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Archiv für die Kategorie 'Zukunft'

Kirchen in Wien, ein Vergleich

Allgemein undZukunft, Mittwoch 23 Dezember 2009 15:35

Wieder einmal über die neue Beta-Version des Wien.at-Stadtplanes gestolpert. Da gibt es jetzt die Möglichkeiten Zusatzinformationen einzublenden.

Unter anderem auch, wo sich in Wien “Kirchenhäuser” (unter Anführungszeichen, da jede Religion dafür einen anderen Namen hat) befinden. Weihnachten ist ja sehr nah, deshalb habe ich mir einmal die verschiedenen Religionen einblenden lassen, mit, so finde ich, beeindruckenden Resultaten.

Fangen wir mit den Religionen mit den wenigsten “Kirchenhäusern” in Wien an:

Sowohl der Islam als auch die Jüdische Gemeinde haben laut Wien.at jeweils nur ein “Kirchenhaus” in Wien (mir ist klar das die Islamische Gemeinschaft mehrere Gebetsräume hat, auch dachte ich, dass es mehr als eine Synagoge gibt). Obwohl der Islam die zweitgrößte Religion in Wien ist.

Auf den nächsten Plätzen folgen:

Wobei hier bei Wien.at nicht näher definiert wird was unter “Sonstige Kirchen” zu verstehen ist (Zeugen Jehovas? Scientology?).

Interessant ist, dass z.B. der Buddhismus mehr “Kirchen” in Wien hat als die Orthodoxe Kirche, siehe die nächsten Plätze:

Die Evangelische Kirche war ja bis vor kurzem die zweitgrößte Religionsgemeinschaft in Österreich, kein Wunder, dass es da einige Kirchen gibt.

Aber wirklich erstaunt, ja fast entsetzt war ich, als ich die Katholische Kirche ausgewählt habe:

Und trotzdem Angst vor anderen haben? Geh bitte!

Eher könnte man Angst vor der Katholischen Kirche haben.

Sehenswert: “RIP: A Remix Manifesto”

Kunst, Design undZukunft, Dienstag 27 Oktober 2009 08:15

Freitag Nacht spielte es im Rahmen der Viennale im den Film “RIP: A Remix Manifesto“.

Der Film ist ein Pflichtfilm für alle die sich mit Copyright, Samplen, Mashups und Creative Commons befassen, da er,  anhand eines meiner Lieblingsmusikers, Greg Gillis aka “Girl Talk“, die aktuellen Probleme auf diesem Gebiet aufzeigt.

So wird z.B. “nachgerechnet” wie viel Girl Talk an Lizenzgebühren für nur eine einzige Nummer zahlen müsste: über $400.000 an über 80 Firmen, macht das wirklich Sinn?

Auch werden “historische” Beispiele gezeigt: Mir war nicht klar, dass wenn ich bei einem Geburtstagsfest “Happy Birthday” mitsinge, ich eigentlich eine Lizenz zahlen müsste, da das Copyright an diesem Song in Europa frühestens 2016 auslaufen wird. Bis dahin verdient Warner/Chappell Music jedes Jahr Millionen damit.

Filmemacher Brett Gaylor zeigt dazu noch viele andere Beispiele und Interviews. Auch mit Greg Gillis und Cory Doctorow.

Dabei werden im Verlauf des Filmes seine vier Punkte des sehr guten “Remix Manifesto” erklärt:

Das Remix Manifesto

Der Film selber ist in den USA als “pay-what-you-want to download” erhältlich, auch gibt es die Möglichkeit ein Screening zu hosten.

Leider geht das in Europa (noch) nicht, da er hier wohl erst (hoffentlich noch) in die Kinos kommt. Hier der Trailer zum Film:

Sehr schön ist die Aussage von Cory Doctorow nach seinem Besuch in Disneyland:
“All this stuff makes me wanna download a movie!”

Online kann man sich den Film, aufgeteilt in 13 Kapitel (die auch einzeln downloadbar sind) aber jetzt schon hier anschauen.

