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Archiv des Tags ‘Computer’

Windows 7: It simply works!

Internet, Computer, Montag 15 Juni 2009 09:31

Jetzt, nachdem ich mit meinen Netbook und Windows 7 (siehe auch hier) ein Barcamp überstanden habe kann ich ein Kompliment aussprechen das zwar nach wenig klingt aber gerade für einen Windows-Rechner wohl ungewohnt ist:

It simply works!

Mir ist Windows 7 bis jetzt kein einziges Mal abgestürzt, selbst auf dem Netbook ist es mit Outlook offen (IMAP-Account mit 4+GB Daten), Twitter-Client, Firefox, usw. sehr flüssig bedienbar und schnell.

Probleme hatte ich ein paar Mal beim “wiedererwecken” aus dem Ruhezustand, da war das Speicherabbild plötzlich fehlerhaft. Dass kann aber auch am Compaq Mini 701 liegen, der zwar recht nett aussieht, nur leider hat HP hier ein paar wirklich schwere Fehler gemacht (z.B. kein VGA-Ausgang!) und ein wenig enttäuscht war ich bei der Installation eines Gerätetreibers einer nicht automatisch erkannten Hardware, die Dialoge sind gleich schlecht und umständlich wie bei Windows XP.

Ansonsten ist wirklich alles dort wo es ist oder wo man es vermutet. Ich liebe die neue Taskleiste, funktional ohne Ende und weniger Schnickschnack als das Dock am Mac.

Auch fühlt sich das Interface viel schneller an und Programme starten (gefühlt) schneller, liegt vielleicht daran das Windows 7 mehr Priorität auf das Interface legt, unter XP war es wohl andersrum.

Verbindungen zu WLANs sind jetzt wirklich einfach, hier war ich immer umständliche und schlechte Programme der WLAN-Chip-Hersteller gewohnt, da konnte ich letzte Woche schon Apple-User beeindrucken :)

Eine Frage bleibt: Ob Steve Ballmer (oder ein Double) diesmal wieder als Werber auftritt wie in diesem Clip vor über 20 Jahren?


Vernissage: “Games Don’t Kill”

Games, Donnerstag 11 Juni 2009 12:16

Am Montag, den 15. Juni um 19:00, ist die Vernissage der Ausstellung “Games Don’t Kill” im Raum D / Quartier 21 im Museumsquartier.

Flickr-Gruppe Games don't kill

Gezeigt werden viele der in der Flickr-Gruppe gesammelten Werke, auch meine Variante.

Damit wird die Aktion, die von Jana und Harald kurz nach dem tragischen Amoklauf in Winnenden gestartet wurde, mit einer Ausstellung weitergeführt.

Zur Vernissage wird Dr. Konstantin Mitgutsch vom Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Wien eine kurze Einführung in das Thema Gewalt und Videospiele geben. Anschließend kann jeder mitdiskutieren!

Die Ausstellung selber ist dann von  18. bis 23. Juni, täglich 10 bis 20 Uhr im Transforming Freedom Raum / Quartier 21  und am 26. und 27. Juni von 13 bis ca. 20 Uhr bei den ESL Pro Series Finals in der Bank Austria Halle (Gasometer, Guglgasse 11, 1110 Wien) zu sehen.

Vortrag: “Twitter auswerten und analysieren”

Web2.0, Mittwoch 3 Juni 2009 15:25

Am vergangenen Freitag durfte ich gemeinsam mit Meral von Digitalks im Rahmen des Expertenforum (das sehr gut besucht war!) über Twitter sprechen.

Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist, hier die dazugehörige Prezi mit einigen Beispielen, die vielleicht noch nicht jeder kennt:

Das auf dem Foto bin ich mit meinem ersten Computer, so um 1980 :)

War eine sehr interessante Veranstaltung mit spannenden Diskussionen!

Windows 7 im Test

Internet, Computer, Samstag 30 Mai 2009 09:59

Microsoft Österreich hat BloggerInnen (Meral, Michael, Helge) eingeladen, Windows 7 (RC 1) für zwei Monate auf einem Netbook von Compaq zu testen (nein, wir dürfen das Netbook nachher nicht behalten!) .

