Wissen belastet
Home Über die Titel-Grafik Impressum Wissen belastet by Email RSS RSS Feed
Warum ich nicht mehr Grün wählen kann

Politik, Freitag 25 September 2009 11:05

Wie ja einige wissen wurde ich, im Rahmen der Grünen Vorwahlen,  als Grüner Unterstützer abgelehnt. Ich habe damals, rechtzeitig vor der letzten Sitzung des Landesvorstandes der Wiener Grünen in der noch Unterstützeranträge behandelt wurden damit die möglichen UnterstützerInnen am 15. November bei der Landesversammlung mitwählen können (vier Monate Sperrfrist), einen zweiten Antrag als Unterstützer gestellt. Auf dem offiziellem Formular, mit Angabe wo ich mich einbringen kann, usw.

Der Sommer verstrich, ich hörte nichts von den Wiener Grünen.

Über zwei Monate (!) später, Anfang September, erhielt ich einen Anruf von den Wiener Grünen bezüglich meines Unterstützerantrages. Ich sagte das ich diesen doch damals rechtzeitig geschickt hätte, das wurde mir auch am Telefon bestätigt. Auf meine Frage warum er dann damals nicht erledigt wurde erhielt ich als Antwort:

“Da hat sich keiner drübergetraut, deswegen wurde dein Antrag unerledigt liegen gelassen.”

Da war ich erst mal Paff,  so macht man es sich halt einfach, Fristen verstreichen lassen, fertig. Darauf hin fragte ich warum ich dann erst über zwei Monate später darüber informiert werde, Antwort:

“Du weißt, über die Sommermonate passiert halt nicht viel.”

Da war ich das zweite mal Paff. Nun gut, der/die mich anrufende(r) hat keine politische Position, er/sie exekutiert nur im Namen des Landesvorstandes. Deswegen war ich dann richtig sprachlos  als der/die mir die folgende Frage am Telefon stellte:

“Da du, auch wenn du jetzt als Unterstützer aufgenommen wird, am 15. November nicht wählen kannst, fragen wir dich ob du deinen Antrag zurückziehen willst?”

Ich hab gar nicht glauben können was ich da gefragt werde. Über zwei Monate haben die Wiener Grünen gebraucht um zu der Entscheidung zu kommen mich zu fragen ob ich meinen Antrag zurückziehe? Natürlich verneinte ich und sagte auch, dass ich mir eine offizielle Entscheidung erwarte.

Wieder vergingen weit über zwei Wochen, deswegen fragte ich vorgestern via Twitter-DM bei einem Vorstandsmitglied nach was denn jetzt der Status sei. Einen Tag später bekam ich dann diese Email:

Ablehnung meines Unterstützerantrages

(Ich hab den Namen des Senders/der Senderin unkenntlich gemacht da diese Person nur exekutiert und keine politische Entscheidungsmacht hat, selbst für das verschicken dieser Email ist der Vorstand zu feige.)

Für mich ist das Thema “Wiener Grüne” und “Grüne Vorwahlen” ein für alle mal beendet.

Auch wenn ich einige Mitglieder schätze.

Ich hoffe die Landesversammlung am 15. November zieht aus der ganzen unprofessionalität der Wiener Grünen beim Umgang mit den Grünen Vorwahlen die Konsequenten und wählt die KandidatInnen aus dem derzeitigen Landesvorstand NICHT auf die Liste für den Gemeinderat.

Symptomatisch ist auch: Ich zeige zwar zu wenig Interesse um als Unterstützer angenommen zu werden, aber für Werbung  (obwohl ich dieser nie zugestimmt habe) bin ich gut genug. Darum:

Diese Wiener Grünen sind es nicht wert unterstützt zu werden!


    1.  
      25. September 2009 | 11:07

      Gibt es die Piraten in Österreich ? -* Klarmachen Zum Ändern! *~

    2.  
      25. September 2009 | 11:16

      @André: ja, die gibts: http://piratenpartei.at

    3.  
      25. September 2009 | 11:25

      [...] This post was mentioned on Twitter by Jana Herwig and Niko Alm. Niko Alm said: Und wieder einer weniger… RT @Karli Neuer Blogbeitrag: Warum ich nicht mehr Grün wählen kann http://bit.ly/1W1Jbc [...]