Brett Gaylor hat auch die Webseite “Open Source Cinema” ins Leben gerufen. Dort kann jeder an Mashups mitarbeiten oder eben diesen Film remixen.

Hier geht’s zur offiziellen Webseite von “RIP: A Remix Manifesto”.

Erste Erfahrungen mit Amazon’s Kindle

Internet, Computer undZukunft, Mittwoch 21 Oktober 2009 11:05

Heute, kurz nach 9:00, war es soweit, mein letzter Woche bestellter Kindle wurde mit DHL geliefert.

Dann ging es mal ans auspacken:

VerpackungDas GerätKindle und Verpackung

Alle TeileDer Kindle

Der Kindle zeigt auch im ausgeschaltetem Zustand ein Bild, beim entpacken eben die Anleitung wie man ihn, zum aufladen, ansteckt. Hier gibt es dann die erste “Überraschung”, der Stecker des Ladegerätes:

US-Stecker des Ladegerätes

Natürlich ein US-Stecker! aber kein Problem, einfach den USB-Stecker des beiliegenden Kabels (die Buchse am Kindle ist übrigens kein Mini-USB, sondern noch kleiner) in z.B. das iPhone-Ladegerät stecken ein mit dem Kindle funktionierendes USB-Ladegerät stecken und schon wird geladen.

Wenn man das Kindle direkt am Rechner ansteckt verhält es sich wie ein USB-Stick, wobei das Gerät selber dann nicht benutzbar ist, erst wenn man es unter Windows ”auswirft” kann man weiter lesen.

Natürlich habe ich sofort angefangen die Dinge die vorinstalliert sind zu lesen. Ein gut gemachtes Tutorial, ein Englisch-Wörterbuch und ein personalisiertes Begrüssungsmemo von Amazon sind die “Bücher” die Anfangs am Kindle sind.

Was einem sofort beim lesen auffällt: Das wirklich tolle Display!

Ich hatte vor kurzem die neuen E-Bookreader von Sony in der Hand (z.B. der mit Touchscreen) und war eigentlich entsetzt wie unscharf bzw. verwaschen die Schrift dort war. Beim Kindle ist das nicht der Fall, gestochen scharf und wunderbar lesbar.

Habe natürlich sofort den Online-Shop ausprobiert. Funktioniert einwandfrei. Das Kindle ist an den Amazon.com-Shop gebunden (wird gleich vorkonfiguriert geliefert)  und wenn man auf Amazon.com unter “Manage my Kindle” eine Kreditkartennummer angegeben hat kann man sofort, via One-Click-Shopping, einkaufen.

Habe mir gleich ein Abo der New York Times gekauft. Die gestrige Ausgabe war Sekunden später zum lesen bereit, fantastisch! Während ich diesen Artikel schreibe wurde im Hintergrund die heutige Ausgabe auf das Kindle gepusht, perfekt!

Auch das umblättern geht sehr schnell, was man von anderen E-Bookreadern nicht behaupten kann.

Da sind wir auch schon beim Thema Bedienung: die Tasten zum umblättern sind perfekt angeordnet. Auch ist der “Mini-Joystick” sehr praktisch und damit lässt sich sehr gut zwischen Kapiteln, Artikeln, etc. hin und her springen.

Neben dem US-Stecker zeigt das Kindle auch bei der Tastatur klar aus welchem Land es kommt:

Die Tastatur des Kindle

War ja klar :) Auch hab ich bis jetzt noch nicht herausgefunden wie ich die Uhrzeit einstellen kann, da sie erstens US-Format anzeigt und zweitens zwei Stunden nachgeht :(

Ich habe das “Leather Cover” zum Kindle von Amazon gekauft, das ist OK, wirkt aber etwas “Cheesy” bzw. sehr “plastifiziert”, erfüllt aber seine Zweck:

Kindle in der Hülle

Amazon sagt ja, dass der eingebaute Webbrowser in Europa disabled ist, stimmt nicht ganz, man kann ihn aufrufen, aber bis auf Wikipedia kann man keine Seite abrufen, es kommt immer diese Meldung: “Due to local restrictions, web browsing is not available for all countries”. Auch das wird sich wohl in Zukunft ändern.