Um die Evolution von Windows ein bisschen nachvollziehen zu können hier ein Video dass die Startup-Sounds und Screenshots fast aller Windows-Versionen (Windows 7 fehlt noch) zeigt:


Ich hatte mich mit der ersten Beta von Windows 7 schon herumgespielt und war positiv überrascht.

Nach dem Auspacken und Einschalten des Netbooks hatte ich ein Problem das ich immer bei Notebooks habe: Ich mag es nicht wenn durch tippen auf das Touchpad die linke Maustaste simuliert wird (Ausnahme sind die neuen Notebooks von Apple, da hat man aber ein auch mechanisches Feedback). Deswegen habe ich mich gleich auf die Suche nach dem entsprechenden Treiber, um dieses “tippen” abschalten zu können, gemacht.

Diese Suche wurde etwas komplizierter, da es von Synaptics noch keine Windows 7 Driver gibt und der Vista-Driver, der eigentlich funktionieren sollte, das Betriebssystem nicht erkennt und die Installation verweigert. Zum Glück habe ich im Windowsblog (ehemaliger Vistablog, dreimal darf geraten werden wieso diese Namensänderung :) ) einen Kommentar dazu gefunden, der das Problem löste.

Windows 7 läuft auf dem Netbook wirklich erstaunlich schnell, da ist mein knapp drei Jahre alter “Normal”-Laptop fast langsamer (Ok, der hat dafür eine Full-HD Auflösung :) ), vielleicht liegt es aber auch daran das ich meinen “Normal”-Laptop noch nie neu aufgesetzt habe :) .

Ich konnte ja nie viel mit Vista anfangen, hat mir nicht gefallen und war mir immer zu langsam. Auch bin ich in Sachen Oberfläche immer sehr altmodisch, wenn ich irgendwo Windows XP installiert habe, ist meine erste Tätigkeit das Design auf das “klassische” Windows 2000 Design zu ändern, mit dem bunten Aussehen kann ich nichts anfangen.

Bei Windows 7 ist das anders. Ich habe bis jetzt auf dem Netbook das Design noch nicht zurückgesetzt, habe sogar zum ersten mal ein Bildschirmfoto als Hintergrundbild, hatte ich noch nie :) . Hier ergänzt sich für mich  zum ersten Mal seit langem bei Windows  wieder Design und Funktion.

Es sind diese Kleinigkeiten, die beim arbeiten mit Windows 7 Spaß machen, hier nur ein weiters Beispiel:  So liebe ich es wenn neben dem Start-Button (Apropos, wer kennt diesen Comic dazu?) Outlook in der Taskleiste ist. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich  Programme, die ich brauche, extra schließe und wieder öffne nur damit Outlook ganz links ist :) .

Mit Windows 7 ist es endlich möglich, ähnlich wie beim Mac, Programme in der Taskleiste zu verschieben und auch Verknüpfungen in die Taskleiste ziehen, wobei ich die programmabhängigen Menüs, die man sieht wenn man über ein laufendes Programm in der Taskleiste fährt, am Mac vermisse.

Ich bin ja gespannt wie ich in den kommenden zwei Monaten mit Windows 7 zurecht kommen werde, bis jetzt habe ich einen sehr positiven Eindruck!

Gastbeitrag: Argumentarium “Netzsperren gegen Kinderpornographie?”

Internet, Computer und Politik, Montag 18 Mai 2009 15:29

Gastbeitrag von Michael Eisenriegler.

1. Gegen wen richten sich Netzsperren gegen Kinderpornographie?
Es ist schon jetzt so, daß “echtes” kinderpornographisches Material im Netz nur dann zu finden ist, wenn man genau weiß, wo man suchen muß. Ein versehentliches Anklicken, auch über legale Pornoseiten, kommt praktisch nie vor, da sich die legale Pornoindustrie aus ihrem ureigensten Interesse sehr streng von der Kinderporno-Szene abgrenzt. Netzsperren richten sich also nur gegen Leute, die bewußt auf der Suche nach Kinderpornos sind. Selbst wenn aber “Neugierige” dadurch am Ansehen solchen Materials gehindert würden, wäre das für die Verhinderung von Kindesmißbrauch irrelevant, da solche Personen ja nicht dafür zahlen würden.