    4.  
      25. September 2009 | 11:26

      Frei nach einem Spruch den ich am Würstelstand aufschnappte:
      “Man muss erst richtig auf der Fresse gelandet sein bevor man sich selbst spürt”

    5.  
      25. September 2009 | 11:40

      Peinlich unprofessionell!!! Schon fast dumm… Langsam Frage ich mich warum ich noch Unterstützer bin?!?! Solche Aktionen motivieren nicht unbedingt.

    6.  
      Markus Ladstätter
      25. September 2009 | 11:48

      @Andreas Jaja die Wiener Weisheiten :) Es ist schon etwas wahres dran.

      Zum Beitrag: bin sprachlos, aber eigentlich wunderts mich gar nicht mehr.

    7.  
      25. September 2009 | 11:52

      ich kann mich nicht mal mehr echauffieren. das ist wohl das traurigste an der geschichte. und irgendwie fügt sich das eine zum anderen – ich schrieb mal drüber, was die grünen mit der kirche gemein haben – es kommt was neues hinzu: ich will nix mehr mit ihnen zu tun haben.

    8.  
      25. September 2009 | 13:16

      Tja, die schlimmsten Befürchtungen, die sich mir am Beginn dieses Prozesses im April aufgedrängt haben, scheinen sich Schritt für Schritt zu bewahrheiten. Derzeit stehen die Wr. Grünen für: fehlende Kommunikationsbereitschaft, willkürliche, nicht nachvollziehbare Entscheidungen, innerparteilich extrem hierarchische Organisationsstruktur, die teilweise despotische Züge aufweist, ideologisch verbrämte Betonierer, die sich mit Händen und Füßen dagegen wehren, ihre Posten, die sie längst als ihnen zustehend betrachten, aufzugeben, unbelehrbare Berufspolitiker…soll ich die Liste fortsetzen? Dagegen gehen die wenigen Guten, die sich bei den Wr. Grünen ins Zeug legen, einfach unter. Schade, aber ich kann deinen Schritt voll und ganz nachvollziehen Max.

    9.  
      25. September 2009 | 16:41

      Ich kann deinen Schritt auch gut nachvollziehen. Finde das Verhalten der Wiener Grünen dir gegenüber völlig daneben. Und verstehe es nicht. Worum gehts hier überhaupt? Teile und Herrsche? Fühl mich sehr unwohl in meiner Unterstützerinnenhaut.

    10.  
      25. September 2009 | 18:27

      Soviel könnte ich gar nicht essen, wie kotzen möchte. Die richtige Partei mit dem richtigen Programm begibt sich in die Geiselhaft der Aparatschiks und Betonierer. Wahrscheinlich sind es die Wiener Grünen gar nicht wert, sich mit ihnen auseinanderzusetzen.

    11.  
      25. September 2009 | 18:31

      Harhar! Management by heiße Kartoffel wie es im Buche steht… Da erscheint der Anspruch, den roten Sumpf trockenlegen zu wollen, völlig unglaubwürdig: Man ist ja schon rein organisatorisch mit dem eigenen Sumpf total überfordert.

    12.  
      adi
      25. September 2009 | 19:40

      Das Problem:
      Ich glaube nämlich, dass die Grünen trotz allem bei der Wahl erfolgreich sein werden, weil viele einfach nicht den rechten Rand stärken wollen.
      Und die roten kann man einfach nicht wählen, denn die Absolute muss fallen, damit die roten “Könige” wieder vom Thron steigen und es wieder Politik für die Bürger gibt.
      und die schwarzen kann man nicht wählen, weil die wahrscheinlich den Ring zur Autobahn machen würden.

