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Archiv für die Kategorie 'Kunst, Design'

Zbigniew Rybczynski: “Tango”, 1980

Kunst, Design, Donnerstag 19 März 2009 08:28

Da Zbigniew Rybczynski vor kurzem 60 geworden ist hier eine seiner Werke, “Tango” aus dem Jahr 1980:


Vor allem das Ende ist eine sehr schöne Auflösung!

Nach diesem Film widmete sich Rybczynski dem Video und nutzte sofort die neuesten Technologien (z. B. HDTV) um damit zwar manchmal etwas langatmige, aber dennoch beeindruckende Werke wir z.B. “Steps” (hier ein Ausschnitt), zu machen.

Bekannt wurde er als Regisseur von Musikvideos wie z. B. diesem:


Hier gibt es eine kleine Playlist mit Videos auf Youtube, leider findet man nur sehr wenig im Internet.

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“Endlich einmal kein Mosaik”

Kunst, Design, Sonntag 8 März 2009 17:24

Schon oft daran vorbeigefahren, heute endlich mal ein Foto gemacht:

Mosaik Simmeringer Haupstraße 47-49

Ist wohl eine Arbeit von Martin Kitzler wie man diesem Text entnehmen kann (das Original-PDF ist wohl nicht mehr vorhanden):

dieses schriftbild bezieht sich auf den kommunalen wohnungsbau in wien zwischen 1950 und 1980. als künstlerförderung durften bildhauer in parks und grünanlagen ihre skulpturen aufstellen. dabei handelte es sich sehr oft um nette „bären- und seelöwenmotive“. die maler hingegen konnten ihre bilder mittels mosaiktechnik an die wand bringen. so entstanden über 3000 mosaike an wiens wohnhausanlagenfassaden – und nicht alle waren gut. deswegen wollte ich mit diesem schriftbild kritik an dem umgang mit kunst im öffentlichen raum zu jener zeit üben.

Das, finde ich, ist gelungen!

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Kunst ersetzt Onlinewerbung

Kunst, Design, Donnerstag 19 Februar 2009 17:23

Gibt’s zwar schon länger, habs aber erst jetzt installiert und bin begeistert:

Add-Art

Das Firefox-Plugin funktioniert ganz einfach, im Zusammenspiel mit “Adblock Plus” werden Werbebanner auf fast allen Seiten entfernt. Aber die “Plätze” bleiben nicht leer sondern werden mit wechselnden Kunstausstellungen bespielt.

Alle paar Wochen gibt es eine neue “Ausstellung”, die natürlich auf die Standard-Bannerformate angepasst ist.

Als Beispiel hier TechCrunch, zuerst die Seite mit “klassischer” Onlinewerbung:

TechCrunch mit klassischer Werbung

Nun die gleiche Seite mit einem Banner von Graham Harwood, die Arbeit hat den Titel “Rehearsal of Memory“:

TechCrunch mit Kunstbanner

Das ganze funktioniert natürlich auch auf deutschsprachigen Seiten. Hier der Spiegel Online, einmal mit “klassischer” Werbung, einmal mit Melinda Rackhams “line“:

Spiegel mit klassischer WerbungSpiegel mit Kunstbanner

Die aktuelle Ausstellung stellt neben den gerade erwähnten Beispielen noch andere “Klassiker” der Net-Kunst vor, so z. B. Arbeiten von jodi oder Vuk Cosic.

Mir gefällt die Idee sehr gut, warum nicht diese “Räume” anders bespielen!

Auch haben diese Banner einen Vorteil: Man kann NICHT draufklicken! :)

Die EU, Entropa und die “Provokation”

Kunst, Design, Freitag 16 Januar 2009 08:44

Wenn wir Österreicher etwas lieben dann ist es ein Kunst- oder Kulturskandal!

Wer kann sich nicht an die Aufregung über Thomas Bernhards (genial Inszeniert von Claus Peymann) “Heldenplatz” erinnern, inklusive Pferdescheiße vor dem Burgtheater, das Hrdlicka Mahnmal gegen Krieg und Faschismus vor der Albertina,  der sich selbst in den Mund pissende Mann in Salzburg (“Arc de Triomphe“) von Gelatin/Gelitin, oder zuletzt die Diskussion über “Willkommen Österreich“.

Ich finde ja solche Diskussion sehr gut, sie zeigen das die Kunst und Kultur doch irgendwie noch in den Köpfen der Menschen ist.

Jetzt gibt es einen europaweiten Kunstskandal!

Der “böse” tschechische Künstler David Cerny hatte den Auftrag für Brüssel ein Kunstwerk zu schaffen das alle EU-Staaten repräsentiert und dazu sollte er auch KünstlerInnen eben aus diesen 27 EU-Staaten einladen. Gemacht hat er etwas ganz anderes: Niemanden eingeladen und alles selber gemacht (erinnert mich an die Peter Weibel-Ausstellung “Inszenierte Kunstgeschichte” 1988 im MAK).