Was auffällt ist das, wenn der UMTS-Empfang schlecht ist, das Kindle manchmal langsam wird da es dann wohl zwischen 3G und GPRS hin und her wechselt (3G wird durch ein eigenes Icon angezeigt). Man kann aber Wireless komplett abschalten, dann hat man das Problem nicht.

Deswegen mein erste Fazit: Ich bin begeistert vom Kindle!

Bin gespannt wie sich das weiter entwickeln wird :)

Und ja, ich weiß Amazon ist böse, da Amazon DRM verwendet, aber vergleicht mal Apple’s iTunes vor fünf Jahren mit jetzt, da hat sich in diese Richtung einiges getan, das wird auch bei E-Bookreadern passieren, in fünf Jahren gibt’s da auch kein DRM mehr, wetten?

Aber: das Kindle und die Nachfolger, hoffentlich auch von anderen Herstellern, werden die Welt erobern, gemeinsam mit einem guten Store und der (wirklich genialen) UMTS-Verbindung wird dies unseren Umgang mit Lesestoff massiv verändern, davon bin ich überzeugt.

Bleibt nur noch eine Frage: Ist es DER Kindle oder DAS Kindle? :)

Fernsehen, HD+ und DRM durch die Hintertür!

Fernsehen undZukunft, Dienstag 20 Oktober 2009 09:37

Wer kann sich noch an VHS erinnern? Damals hat man einen Film, der im Fernsehen lief, aufgenommen und bei Bedarf angeschaut. Wichtig war, falls der aufgenommene Film durch Werbung unterbrochen wurde, zu wissen wo die Fast Forward-Taste ist, damit man vorspulen konnte. Ich wette viele haben immer noch alte VHS-Kassetten irgendwo rumliegen.

Was hätten wir damals gesagt wenn plötzlich der Videorecorder sagt: “RTL hat die Benutzung der Fast Forward-Taste für diese Aufnahme verboten” oder: “Pro Sieben hat ihre Videoaufnahme zehn Tage nach der Aufnahme löschen lassen” oder, wenn man zum Kinoabend bei Freunden eine VHS-Kassette mit nimmt, in den Videoplayer schiebt und dieser plötzlich sagt: “VOX erlaubt das abspielen auf diesem VHS-Rekorder nicht”.

Undenkbar, oder?

Genau das wollen alle Deutschen, privaten Medienanstalten in plötzlicher Einigkeit ab 1. November einführen!

Ab 1. November bietet eine ASTRA-Tochter (die Firma, die die wichtigsten Fernsehsatelliten in Europa betreibt) HD+ an, eine Plattform unter der die HDTV-Angebote der Deutschen Privatsender zum Empfang angeboten werden. Jetzt geht wohl jeder davon aus, dass dies Kostenlos passiert, sind diese Sender doch durch Werbung finanziert, aber weit gefehlt! €50/Jahr verlangt die HD PLUS GmbH von den Nutzern um zu Beginn  ProSieben, Sat.1, VOX, Kabel eins und RTL in HD-Qualität zu empfangen.

Somit wird Bezahlfernsehen für werbefinanzierte Sender eingeführt.

Das ist Schlimm, aber bei weitem nicht das schlimmste!

Das “+” in HD+ steht nicht für eine bessere Auflösung oder höhere Bandbreite oder sonstige Verbesserungen des Bildes oder Tons. Das “+” steht eigentlich für CI+ (oder CI Plus). CI steht für “Common Interface” und ist die Hardware, die in einem Sat-Receiver eingebaut ist, welche, zusammen mit der Smartcard (z.B. die ORF-Smartcard, wohl in der Hälfte der Österreichischen Haushalte im Einsatz) dafür sorgt, damit das verschlüsselte Signal auf dem Fernseher richtig angezeigt wird.