    13.  
      25. September 2009 | 19:49

      @adi ja das ist das dilemma dabei, alle anderen sind noch unwählbarer. Andererseits es geht um eine popelige Landtagswahl und da könnte man auch zB die Piraten wählen oder gar nicht hingehen.

    14.  
      25. September 2009 | 19:58

      Wahnsinn! Ich bin wütend. Und sprachlos wieder einmal. Ich überlege, ob ich am 15. November noch mitwählen oder gleich aus der Partei austreten soll.

    15.  
      Sandra
      25. September 2009 | 22:53

      Ich bin Mitglied der Grünen und Aktivistin und habe genau diesen Landesvorstand gewählt, weil er nämlich das umsetzt bzw. davor umgesetzt hat, was die überwältigende Mehrheit der Grünen wollen, sorry so ist es. Schaut euch das Ergebnis bei der Wahl an und dann macht endlich die Augen auf! Das sind keine Einzelerscheinungen sondern Grundstimmung bei den Wiener Grünen.

      Und ich verstehe die Stimmung bei den Grünen, denn wer andauernd nur schimpft und glaubt selber obergescheit zu sein kann nicht everybodies darling sein.

      Außerdem frag ich mich schon warum jemand der in seiunem Blog über die Sommergespräche und die Grünen sagt er möchte mit den Grünen nix mehr zutun haben sich dann aufregt wenn die sagen wir mit dir auch nicht mehr!

    16.  
      26. September 2009 | 08:27

      @adi ich glaube nicht das in den nächsten wahlen irgendwer gewinnt auser der fpö
      österreichische politik/wahlkampf definiert sich momentan durch “wie die fpö” oder “nicht wie die fpö” haltungen der parteien zu themen die die fpö vorgibt – wenn irgendjemand sonst noch pluspunkte macht dann nur als flutreaktion der wähler – ein verhalten was imho leicht kippen kann

      @sandra wann hat max je auf die grünen geschimpft?
      soweit ich mich erinnern kann hat er sogar alles versucht damit die wähler mehr einblick und vertrauen in die grünen kriegen

      und ganz ehrlich:
      ich habe schon lange nicht mehr (oder noch nie) soviel “verpasste chance”-in-a-can gesehen wie bei den grünen vorwahlen

      ich finde es ehrlich sogar unglaublich dass max erst jetzt den hut wirft – ich habe übrigens meinen unterstützer antrag gestern ebenfalls zurückgezogen – hier braucht es werkzeuge und fähigkeiten die ich nicht habe

      bzgl der von dir angesprochenen “Mehrheit der Grünen”:
      imho ist eine partei nicht der vorstand sondern die werte und die leute (INKL. Wähler) die dahinter stehen – und momentan versuchen die grünen imho wirklich alles auf allen fronten sich als unprofessionell und unwählbar zu positionieren

    17.  
      max
      26. September 2009 | 08:37

      @Sandra: Es ist aber schon noch ein Unterschied zwischen Distanzierung und die Partei nicht nicht mehr wählen können! Ich habe die Grünen ja schon oft genug gewählt.
      Auch musst man die zeitliche Achse bedenken, wann ich den zweiten Antrag gestellt habe und wann er eigentlich erledigt sein sollte.

      Wobei ich sicher nicht jemanden so Ausgrenzen werde wie es ein Mitglied des Landesvorstandes in seinem Blog vorschlägt.

      Außerdem geht es doch schon seit längerem um die Kommunikation und den Umgang mit WählerInnen und Menschen. Schließlich ist das doch auch eine wichtige Aufgabe einer Partei, oder? Diese Art des Umgang ist die Grundstimmung bei den Grünen? Hoffentlich nicht.

      Und: Mit Durchhalteparolen wird die Kommunikation auch nicht besser.

      Apropos Wahlen: Bei der EU-Wahl haben die Grünen in Wien 5,37% verloren, was für ein “Erfolg” (ich weiß, der Vergleich ist unfair, ich bin aber sicher nicht der einzige der/die diesen Vergleich macht).

    18.  
      Michael
      26. September 2009 | 19:01

      mir ging es sehr ähnlich. ich habe für mich den entschluss gefasst, den grünen meine stimme nicht mehr zu geben.

