david und deinen kommentar oben, das problem ist nicht, dass du “eine friedliche welt” willst (diese, deine grundsätzlichen, grünen positionen sind ja voll ok), sondern der stil, die ignoranz, dein veraltetes konzept davon, wie politik gemacht wird, welche kommunikationskanäle genutzt werden und – das vor allem – was die aufgaben einer modernen partei sind im system einer representativen demokratie.
@ Ellensohn, wie lang darf`s denn sein?
Typische Halbgebildetenfrage; Länge (unreflektiertes und unqualifiziertes Geschwafel) nicht mit Qualität verwechseln! Die Grünen haben sich für mich durch Dein unbedarftes, aggressives Zutun wieder erledigt, danke und Ende.
@ Alexander Blüml
Was macht es für einen Unterschied in der Diskussion, wenn sie wissen, dass ich Ludwig Hoffmann heiße?
Und nochmals ich glaub die Grünen verstehen nicht, dass es nicht mehr um: genehmige ich VorwählerInnen oder nicht geht. Die 250 Personen sind nicht eine homogene Gruppe. Es sind nicht ein Freundeskreis, die sich angemeldet haben, die Internetfuzzis haben noch viele andere Freunde die sich nicht angemeldet haben. Ihr braucht eine Strategie wie ihr da rauskommt liebe Grüne. Und wenn die eine oder der andere um einen Listenplatz zittert, würde ich den GemeinderätInnen vorschlagen, unternehmt endlich was!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Abseits eures Vorstandes.
l.hoffmann@silverserver.at
[...] Machtverlustängsten, Misstrauen und Ignoranz, so zumindest mein Eindruck, der sich auch durch die Podiumsdiskussion zu diesem Thema und die darin getätigten Aussagen verstärkt [...]
ob Ellensohn wählbar ist oder nicht, kann man wirklich nicht anhand von Befindlichkeiten oder anhand solchen Blogdiskussionen erkennen.
Es sollte aber für die Wahl am 15.Nov. jeder Kandidat mit einem Programm antanzen und ev. konkreten Projekten, die man verwirklichen will. Denn nur so hat eine Wahl wirklich Sinn.
Jetzt schon von einer Wahlentscheidung zu sprechen, wegen ein paar polemischer Aussagen, finde ich mehr als gewaagt. Noch kann man ja keinen Kandidaten vergleichen. Man kennt die restlichen 39 noch nicht.
@aqw Ein Missverständnis, so Du Dich auch auf meine Aussage bezogen hast (die Grünen haben sich für mich erledigt): Nicht wegen Ellensohn, sondern weil Personen wie er Ämter bei den Grünen einnehmen und für einen unwürdigen, aggressiven Stil der Partei sorgen, mit dem mit Sympathisanten und Unterstützern umgegangen wird: Ignoranz, Sesselkleben, autoritäres Gehabe, Willkür und eine viel zu große Distanz zur Basis. JJ1