CI+ erweitert die Möglichkeiten um die oben schon als Horrorszenario angeführten Fähigkeiten (Quelle: Wikipedia, entspricht den offiziellen Spezifikationen), nämlich:

  • die Aufnahme einer Sendung gänzlich unterbinden.
  • die Wiedergabe von TV-Aufnahmen zeitlich begrenzen (zwischen sechs Stunden und 61 Tagen).
  • zeitversetztes Fernsehen gänzlich unterbinden oder begrenzen (zum Beispiel nur bis 90 Minuten nach Sendungsende).
  • TV-Aufnahmen an das jeweilige Gerät binden, die dann nicht von anderen Geräten wiedergegeben werden können
  • das Vorspulen (z. B. bei Werbung) gänzlich unterbinden. ProSieben, Sat.1 und RTL haben dies bereits angekündigt.

Mit anderen Worten: Die Privatsender wollen bestimmen, was die SeherInnen mit ihren, bereits durch Werbung finanzierten, aufgenommenen Sendungen machen dürfen!

Ein weiterer, wirklich “brutaler” Punkt ist, dass die Betreiber der Plattform die Möglichkeit haben, gezielt einzelne Sat-Receiver “auszuschalten”, um “das umgehen des Kopierschutzes zu verhindern”. Ein so “ausgeschalteter” Receiver muss dann zur kostenpflichtigen Reparatur geschickt werden!

Um all dies umzusetzen muss jede(r), der/die HD+ empfangen will, einen neuen Sat-Receiver kaufen, da die bestehenden Geräte dies natürlich nicht unterstützen. In Österreich soll das ganze erst 2010 vermarktet werden.

Für mich stellt HD+ einen Wolf im Schafpelz dar, der überhaupt nicht meinem Verständnis vom Umgang mit Informationen entspricht und eine Idee verwirklichen will, die mich an die Musikindustrie vor 10 Jahren erinnert, die Folgen sind bekannt. Wenn sich TV-Sender so ihre Zukunft vorstellen können sie sich gleich ihr eigenes Grab schaufeln.

Deswegen schließe ich mich den bereits zahlreichen Aufrufen zum Boykott von HD+ an!

Dieses Konzept ist zum Scheitern verurteilt!


Mein Galileoscope!

Zukunft, Dienstag 21 Juli 2009 13:22

Da ja heuer das Jahr der Astronomie ist, haben sich Astronomen, Optiker und Lehrer zusammengetan und ein billiges, aber doch sinnvolles Teleskop entwickelt, kein klumpert eben. Das Ergebnis ist ein sehr einfaches, aber doch gutes Fernrohr mit bis zu 50-facher Vergrößerung zum sensationellen Preis von $15 und hört auf den Namen Galileoscope!

Dem konnte ich natürlich nicht widerstehen (unterstütze doch seit Jahrzehnten z.B.  SETI@Home), habe es schon im März bestellt und seit 10. Juli wird es ausgeliefert, meines kam gestern mit der Post:

Die Verpackung

Das ganze Teleskop ist ein intelligenter “Plastikbomber”, hier die Einzelteile vor dem Zusammenbau:

Alle Einzelteile des Galileoscope

Der Zusammenbau gestaltet sich sehr einfach, hat 15 Minuten oder so gedauert.

Das fertige Fernrohr hat wechselbare Objektive um, durch aufstecken andere “Eyepieces”, 18-, 25- oder 50-fache Vergrößerung verwenden zu können:

Das fertige Teleskop

Tagsüber ist es natürlich etwas schwer Sterne zu sehen :) , aber mir ist es sogar gelungen mit dem iPhone Fotos zu machen, hier zum Beispiel eine Sat-Schüssel bei 50-facher Vergrößerung:

50-fache Vergrößerung

Wie viel ist 50-fach? Ganz einfach, so schaut die Sat-Schüssel aus wenn ich sie mit meinem iPhone, vom gleichen Standpunkt, ohne Teleskop fotografiere, ich hab sie sicherheitshalber markiert:

Ansicht ohne Teleskop

Alles in allem ein super Teil, für $15 auch extrem günstig und für Kinder Empfehlenswert!

Wenn man gleich mehrere kauft (für Schulen gibt es noch Discounts und auch jede Menge Schulungsunterlagen Online) dann wird das Shipping auch günstiger!