2. Sind Netzsperren effizient?
Netzsperren sind in jeder Form einfach zu umgehen, zum Beispiel durch die Nutzung anderer Nameserver, offener Proxyserver oder durch frei verfügbare Anonymisierungsdienste. Anleitungen dazu sind im Netz leicht zu finden, die Installation einer solchen Umgehungsstrategie dauert nur wenige Minuten. Es ist davon auszugehen, daß jemand, der am Konsum von kinderpornographischem Material wirklich interessiert ist, auch in der Lage ist, solche Modifikationen an seinem Internetzugang vorzunehmen.

3. Was sind die Nebeneffekte von Netzsperren?
Durch die verpflichtende Einführung von Netzsperren werden Provider gezwungen, das Internet in “gute” und “böse” Seiten zu unterteilen. Durch die dazu notwendige Infrastruktur ergibt es sich praktisch zwangsläufig, daß bei den Providern auch Daten anfallen, wer “böse” Seiten anzusurfen versucht. Auch wenn diese Daten zunächst nicht mitgespeichert oder nicht herausgegeben werden, so wäre es in einem nächsten Schritt ein Leichtes, die Provider rechtlich zur Herausgabe der Userdaten zu zwingen (z.B. um Kinderporno-Konsumenten strafrechtlich zu belangen). Es benötigt nicht sehr viel Phantasie sich vorzustellen, welche demokratiepolitischen Konsequenzen daraus fast zwangsläufig entstehen, denn durch diese Art von Infrastruktur kann auch jede andere Art von Userverhalten aufgezeichnet und ausgewertet werden.

4. Was hat die Musikindustrie damit zu tun?
Die Musikindustrie hat großes Interesse an der Verfolgung von Kinderpornokonsumenten. Sobald die Infrastruktur bei den Providern funktioniert ist es absehbar, daß sie massives Lobbying betreiben wird, damit auch Filesharing-Seiten darüber blockiert werden. Der deutsche Universitätsprofessor Dr. Thomas Hoeren vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster sagt dazu in einem Interview:

Ich habe den Eindruck, dass die Familienministerin nicht weiß, wessen Interessen sie tatsächlich Rechnung trägt. Für die Musikindustrie, die seit Jahren die Nutzer von Privatkopien kriminalisieren möchte, ist das, was jetzt im Jugendschutz geschieht, das Beste, was passieren kann. Damit lässt sich die Ministerin letztlich auch instrumentalisieren.

Dieser Zusammenhang wird von der Musikindustrie auch selbst hergestellt:

Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, hakte sich sogleich bei der Ministerin ein: ‘Der Vorstoß der Familienministerin zum Verbot von Kinderpornografie im Internet ist ein richtiges Signal. Es geht um gesellschaftlich gewünschte Regulierung im Internet, dazu gehört auch der Schutz des geistigen Eigentums.

5. Welche weiteren demokratiepolitischen Konsequenzen sind absehbar?
Nachdem sich relativ bald nach Einführung der Netzsperren herausstellen wird, daß diese größtenteils nutzlos sind, wäre es logisch im nächsten Schritt zu versuchen, die oben geschilderten Umgehungsstrategien gesetzlich zu verbieten. Dadurch würde dann jeder Internet-User, der aus irgendwelchen – völlig legitimen – Gründen gerne anonym im Netz surfen will, zwangsweise kriminalisiert, was letztendlich zu einer massiven Einschränkung der Grundrechte auf Informations- und Meinungsfreiheit sowie des Schutzes der Privatsphäre führen würde. Andersrum ausgedrückt: Die Benutzung des Internets wäre nur noch möglich, wenn man dabei in Kauf nimmt, daß der eigene Provider, der Staat und auch die Eigentümer der besuchten Websiten wissen oder zumindest leicht feststellen können, was sich jemand wann angesehen hat.