    19.  
      26. September 2009 | 19:27

      sorry, lieber max, ich stelle die legitimität deines ärgers nicht im geringsten infrage, aber wenn du wegen des verhaltens einzelner dir und anderen gegenüber den grünen generell wählbarkeit und unterstützungswürdigkeit absprichst, stellt du damit die eigene befindlichkeit über den politischen realitätssinn und – angesichts der bedrohung durch autoritarismus, betonierertum und hetze seitens der anderen parteien – den gesellschaftlichen gesamtzusammenhang.

      nun ist politik durchaus auch immer die organisation von befindlichkeiten, und sowohl viele grüne als auch viele ihrer sympathisantInnen zeichnen sich durch ein besonders hohes maß an empfindlichkeit aus, was grundsätzlich ja auch gut so ist, nur sollten wir dann die gleich hohen ansprüche dennoch auch an andere parteien stellen. denn wenn es um die von uns geforderte demokratische öffnung und kommunikationskultur geht, gibt es zu den grünen ebensowenig alternative wie bei der dringend nötigen öffnung, solidarisierung und ökologisierung dieser stadt und dieser gesellschaft.

      oder?

    20.  
      26. September 2009 | 19:40

      @Sandra

      >Außerdem frag ich mich schon warum jemand der in seiunem Blog
      >über die Sommergespräche und die Grünen sagt er möchte mit den
      >Grünen nix mehr zutun haben sich dann aufregt wenn die sagen wir mit
      >dir auch nicht mehr!

      Kleine Korrektur: Die Grünen habe nicht gesagt “wir mit dir auch nicht mehr”, sie haben gesagt “Würdest du deinen Antrag bitte zurück ziehen?”, vermutlich mit der Absicht, sich darum zu drücken zu sagen “wir mit dir nicht”.

      Das ist für meinen Teil der Aspekt, der mich am ratlosesten macht und am meisten enttäuscht.

    21.  
      26. September 2009 | 20:42

      @klaus Die Frage, die man sich dabei allerdings stellen muss, was die Inhalte einer Partei wert sind, die diese selbst so mit Füßen tritt. Wenn die Wiener Grünen schon bei einer derartigen Kleinigkeit wie den Grünen Vorwahlen so kapital versagen, wie soll ich mir dann etwaige Koalitionsverhandlungen mit der SPÖ oder gar eine Regierungsarbeit der Grünen vorstellen.

      Inhaltlich passt ja fast alles bei den Grünen, aber praktisch versagen sie zu 100% und ich neige dazu, gerade die Wiener Grünen als hoffnungslose Betoniererpartei aufzugeben.

    22.  
      26. September 2009 | 21:12

      @gerald ich glaube dass wir auch in der politik öfter in größeren zeiträumen denken und nicht aufgrund der erfahrung von paar monaten die hoffnung auf lernfähigkeit aufgeben sollten. weder auf die von anderen noch auf die eigene.

    23.  
      max
      26. September 2009 | 21:36

      @klaus natürlich hast du in vielen punkten recht, aber:

      Ich wähle parteien damit sie meine meinung vertreten, bzw. mir deren ideen, visionen, meinungen, etc. in etwa meinem weltbild entsprechen.

      aber die beste idee, vision, meinung nutzt eben nichts wenn meiner wählermeinung nach in der meinem weltbild entsprechenden partei niemand (damit sind nicht einzelpersonen gemeint!) die fähigkeit hat diese umzusetzen.

      genau das passiert momentan für mich bei den wiener grünen. wenn eine struktur wie die wiener grünen schon, wie gerald richtig bemerkt, an diesem kleinem projekt “grüne vorwahlen” so elendig scheitern, wie wird das erst sein wenn diese “umsetzerInnnen” der eigentlich guten ideen z.b. in einer regierung sind?

      ist so ein umgang und so ein kläglich gescheiteter versuch eine öffnung zu betreiben/zu verhindern nicht eher kontraproduktiv?