Der Name des Kunstwerkes: “Entropa

Groß war und ist die Aufregung, einzelne Staaten fordern eine Entschuldigung (die es auch schon gibt), usw.

Was ich aber weitaus interessanter finde: Schon bei der “Willkommen Österreich”-Sache (die ich total harmlos finde) war es so das die eigentliche Sendung von knapp 200.000 Menschen gesehen wurde, die Diskussion dazu im Fernsehen  sahen aber doppelt so viele Menschen. Genau das gleiche passiert jetzt mit “Entropa”: Es gibt nur ganz wenig Fotos bzw. Videos davon, keiner erklärt die Intention dahinter, usw. jeder redet über etwas das er/sie nicht kennt.

Deswegen habe ich mal versucht mehr Infos zu dem Kunstwerk selber zu finden, hier ein sehr schönes Video auf YouTube (unbedingt in HD ansehen):


Schön wäre zu wissen was in dem Folder, den gegen Ende des Videos die Besucher in der Hand halten, steht!

Hier der Link zur offiziellen Webseite zu dem Kunstwerk, wo erklärt wird (leider nicht auf englisch) was zu jedem Land dargestellt wird.

Auch ist die Wikipedia Seite recht informativ.

Auf FLickr gibt es nur sehr wenig, hier eine Frontansicht, das Foto selber ist aber von Reuters:

Ich finde ja die Arbeit sehr gelungen, der Baukasten Europa passt genau. Ich muss auch zugeben das so aus dem Kontext gerissen ich viele Länder nicht Aufgrund des Umrisses erkenne, bei einigen aber die Assoziation (Ikea für Sschweden) sehr treffend ist. Auch muss klar sein das die Darstellung Österreichs (vier Atommeiler in der grünen Wiese) aus Tschechischer Sicht sicherlich ein guter Kommentar ist.

Ich Bin gespannt wie sich diese Diskussion weiter entwickelt!

Sehenswert: Bill Viola in Berlin

Kunst, Design, Montag 12 Januar 2009 15:01

In Berlin sind bis 21. Februar 2009 im Hauch of Venison Installationen von  Bill Viola zu sehen.

Bill Viola ist wohl einer der wichtigsten Video- und Medienkünstler, der seit den 80er fest im Kunstdiskurs und Kunstbetrieb verankert ist.

Im großen Raum der tollen Galerie sieht man die Projektion “The Messenger” (1996):

Bill Viola, The Messenger, Photo: Stefan Maria Rother

In den weiteren Räumen sie sind einige sehr beeindruckende Arbeiten auf LCD-Monitoren in verschiedenen Größen zu sehen, wobei mich am meisten die Arbeit “Small Saints” auf sechs kleinen OLED-Panels beeindruckt hat. Zu sehen sind jeweils Personen die durch einen Regenvorhang schreiten und dabei in Zeitlupe von ihrem “Geistbild” ins Farbbild wechseln um anschließend wieder als Geist hinter dem Vorhang zu verschwinden.

Diese Arbeiten sind Weiterentwicklungen von “Ocean without a Sea” das auf der letzten Biennale in Venedig gezeigt wurden, hier eine Doku dazu:


Wobei ich es sehr spannend fand das die neue Arbeiten ohne Ton sind, dadurch werden sie noch präziser. Hier ein Foto von der Galerie-Webseite auf dem man die OLED-Panels im Vergleich zu einem LCD-Schirm sieht:

Bill Viola, Photo: Stefan Maria Rother

Absolut Sehenswert, ich war nur zu begeistert um selber Fotos von den Werken zu machen :)

Schön: “Apple On A Tree”

Kunst, Design, Donnerstag 25 Dezember 2008 11:48

Grad per Zufall gefunden: Das “Musikvideo” zur “Apple On A Tree” von Phoenix The Devourer.

Leider gibt es auf Youtube das Video nur in schlechter Qualität, in besserer Qualität ist es auf der Webseite von Astrid Rieger die gemeinsam mit Zeljko Vidovic Regie geführt hat, sehbar.

Das Video stammt aus dem Jahr 2006 und hat (zu recht!) einige Preise auf Festivals gewonnen.

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Sehenswert: Wie das Obama-Logo entstand

Kunst, Design, Freitag 19 Dezember 2008 11:33

Sehr interessant, Sol Sender erklärt wie das Obama-Logo entstanden ist.

Zur Erinnerung, so sieht es aus:

Obama Logo

Sender zeigt jede Menge Entwürfe, Beispiele und “Virale Aktionen”, wirklich Sehenswert!