6. Was kann man wirklich gegen Kinderpornographie tun?
So wie bei jedem Verbrechen besteht die sinnvollste Möglichkeit zur Verfolgung darin, die Verbrecher zu belangen, wie dies ja schon seit Jahren auf Basis internationaler Zusammenarbeit zwischen Behörden, Internet-Providern und Kinderschutzorganisationen durchaus erfolgreich geschieht (siehe z.B. http://www.stopline.at/, https://www.inhope.org/).
Darüber hinaus kann der Effekt der Netzsperren mit geringerem Aufwand auch dadurch erreicht werden, daß die Provider, die das Material hosten, einfach darauf aufmerksam gemacht und gebeten werden, dieses zu entfernen. Andrea Mayer-Edoloeyi schreibt dazu etwa in der facebook-Gruppe “Gegen Internetsperren in Österreich!“:

Was sind die Alternativen, um Kinderpornos zu bekämpfen? Eine dt. Kinderrechsorganisation hat 1 Tag Arbeit investiert und Mail an 20 Provider geschrieben, die auf der dänischen Sperrliste standen. Dadurch waren 16 Kinderporno-Seiten weg. Ein Weg, nicht der einzige, aber zielführender als Internetsperren.

(Quelle)

7. Fazit
Netzsperren sind gegen die Verbreitung und insbesondere gegen die Produktion von Kinderpornographie größtenteils unwirksam. Es profitiert davon in weiterer Folge allenfalls die Musikindustrie, die demokratie- und gesellschaftspolitischen Folgen sind dagegen unabsehbar.

Dieser Artikel wurde von Michael Eisenriegler der Public Domain zur Verfügung gestellt. Jeder möge damit tun, was er oder sie für richtig hält. Hoffentlich nützt es etwas…

Die Grünen, der Banner und das “böse” Internet

Politik, Sonntag 10 Mai 2009 17:42

Ich habe ja diesen Bannergenerator (siehe auch hier) gebaut damit sich jede(r) seinen eigenen Banner machen kann um auszudrücken warum er/sie Grüne VorwählerIn werden will. Wie bei jedem Webserver werden natürlich die Aufrufe des Generators mitgeloggt.

Am Freitag, den 8. Mai, zwischen 16:24 und 16:46, wurden folgende Texte von immer der selben IP-Adresse in den Generator eingegeben:

Ich bin Vorwählerin, weil ich an Märchen und Heilsversprechungen glaube
Ich bin Vorwählerin, weil ich die linken Fundis bei den Grünen loswerden möchte
Ich bin Vorwähler, weil ich den ganzen tag vorm Internet sitze und keine Freunde habe
Ich bin Vorwähler, weil ich von der ÖVP dafür bezahlt werde
Ich bin Vorwähler, weil ich glaube, dass Bloggen Politik ersetzen kann
Ich bin Vorwähler, weil mein Papi mir zu wenig Spielzeug gekauft hat
Ich bin Vorwähler, weil ich links scheiße finde
Ich bin Vorwähler, weil ich linke politik nicht mag
Ich bin Vorwähler, weil mir Heide Schmidt keinen Job verschafft hat
Ich bin Vorwähler, weil ich gerne die Arbeit der ÖVP erledige
Ich bin Vorwähler, weil ich die linken Zecken nicht aushalte
Ich bin Vorwähler, weil mir beim wort Feminismus schlecht wird
Ich bin Vorwähler, weil ich Helge so lieb hab
Ich bin Vorwähler, weil ich nix hackeln aber mitreden will
Ich bin Vorwähler, weil ich diw weisheit mit dem löffel gefressen habe
Ich bin Vorwähler, weil ich soooo cooool bin – schließlich hat papi mir ein neues netbbok geschenkt
Ich bin Vorwähler, weil ich in meinem penthouse sitze und mir fad is
Ich bin Vorwähler, weil das solarium heute geschlossen hat
Ich bin Vorwähler, weil ich Linksradikale Politik mag
Ich bin Vorwähler, weil ich mehr Polizei auf der Straße haben will
Ich bin Vorwähler, weil Leistung sich lohnen muss
Ich bin Vorwähler, weil nur wenn es der wirtschaft gut geht, es uns allen gut geht
Ich bin Vorwähler, weil ein freies land auch freie märkte braucht
Ich bin Vorwähler, weil zu viel staat und zu wenig privat
Ich bin Vorwähler, weil Maggy Thatcher mein Vorbild ist
Ich bin Vorwähler, weil ich linke Randalierer wählen möchte
Ich bin Vorwähler, weil Martin Margulies zu links ist
Ich bin Vorwähler, weil ich sogar für die Junge ÖVP schon zu alt bin