      hier geht es für mich um ein nicht mehr passendes mindset das sich in vielen punkten wiederspiegelt, ein kleines, weiteres beispiel ist das auf http://ichkandidierte.at die mögliche spitzenkandidatIn der wiener grünen, jetzt nach bereits 3 wochen, immer noch nicht registriert ist, sich aber auch niemand traut ab listenplatz 1 zu kandidieren.

      da muss ich dann schon die frage in den raum stellen: wäre es nicht besser, die grünen in ihrer derzeitigen struktur machen platz für etwas zeitlich adäquateres? hier geht es doch momentan, wie beamte, nur mehr darum einen status quo zu pflegen und hegen.

      gerade wenn ich versuche in größeren zeiträumen zu denken sehe ich da leider ein großes problem.

    24.  
      max
      26. September 2009 | 21:48

      kleine korrektur: es gibt eine person die für den 1. listenplatz kandidiert, sowas “traut” sich anscheinend nur jemand der erst seit drei monaten bei den grünen ist.

    25.  
      Max2
      27. September 2009 | 02:50

      Man könnte natürlich auch sagen, dass die Wiener Grünen jede Unterstützung bitter nötig habe.
      Anscheinend muss man sie zu ihrem Glück auch noch zwingen…

    26.  
      adi
      27. September 2009 | 15:27

      das störte mich bisher auch immer: egal wie groß die Grünen bisher waren, sie waren nie in der Regierung. Nur in Oberösterreich haben die Grünen ein einziges Mal die Regierungsbank betreten. Sonst kam nie etwas bei den Verhandlungen raus, weil die Grünen eben kaum Kompromissbereit waren.
      Es ist immer besser, man kommt in die Regierung und setzt ein paar Grüne Forderungen um, als dass keine einzigen umgesetzt werden.
      Also ich war schwer enttäuscht, dass damals Van d. Bellen mit der ÖVP nicht in die Regierung gegangen ist. Stattdessen kam dann Schwarz-Blau. Mit Grün hätten wir schon eine viel bessere Ausgangssituation als heute.

    27.  
      adi
      27. September 2009 | 15:33

      sogar der Chorherr sagt in seinem Kandidaturschreiben:

      “Was sind die bestimmenden Herausforderungen für Wien in den nächsten 10 Jahren?

      1.)Die wichtigste:Unsere Demokratie ist nicht am aufsteigenden, sondern deutlich am absteigenden Ast.Immer mehr Menschen sind enttäuscht, wenden sich ab, auch von uns Grünen. Es geht um nicht weniger als die Neuerfindung unserer Demokratie. “

    28.  
      max
      27. September 2009 | 15:35

      @adi da hat Christoph Chorherr auch vollkommen recht! genau deswegen wäre eben Partizipation so wichtig.

    29.  
      adi
      27. September 2009 | 18:05

      das hab ich auch damit ausgedrückt (oder ausdrücken wollen), dass Chorherr es leider auf den Punkt trifft.

    30.  
      27. September 2009 | 23:06

      [...] wahre Feuerprobe für die Grünen kommt erst mit dem Wiener Wahlkampf und wenn man sich das unprofessionelle Vorgehen der Wiener Grünen so ansieht, lässt das nichts gutes [...]

    31.  
      28. September 2009 | 22:03

      Den kann ich mir jetzt einfach nicht verkneifen:

      Hab ich’s doch gleich gesagt!

      PS: gut, dass du das veröffentlichst.