Erster Teil:


Zweiter Teil:


Wie sowas wohl bei den Österreichischen Parteien abläuft? Bin mir nicht sicher ob ich das wissen will :)

EDIT: Videos gehen wieder, wurden anscheinend neu auf YouTube gestellt.

Kettenanimation (1993)

Kunst, Design, Mittwoch 3 Dezember 2008 08:06

1993 organisierte Christine Meierhofer mit der Unterstützung von HILUS ein Projekt an dem 45 MedienkünstlerInnen teilnahmen. Die Idee war recht simpel: Jede(r) macht eine Computeranimation und gibt das letzte Bild dieser Animation an den/die nächste(n) in der Kette weiter.

Herausgekommen ist ein 21 minütiges Video:

Fast alle Animationen sind auf Amigas gemacht worden, war damals “State of the Art”.

Hier noch die Liste der TeilnehmerInnen (in der Reihenfolge des “Auftretens”), ist interessant zu sehen wer 15 Jahre später immer noch im Kunstbetrieb ist, ich habe versucht Homepages zu finden:

Herwig Turk, Lukas Kircher, Martina Chmelarz, Enrique Garcia Roldan, Martin Kusch, Arye Wachsmuth, Leo Larcher, Tristan Thönnissen, Max Kossatz, Boris Ban, Christoph Nebel, Jose Iranto, Tuncay Boztepe, Gundi Berghold, Patrick Maun, Eduard Mang, rich.art.92, Martin Koch, Violet Suk, Hannes Maier, Christine Meierhofer, Rembert Rayon, Jan Lauth, Christine Gloggengiesser, Silvia Eckermann, Matthias Fuchs, Martin Motycka, Erwin Meisel, Muki Pakesch, Helmut Mark, Markus Lang, Kurt Lang, Lydia Linder, Kurt Hentschläger, Zelko Wiener, Ruth Schnell, Wolfgang Neipl, Rosa von Suess, Ulf Langheinrich, Konrad Becker, Martyn Berger, Kunstlabor Franz Xaver, You never know, Leo Schatzl, Simon Wachsmuth, Matta Wagnest

Die Liste der gefundenene Webseiten ist sicher nicht vollständig.

War damals auf jeden Fall ein sehr tolles Projekt!

Olafur Eliasson’s gelber Nebel am Hof in Wien

Kunst, Design, Sonntag 30 November 2008 19:51

Am Hof, in der Wiener Innenstadt, gibt es seit Oktober jeden Abend, so zwischen 17:00 und 18:00 Uhr, dass gleiche Schauspiel: Passanten stehen verdutzt vor dem Verbund-Gebäude, Kinder toben sich aus und Touristen fangen an zu fotografieren. Warum? Um diese Uhrzeit wird jeden Tag die neue Installation von Olafur Eliasson, “Yellow Fog”,  eingeschaltet!

Gelb angestrahlter Nebel steigt aus dem Boden hoch und sollte eigentlich die Wände hochkriechen, aber da Wien im Herbst sehr windig ist verweht es den Nebel in alle Richtungen, ist aber ebenso sehenswert:


(Leider hat die Kamera Probleme das intensive Gelb richtig wieder zu geben)

Eliasson ist bekannt geworden durch seine wunderbare aufgehende Sonne in der Tate Modern (“The Weather Project”, 2003/04) und hat heuer in New York Wasserfälle aufgestellt.

Wer mal am Hof in Wien ist (z. B. beim Weihnachtsmarkt dort) sollte sich das Schauspiel nicht entgehen lassen!

Hier die Adresse in Google-Maps.

Ein Klassiker: Kubelka’s “Schwechater” von 1958

Kunst, Design, Dienstag 25 November 2008 07:58

Ein Klassiker des strukturellen Films, Peter Kubelka’s “Schwechater”-Werbespot (Schwechater ist eine Biermarke in Österreich):


Aus diesem Text zitiert:

In Schwechater dient dieses ästhetische Credo als Kern der gesamten formalen Konstruktion. Zutiefst ist der visuelle Eindruck, den der Film hinterlässt, vom Charakter des Momenthaften des einzelnen Kaders durchtränkt. Der objektiv vorhandene Zeitverlauf wird in der schleifenförmigen Wiederholung aller Bewegungen aufgehoben: Schwechater macht das Rasen der Zeit im Moment sichtbar.
Kubelka konstruierte in Schwechater, gegen alle Sachzwänge, ein semi-abstraktes Gedicht für Seh- und Hörsinn, einen genau kontrollierten Bilderserientanz, zugleich ein Traktat über die ungeheuerlichen Möglichkeiten des Kinos.

Schwechater wollte damals einen Werbespot haben und bekam diesen, etwas mehr als eine Minute langen, Film. Soweit ich weiß wurde er auch als Werbung ausgestrahlt und war sehr wichtig für die Kunstentwicklung/den Kunstdiskurs Ende der 50er in Österreich.