Zuerst dachte ich da spielen sich ein paar Kinder, aber nachdem da einige sehr persönliche Sprüche dabei sind, habe ich mir mal die IP-Adresse via Domaintools angeschaut, da ich wissen wollte wem diese gehört:

inetnum: 85.125.XXX.XXX – 85.125.XXX.XXX
netname: Gruene-Die-Gruene-Alternative
descr: Grüne – Die Grüne Alternative Bundesbüro und Landesbüro Wien

Da war ich dann Sprachlos!

PS: Am Dienstag, 12. Mai, ab 20:00 Uhr,  findet der nächste Grüne Vorwahlen Infoabend im Cafe Ritter ( Mariahilfer Straße 73, 1060 Wien) statt.

Games do not kill. Guns do.

Games, Freitag 13 März 2009 14:23

Wunderbare Aktion von Jana und Harald, bitte mitmachen:



Bild machen, auf Flickr stellen und dieser Flickr-Gruppe hinzufügen!

Hier die Slideshow der bisherigen Teilnehmer:

Deutschland hat mit der USK eine der strengsten Kontrollen in Europa beim Verkauf von Computerspielen.

Wenn man Computerspiele verbieten will muss man auch Zeitungen und die Nachrichten verbieten.

Verbote sind keine Lösung, die Probleme liegen wo anders.

EDIT: Wer will bitte diggen!

Fotos der Postsparkasse 1906-1973

Zukunft, Dienstag 10 März 2009 17:57

Da ich aufgrund einer andere, sehr, sehr spannenden Geschichte (dazu ein anderes Mal mehr!) heute das Archiv meines vor über 30 Jahren verstorbenen Vater durchstöbert habe (über 50 Bananen-Kartons, seit ende der 70er nicht angerührt), wurde ich auf Fotos der von Otto Wagner geplanten und 1906 in Wien eröffneten Postsparkasse aufmerksam.

Diese Fotos finde ich insofern interessant da logischer Weise die sehr alten Fotos “sehr alt” sind, aber die Fotos aus den 50er, 60er und 70er eigentlich genauso alt wirken, da es ja damals z. B. noch keinen Computer gab.

Hier mal die “sehr alten”, 1906-1928, der Bilduntertitel ist der Text der auf der Rückseite der Fotos steht:

Kassensaal der Postsparkasse 1906Büroraum um 1910
Hauptkasse um 1910Kassensaal der Postsparkasse 1928

Vor allem die Arbeitssituation ist interessant!

Jetzt zu den Fotos 1955-1973, wenn man es genau betrachtet ist da die Arbeitssituation nicht viel besser, bei einem einzigem Foto steht der Fotograf dabei:

Büroraum im Postsparkassengebäude um 1955Toto-Wettscheinabgabe 1955, heutiges Scheckbüro (?)ehemaliges Scheckbüro
Büroraum im Postsparkassengebäude um 1960Haptkasse um 1970Kassensaal der Österreichischen Postsparkasse vor der Renovierung (März 1973)
Vom Bundesdenkmalamt genehmigter Schalter (wohl auch 1973)

Da merkt man erst wie viel sich in den letzten 35 Jahren geändert hat! Alleine das “Scheckbüro” und die “Hauptkasse” zeigen ein komplett anderes Bild von einer Bank als man es heutzutage gewohnt ist.