    32.  
      28. September 2009 | 23:58

      Lieber Max und alle! Ich hoffe soeben einen Grund geliefert zu haben, wenn alles gut geht – und das geht nur mit Eurer Unterstützung – wieder, weiterhin oder womöglich sogar zum ersten Mal Grün zu wählen: http://ichkandidiere.at/person/kandidatur/werner.lobo/

    33.  
      petra galkova
      30. September 2009 | 17:16

      lieber max, die art & weise deiner abweisung überraschen mich leider nicht mehr. erschrocken bin ich dennoch. nachdem ich die ersten monate der ‘gemeinsamen’ geschichte der grünen vorwahlen mit dem landesvorstand der wiener grünen nicht nur hautnah, sondern auch als extrem “unter die haut gehend” miterlebt habe, hoffte ich an einen kultivierten abschluss seitens des neuen vorstandes. offenbar um sonst. danke für dein durchhaltevermögen und bitte alle, die verständliche zweifel haben, um weitere unterstützung der grünen idee und der menschen, die sich dafür einsetzen, dass sich die wiener grünen bei ihrer arbeit aufs wesentliche konzentrieren und nicht vergessen über den tellerrand zu schauen.

    34.  
      30. September 2009 | 17:52

      “Du weißt, über die Sommermonate passiert halt nicht viel.â€?

      Fällt mir erst jetzt ein, aber zb meinen Mitgliedsantrag konnten sie dann doch über die Sommermonate behandeln.

    35.  
      Angela
      1. Oktober 2009 | 18:31

      hallo max,
      ohne jetzt jeden satz zerlegen zu wollen, und ohne dir deinen groll absprechen zu wollen, aber ich hege das starke bedürfnis, ein, zwei dinge aus meiner sicht erklären bzw korrigieren zu wollen:

      über den sommer tagte der vorstand nicht oft, weil er erst ab 5 personen beschlussfähig ist. dein antrag hätte also nicht mehr fristgerecht behandelt werden könne, um am 15.11. zu wählen. außerdem galt es zu klären, wie wir generell mit “zweitanträgen” umgehen. in deinem speziellen fall kam dann noch hinzu, dass du irgendwann zwischendurch mal auf deinem blog geschrieben hast,

      “Deswegen habe ich für mich persönlich die Entscheidung getroffen, dass ich, ähnlich wie Martin, mit den Wiener Grünen eigentlich nichts mehr zu tun haben will.
      Ich schätze viele Personen sehr die ich im Rahmen der Grünen Vorwahlen kennen gelernt habe (auch von den Grünen!), aber so wie diese Partei momentan funktioniert und agiert kann ich es einfach nicht mit meinen Gewissen vereinbaren mich dort zu engagieren oder sie zu wählen (auch wenn es eigentlich keine Alternativen gibt).
      Es ist mir einfach die Energie nicht wert. Leider!”

      aus all dem ergab sich, dass wir in der ersten sitzung nach dem sommer den von dir dankenswerter weise anonymisierten mitarbeiter baten, bei dir bitte nachzufragen, 1. ob der antrag noch aufrecht sei oder nicht (siehe dein blogbeitrag) und wenn ja, 2. ob dir bewusst sei, dass es selbst bei annahme deines zweitantrages nicht mehr möglich sei, am 15.11. zu wählen.

      den gesprächsverlauf erzählt der mitarbeiter etwas anders als du es hier dargestellt hast, denn tatsache ist, dass dies kein böswilliger akt sein sollte, auch keine – wie du das oben darstellst – ungeheuerlichkeiten gesagt wurden, sondern es schlicht und einfach um rückversicherung und information ging.

      ich hoffe, der ablauf der dinge stellt sich nun etwas anders dar, als es sich beim lesen deines textes anhört. vor allem mit den zitatähnlich hervorgehobenen passagen gibst du dem von dir aus dem gedächtnis wiedergegebenen (oder wie es halt bei dir angekommen ist) einen pseudooffiziellen anstrich, so als handle es sich um auszüge aus einem wortprotokoll. und oft sind gerade in so heiklen dingen kleinigkeiten wichtig, weil sie den unterton der message in die eine (zynisch-ungeheurliche) oder andere (dem informationsabgleich dienende) richtung erscheinen lassen.

      nix für ungut, aber ich kenne dein telefonvisavis, und er ist wirklich einer der nettesten menschen und freundlichsten charaktere, die ich persönlich je kennenlernen durfte, deshalb hat er sich eine darstellung wie die deine – finde ich – nicht verdient. soviel also von angela, der rächerin der enterbten, der witwen und waisen. und mitarbeiter der lindengasse. :-)

      und zu den gründen, wie und warum es so lang dauerte und zu dem anruf kam, hab ich eh versucht, oben zu erläutern. rückfragen gerne an mich.