Hier gehts zur Homepage des Galileoscope!

CERN, die Krise und Österreich

Politik undZukunft, Mittwoch 13 Mai 2009 13:09

Ok, wir haben eine Krise. Viele Länder, z.B. die USA und Deutschland, investieren, um die Krise zu “bekämpfen”:

In der Krise sei Forschung kein Luxus, sondern “essenzieller für unseren Wohlstand als je zuvor”, so Obama.

Und was macht Österreich?

Österreich investiert in ÖBB-Tunnel, in die Baufirmen, aber nicht in die Forschung. Sogar das Gegenteil passiert, aus Kostengründen wird die CERN-Mitgliedschaft aufgekündigt. Zur Erinnerung, das ist dessen derzeitig größtes Projekt:


Auch das World Wide Web wurde in CERN erfunden.

Aber Österreich hat das nicht nötig befindet die Politik, Österreich hat zwar jetzt Jahrzehnte lang da mitgearbeitet und kaum wird es wirklich spannend ziehen wir uns zurück.

Ritchie hat es auch sehr schön zusammengefasst:

Die CERN-Beteiligung kostet jeden Österreich €2 pro Jahr, anders ausgedrückt beträgt die Gesamtsumme 16 Millionen Euro. Das sind 0,47 Prozent des Wissenschaftsministeriums-Budgets, welches 2009 gegenüber 2008 um 15% erhöht wurde. Dem gegenüber stehen im Zeitraum 1994-2007 CERN-Aufträge an die österreichische Industrie im Wert von 73 Millionen Euro.

Dazu fallen mir noch zwei Sachen ein:

1. Im Online-Standard gab es dazu ein sehr guten User-Kommentar (finde ihn nicht mehr, ist einer der 2377 Kommentare bei diesem Artikel, deswegen nicht ganz 100% richtig zitiert):

Das LHC funktioniert doch! Es hat ein Schwarzes Loch in das Gehirn des Wissenschaftsminister gebrannt!

2. Jetzt wird es leider nie solche Stars aus Österreich geben wie in diesem Werbespot:


Schade, sehr, sehr schade!

Deswegen diese Online-Petition unterschreiben und sich an der Online-Demo beteiligen!

Fotos der Postsparkasse 1906-1973

Zukunft, Dienstag 10 März 2009 17:57

Da ich aufgrund einer andere, sehr, sehr spannenden Geschichte (dazu ein anderes Mal mehr!) heute das Archiv meines vor über 30 Jahren verstorbenen Vater durchstöbert habe (über 50 Bananen-Kartons, seit ende der 70er nicht angerührt), wurde ich auf Fotos der von Otto Wagner geplanten und 1906 in Wien eröffneten Postsparkasse aufmerksam.

Diese Fotos finde ich insofern interessant da logischer Weise die sehr alten Fotos “sehr alt” sind, aber die Fotos aus den 50er, 60er und 70er eigentlich genauso alt wirken, da es ja damals z. B. noch keinen Computer gab.

Hier mal die “sehr alten”, 1906-1928, der Bilduntertitel ist der Text der auf der Rückseite der Fotos steht:

Kassensaal der Postsparkasse 1906Büroraum um 1910
Hauptkasse um 1910Kassensaal der Postsparkasse 1928

Vor allem die Arbeitssituation ist interessant!

Jetzt zu den Fotos 1955-1973, wenn man es genau betrachtet ist da die Arbeitssituation nicht viel besser, bei einem einzigem Foto steht der Fotograf dabei:

Büroraum im Postsparkassengebäude um 1955Toto-Wettscheinabgabe 1955, heutiges Scheckbüro (?)ehemaliges Scheckbüro
Büroraum im Postsparkassengebäude um 1960Haptkasse um 1970Kassensaal der Österreichischen Postsparkasse vor der Renovierung (März 1973)
Vom Bundesdenkmalamt genehmigter Schalter (wohl auch 1973)

Da merkt man erst wie viel sich in den letzten 35 Jahren geändert hat! Alleine das “Scheckbüro” und die “Hauptkasse” zeigen ein komplett anderes Bild von einer Bank als man es heutzutage gewohnt ist.