Anfang der 70er wurde die Postsparkasse groß renoviert (dazu gibt es auch noch genügend Zeitungsartikel im Archiv meines Vaters da es viele Diskussionen gab wie weit man sich an das Original halten soll) und in diesem Zusammenhang sind wohl auch diese Fotos bei meinem Vater gelandet.

Die Postsparkasse wurde 2003-2005 wieder renoviert und ist auf jeden Fall sehenswert, mehr Infos dazu gibt es hier (mit Panoramabild).

Kettenanimation (1993)

Kunst, Design, Mittwoch 3 Dezember 2008 08:06

1993 organisierte Christine Meierhofer mit der Unterstützung von HILUS ein Projekt an dem 45 MedienkünstlerInnen teilnahmen. Die Idee war recht simpel: Jede(r) macht eine Computeranimation und gibt das letzte Bild dieser Animation an den/die nächste(n) in der Kette weiter.

Herausgekommen ist ein 21 minütiges Video:

Fast alle Animationen sind auf Amigas gemacht worden, war damals “State of the Art”.

Hier noch die Liste der TeilnehmerInnen (in der Reihenfolge des “Auftretens”), ist interessant zu sehen wer 15 Jahre später immer noch im Kunstbetrieb ist, ich habe versucht Homepages zu finden:

Herwig Turk, Lukas Kircher, Martina Chmelarz, Enrique Garcia Roldan, Martin Kusch, Arye Wachsmuth, Leo Larcher, Tristan Thönnissen, Max Kossatz, Boris Ban, Christoph Nebel, Jose Iranto, Tuncay Boztepe, Gundi Berghold, Patrick Maun, Eduard Mang, rich.art.92, Martin Koch, Violet Suk, Hannes Maier, Christine Meierhofer, Rembert Rayon, Jan Lauth, Christine Gloggengiesser, Silvia Eckermann, Matthias Fuchs, Martin Motycka, Erwin Meisel, Muki Pakesch, Helmut Mark, Markus Lang, Kurt Lang, Lydia Linder, Kurt Hentschläger, Zelko Wiener, Ruth Schnell, Wolfgang Neipl, Rosa von Suess, Ulf Langheinrich, Konrad Becker, Martyn Berger, Kunstlabor Franz Xaver, You never know, Leo Schatzl, Simon Wachsmuth, Matta Wagnest

Die Liste der gefundenene Webseiten ist sicher nicht vollständig.

War damals auf jeden Fall ein sehr tolles Projekt!

Der ORF, Herr Lorenz und das böse Internet

Fernsehen und Internet, Computer, Mittwoch 12 November 2008 14:44

Am Freitag, 7. November, gab es in Graz beim Elevate-Festival ein “ORF-Dialogforum” zum Thema:

Welche Formate und welche Strategien bringen öffentlich-rechtlichen Mehrwert für junge Menschen im Angesicht der Commons-Diskussion und des Wandels zur Wissensgesellschaft?

Eingeladen war dazu auch Prof. Wolfgang Lorenz, Programmdirektor des ORF. In dieser Diskussion polterte er lautstark über das Internet (Original-Zitat: “Scheiß Internet”) und forderte die Jugendlichen auf sich nicht im Internet zu verkrümeln.

In einer Stellungsnahme am Montag wurde diese Aussage relativiert und (wie immer) behauptet das sie aus dem Zusammenhang gerissen ist,bla bla bla…

Ich war zwar (leider) nicht anwesend aber es gibt genug Leute die darüber berichtet haben (und hoffentlich noch viele mehr).