      lg
      angela
      angela

    36.  
      max
      1. Oktober 2009 | 18:36

      @Angela Aehem, aber mein zweiter Antrag kam fast eine Woche vor der letzten Sitzung des Landesvorstanded VOR dem 15. Juli bei euch an, deswegen mein Groll. Das wurde mir ja auch von dem/der MitarbeiterIn (ich kenne ihn/sie auch und gebe dir bei der beschreibung recht!) bestätigt (ich hab auch die Faxbestätigung dazu).
      Und wie Gerald schon richtig anmerkte, sein Mitgliedsantrag wurde ja auch in dieser “Sommerpause” erledigt, wie geht dass dann?

      Die Ungeheuerlichkeit ist ja die Frage ob ich den Antrag zurückziehe, vor allem mit der, gerade nochmals, erklärten Vorgeschichte.

    37.  
      Angela
      1. Oktober 2009 | 23:01

      @max: aber genau hier liegt ja das missverständnis: die frage, ob der antrag noch aufrecht ist, war nicht als aufforderung gemeint, ihn zurückzuziehen, weil wir uns vor einer entscheidung “drücken” wollten oder so. Sondern, aufgrund dessen, was du geschrieben hast (will ich nichts mehr zu tun haben, etc.) und aufgrund dessen, dass du nicht wählen hättest können, am 15.11., waren wir einfach nicht sicher, was das für den antrag bedeutet. ich hoffe, es ist für dich vorstellbar bzw nachvollziehbar, dass die frage so, und nur so gemeint war.

      ich weiß, dass dein zweitantrag anfang juli eingelangt ist. aber ich hatte ja in meinem vorigen kommentar versucht zu erklären, dass es bei dir eine mischung aus
      1. nicht vielen vorständen im sommer (wir hatten ja immer gesagt, dass zwar der 15.7. der stichtag ist, wir aber nicht garantieren können, dass wir bis zuletzt noch sitzungen haben)
      2. der ungeklärten frage, was wir jetzt mit einem abermaligen unterstützerinnenantrag tun sollen (gerald hat ja einen antrag auf mitgliedschaft gestellt, da gab es ein anderes prozedere) und
      3. der tatsache, dass in der sitzung, in der wir deinen zweitantrag behandelt haben, er nicht gleich abgestimmt wurde, sondern der auftrag ergangen ist, bei dir nachzufragen, wie sich der text auf deinem blog auf den antrag auswirkt,
      war.

      dass das unbefriedingend ist, weil es eben so lange gedauert hat und dann auch nochmals negativ abgestimmt wurde, ist mir allerdings ebenfalls vollkommen verständlich. nochmals: deinen groll kann ich dir nicht absprechen, lediglich den von dir beschriebenen anruf wollte ich ins rechte licht rücken, sowohl was die rolle des anrufers als auch, was die intention und den inhalt des anrufes betrifft.

      ich hoffe, ich konnte dir etwas näher bringen, wie es dazu kam.

      lg
      angela

    38.  
      max
      2. Oktober 2009 | 07:42

      @Angela Nun ja, warum dann überhaupt die Frage nach Rückzug?

      und zu deiner Aufzählung:
      zu 1: Warum hat der Vorstand dann öffentlich gesagt das alle Anträge, die rechtzeitig eingehen, bearbeitet werden? Wie kann sich dann Robert Korbei hinstellen und z.B. im Standard sagen das alle Unterstützeranträge (nicht Mitgliederanträge) entschieden worden sind, wenn dies nicht der Wahrheit entspricht? Und wie du schon richtig sagst: mein Antrag war rechtzeitig, denn er wurde ja behandelt aber aufgeschoben, mit dem Wissen dass er dann zu spät für die Frist ist.