Anfang der 70er wurde die Postsparkasse groß renoviert (dazu gibt es auch noch genügend Zeitungsartikel im Archiv meines Vaters da es viele Diskussionen gab wie weit man sich an das Original halten soll) und in diesem Zusammenhang sind wohl auch diese Fotos bei meinem Vater gelandet.

Die Postsparkasse wurde 2003-2005 wieder renoviert und ist auf jeden Fall sehenswert, mehr Infos dazu gibt es hier (mit Panoramabild).

Videos, Standbilder und die Qualität

Zukunft, Dienstag 27 Januar 2009 09:35

Das finde ich ein sehr interessantes Projekt für ein altes Problem: Videos mit Consumer-Digitalkameras zu machen ist zwar nett, nur ist die Auflösung bei weitem nicht so gut wie bei Standbildern mit der selben Kamera. Zukünftige Moderne Digitalkameras schaffen es aber während der Videoaufnahme in regelmäßigen Abständen ein hoch auflösendes Foto zu machen.

Darum die Frage: kann man diese Fotos verwenden um die Qualität des Videos zu verbessern?

Ja! Lautet die Antwort eine Teams des “Graphics And Image Laboratory” (GRAIL) an der University of Washington.

Das Projektteam hat ein Video veröffentlicht das ihre Ergebnisse eindrucksvoll zeigt:


Spannend, denke auch das damit einfach höchst auflösende Videos möglich sind, damit meine ich jetzt nicht HDTV sondern eher 4k . Auch sind die Slowmotion-Möglichkeiten faszinierend!

Oder aber die Berechnung in Echtzeit, würde z. B. die Datenmenge weiter verringern, was dann wohl eine Weiterentwicklung von derzeitigen Komprimierungsalgorithmen wäre.

Mehr Infos gibt es auf der Projektseite des Teams.

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Who’s Newton?

Zukunft, Dienstag 6 Mai 2008 07:47

Wunderbares Video aus dem Jahr 1989, vor allem die technischen Daten sind Super:


IBM XT, 720 KB Floppy  und ein 1200 Baud Modem :)

Außerdem war Design damals schon wichtig, es gab (angeblich) Newton in verschiedenen Farben :)

Und nicht den Song am Ende des Videos vergessen! :)

Gefunden bei Paleo-Future.

Kriegerdenkmäler und der Umgang mit Geschichte

Zukunft, Sonntag 27 April 2008 20:45

Heute wieder einmal mit dem Fahrrad durch den Wiener Zentralfriedhof gefahren. dort gibt es die “Gruppe 91″ für die Opfer des ersten Weltkrieges.

Ganz hinten auf diesem Platz gibt es einen Stein auf dem die Namen von 1865 nicht Österreichischen Soldaten stehen die in Österreich gefallen sind und am Zentralfriedhof beerdigt sind:

Denkmal am Zentralfriedhof Inschrift

Die Vorderseite sieht ja renoviert aus, die Schrift ist nachgezogen, etc.

Wenn man aber anfängt die Anzahl der Toten zusammen zu zählen kommt man aber nur auf 583 Namen, wo stehen die restlichen 1282?

Nun ja, dazu muss man auf die Rückseite des Denkmal schauen, genau, in den schmalen Raum zwischen Gebüsch und Denkmal gehen, da stehts:

Rückseite des DenkmalsPlatz hinter dem Denkmal

Da stehen die 1282 Namen der gefallenen Russen! Komisch, wieso ist diese Tafel nicht renoviert worden? Anscheinend wird diese Tafel noch besucht, da Kerzen davor stehen.

Und warum ist die Rückseite so versteckt? Ist mir schon vor ein paar Jahren einmal aufgefallen, da war aber noch eine Baustelle rundherum, jetzt sind da nur Bäume und Gestrüpp…

Schade eigentlich, zuerst im Krieg gefallen, dann auf die Hinterseite eines Denkmal verbannt, nah am Gebüsch und dann nicht mal renoviert, obwohl einer der größten Gräbergruppen am ganzen Friedhof.

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