Ich fand ja das Harald Schmidt Interview im Spiegel genial, schon lang nicht mehr ein Interview gelesen das es so auf den Punkt bringt um was es im Moment im Fernsehen geht und wo es hingehen soll.
Zitat:
Spiegel: Warum Pocher?
Schmidt: Warum nicht? Seit er vor vielen Jahren zum ersten Mal als Gast bei mir in der Show war, verfolgte ich seinen Werdegang. Er ist ein Riesentalent. [....]
Spiegel: Er wird auch Witze auf Ihre Kosten mache.
Schmidt: Leider geht alles auf meine Kosten, denn er wird ja von Kogel & Schmidt GmbH bezahlt…
oder:
Spiegel: Inhaltlich scheinen Sie keine Gnade mehr zu kennen.
Schmidt: Ich muss ehrlich sagem bei Engagements gilt für mich die Devise: Drehort geht vor Inhalt. Manchmal versucht der für mich zuständige WDR-Redakteur, mich von etwas Lokalem zu überzeugen - Köln abwärts. Ich sage dann: Zwei Wochen mit den Berliner Philharmonikern in Sydney - drunter läuft gar nichts mehr.
Oder:
Spiegel: Wann sind Sie gut?
Schmidt: Ich bin eigentlich immer dann am besten, wenn ich den Sender, für den ich arbeite, wirklich hasse.
Leider gibts das Interview nicht direkt Online (man kann es hier für 2 Euros kaufen), dafür hat es für einige Kontroversen gesorgt und wurde auch in der “Zeit” (leider nicht Online) diskutiert. Schmidt zeigt einfach wieder einmal auf wo die Probleme liegen, gerade in Deutschland in dieser eigenartig strukturiertem Medienlandschaft und macht genau das was er immer schon am liebsten gemacht hat, den Dandy spielen, weiter so!!
Vielleicht schau ich dann mal wieder seine Show, das Interview war auf jeden Fall viel besser als die letzten Shows die ich von Schmidt gesehen habe.
Darüber gesprochen wird auch bei off the records und bei Stefan Niggemeier.