      zu 2: Gerald wurde zu einer Landesvorstandssitzung geladen (war glaub ich im August), komisch, in der gleichen Sitzung hätte man auch über meinen Antrag entscheiden können, ist nicht passiert, schon da war mehr als ein Monat Zeit nachzufragen.

      zu 3: Warum wurde dann nicht gleich am nächsten Tag nach der letzten Landesversammlung im Juli, oder zu mindestens in der Woche drauf nachgefragt? Warum erst über zwei Monate später? UND: welcher Text in meinem Blog? bis zu dem damaligen Zeitpunkt hatte ich nur gebloggt das ich abgelehnt wurde und vorher das ich David Ellensohn nicht wähle würde, reicht dies als Grund um nochmals abgelehnt zu werden? Ist es wirklich so, dass ich, der ich meine persönliche Meinung preisgebe, nicht in das System “Wiener Grüne” passe? Vor allem wo damals gerade dieser Beitrag auf gruenevorwahlen.at veröffentlicht wurde, gemeinsam abgestimmt. Bitte jetzt nicht die zeitliche Ebene durcheinander bringen!

      Sorry Angela, so sehr ich dich schätze, aber mit jedem Kommentar wird mein Groll größer..

    39.  
      Angela Stoytchev
      2. Oktober 2009 | 11:14

      @max: ich denke, wir schreiben aneinander vorbei. und wenn jeder weitere versuch, sich mit dir und deinem text auseinander zu setzen, weiteren groll hervor ruft, oder dich zu falschen mutmaßungen veranlasst (weil du ellensohn nicht wählen willst, wirst du abgelehnt), dann lass ichs lieber. das wr nicht meine intention. sondern die, klarzumachen: es gibt einige gründe für den anruf und warum es länger gedauert hat, die aber nicht in der sphäre des anrufenden liegen. that’s it. dass keine erklärung der welt das ergebnis für dich befriedigender macht, das war und ist mir klar.
      lg
      angela

    40.  
      2. Oktober 2009 | 14:22

      Wenn ich mir so meine Zugriffe im Blog ansehe, dann bemerke ich recht schnell, dass ich durchschnittlich täglich 50 Visits aus den Grünen Klub und aus den Grünen Landesbüro habe. Bei Max wird das wohl ähnlich sein. Auch aus Deinem Zitat merke ich, dass hier anscheinend sehr aufmerksam mitgelesen wird. Das ist zwar einerseits schön, wenn sich andere für die eigenen Elaborate interessieren, wäre aber noch schöner wenn ihr auch mit uns kommuniziert hättet (manche tun das auch).

      Stattdessen wird lediglich über uns kommuniziert und sogar einzelne Sätze aus den Blogs sind anscheinend Thema einer Landesvorstandssitzung. Da passt einfach vieles nicht, wie ihr mit den Leuten umgeht. Und genau dieser Mangel an Kommunikationskultur bzw. -bereitschaft und die Tendenz alles von oben herab auszusitzen, haben mich zu dem Schluss gebracht, dass die Wiener Grünen leider ein hoffnungsloser Fall sind.

    41.  
      max
      3. Oktober 2009 | 10:19

      @angela klar gibt es gründe für den anruf, dass streite ich ja nicht ab, nur ist dies eben das ergebnis des versagen vorhers. das der/die anrufende(r) mit diesem versagen nichts zu tun hat habe ich auch schon öfters betont.

      Kleine anmerkung noch die mir gerade erst aufgefallen ist: eigentlich liegt meiner zweiten ablehnung keine begründung (wie es eigentlich laut statut sein sollte) bei, sich nur auf die erste entscheidung zu beziehen ist etwas eigenartig, da ich doch klar auf dem unterstützerformular beschrieben habe wie ich mitarbeiten möchte.

    42.  
      5. Oktober 2009 | 20:16

      [...] Beleidigt sein und sich schmollend zurückziehen bringt keinen Fortschritt. Warum treibt euch der Zorn nicht zu doppelter Anstrengung? [...]

    Entschuldige, das Kommentarformular ist zurzeit geschlossen.