Deswegen gibt es jetzt die Initiative “Scheiß Internet” um Herrn Lorenz mal zu zeigen was das Internet ist. Vielleicht versteht er ja dann warum der ORF mit seinem Programm immer mehr ZuseherInnen verliert, hier zur Erinnerung eine kleine Übersicht:

Den ORF rettet ein bisschen die Alterstruktur in Österreich, denn ihm “stirbt” die Jugend komplett weg. Die ZIB2 um 22:00 hat zwar rund 400-500.000 ZuseherInnen täglich (was aber auch nur 22% der ÖsterreicherInnen sind die um diese Uhrzeit fern sehen und nur 7% (!) aller ÖsterreicherInnen entspricht) nur ist der Altersdurchschnitt knapp über 60 Jahre! Da schaut (fast) keiner unter 20 zu…

Ok, Nachrichten sind nicht das Fachgebiet von Herrn Lorenz, wenden wir uns der “Unterhaltung” zu, die Herr Lorenz ja großartig umgebaut hat. Hier eine Auflistung der Sendungen die zum Erfolg beitragen sollten:

  • Mitten im Achten (eingestellt)
  • Wie bitte? (nur mehr 1x die Woche um Mitternacht)
  • Szene (kann sich daran noch jemand erinnern)
  • Extrazimmer (einer der schlechtesten Sendungen EVER)
  • Liebe Familie (eingestellt)
  • Julia (eingestellt)
  • lebens.art (jetzt Kulturmontag)
  • 1 gegen 100 (gibt’s das noch?)

Da bleibt nicht viel über, auch “Anna und die Liebe” wird es wohl nicht mehr lange geben.

Ganz zu schweigen vom zugekauften Programm auf ORF1. Wenn ich vor 10-15 Jahren den Fernseher eingeschaltet habe gab es folgende Serien auf ORF1:

  • Bezaubernde Jeannie
  • Baywatch
  • Eine schrecklich nette Familie
  • Simpson

Wenn ich heute den Fernseher aufdrehe, sehe ich folgendes auf ORF1:

  • Bezaubernde Jeannie
  • Baywatch
  • Eine schrecklich nette Familie
  • Simpson

Irgendwie ist ORF1 schauen wie eine Zeitmaschine.

Ich will gar nicht von so öffentlich rechtlichen Sendungen wie “Starmania” (weiß irgend jemand noch wer die 2. Staffel gewonnen hat?) diese Musical-Show deren Namen mir bereits entfallen ist, usw. reden.

Auch die Behauptung das Fernsehen setzt die Themen, ist das “Leitmedium”, stimmt so wohl nicht mehr. Wenn sich etwas mehr 100.000 ÖsterreicherInnen täglich eine alte Simpson-Folge anschauen ist das weder ein “Massenmedium” noch ein “Leitmedium”. Auch schauen sich grad mal 16-18% der ÖsterreicherInnen die ZIB1 an, da lesen täglich 3x so viele ÖsterreicherInnen die Kronenzeitung (zugegeben nicht direkt vergleichbar, aber es reicht um einen Eindruck zu bekommen).

Laut Studien informieren sich knapp 50% der Menschen im Internet über das Weltgeschehen, Serien werden massiv im Internet angeschaut und, und, und.

Nur der ORF verschläft dass ganz.

Ok, da kommt jetzt sicher wieder die Ausrede wegen dem Rundfunkgesetz, bla bla bla. Ja und? Andere schaffen das auch (z. B. ARTE und das mit nur 0,9% Marktanteil).

DIe Innovativste Neuerung des ORFs der letzten Jahre ist die Einführung eines SUCHFELDES(!) auf dem (gelungenen) Redesign der Futurezone, WOW!

Sich dann aufzuregen das die Jugend sich ins Internet verkrümelt ist mehr als Peinlich!

Auch im ORF ist die Zeit für einen “Change” gekommen!

Aber schnell!

Und ja, ich will einen öffentlich rechtlichen Rundfunk und ich will eine Diskussion darüber!

Und ich frage mich auch warum ein öffentlich rechtlicher Rundfunk gewinnbringend sein muss!

Und ich hoffe das die Aufregung über diese Entgleisung nicht abnimmt bis es im ORF dazu Konsequenzen gibt! Es kann nicht sein das der ORF seine Geldgeber=Steuerzahler beschimpft!

Hier gehts zu “Scheiß Internet”.

Wir wollen mitbestimmen und rufen für die Wiener Wahl 2010 Grüne Vorwahlen aus.