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Archiv des Tags ‘Computer’

A-Tag 09: Rückblick & mein Vortrag

Internet, Computer, Montag 19 Oktober 2009 09:24

Am Freitag fand der A-Tag 09, eine Veranstaltung im Bereich Web Accessibility in Österreich, im Techgate in Wien statt.

Grandios war der Vortrag von Christian Heilmann, Yahoo-Developer, am besten hier auf seinem Blog nachlesen! Tomas Caspers zeigte unter anderem die seiner Meinung hässlichsten Webseiten, z. B. diese und diese. Interessant waren auch die Vorträge über den Relaunch von Linz.at und Wien.info.

Ich hatte die Ehre, da ich in Bezug auf Barrierefreiheit Laie bin, einen Vortrag über “Wie wird Web2.0 unser Leben verändern?” zu halten, hier die entsprechende Prezi dazu:

Hier die Links aus den Folien in chronologischer Reihenfolge:

War ein wirklich sehr spannend Tag und Gratulation an die Veranstalter, im besonderen an Markus, für die tolle Organisation!

Ars Electronica: Cloud Intelligence Symposium

Internet, Computer, Donnerstag 10 September 2009 15:39

Letzten Samstag fand im Rahmen der Ars Electronica das Cloud Intelligence Symposium statt (siehe auch hier).

Schon der erste Vortrag von David Sasaki brachte einige Beispiele aus der “Entstehungsgeschichte” des Cloud Computing, so z.B. die Ideen von Paul Otlet, der bereits 1934 sich eine Art Internet ausdachte:


Sasaki zeige auch dieses, manchen schon bekannte aber immer noch tolle, Werbevideo für dieses Buch:


Sasakis Vortrag kann man als Videostream, auf slideshare oder im Blog nachschauen/nachlesen.

Sehr spannend war der Vortrag von Ethan Zuckermann, den ausgehend von den “Stick-Karten” der Seeleute der Marshall Islands sich mit “der Cloud” und dem Einfluss auf die Globalisierung beschäftigte. Die Langversion des Vortrages ist nachschaubar/nachlesbar und auf slideshare. Er endete mit dem schönen Satz:

“The cloud is not a prediction, it’s a prophecy”

Die sehr interessanten Ausführungen von Evgeny Morozov zum Thema Slacktivism kann man hier nachlesen.

Sehr lustig fand ich den Vortrag von Kristen Taylor, die sich selbst als “Food Pornograhper” bezeichnet. In ihrem sehr amerikanischen und sehr Bobo geprägtem Vortrag ging es unter anderem darum wie “die Cloud” verwendet wird um lokale Nahrungsmittel zu verkaufen bzw. zu “erbeuten”, z.B. mit Hilfe der Webseite http://fallenfruit.org, wo eingetragen wird welche Obstbäume in der Umgebung über den Zaun hängen und somit eine lokale “Nahrungsquelle” darstellen.

Nett finde ich auch den Schnitzeltruck, der über Twitter verkündet wann und wo er in New York seine Schnitzel verkauft, sozusagen Guerillacooking :) Ihr Vortrag ist hier nachlesbar.

Spannend war Andrés Monroy-Hernández Vortrag über Scratch, eine sehr einfache, visuelle Programmiersprache (erinnert irgendwie an Logo), die es Kindern ermöglicht eigene Animationen zu machen und diese dann mit anderen zu teilen, bewerten, etc.

Alles in allem ein gelungenes Symposium mit vielen interessanten Vorträgen und auch die Twitterwall hat, nach Anlaufproblemen, sehr gut funktioniert.

“The Whispered World”: Wenn der Kopierschutz ein Spiel ruiniert

Games undKonsumenten, Donnerstag 3 September 2009 19:59

Seit knapp einer Woche ist “The Whispered World“, ein in Deutschland entwickeltes Point & Click Adventure wie Monkey Island, im Handel. Das Computerspiel erhielt sehr gute Benotungen in verschiedenen Magazinen, Gamestar 86 Punkte, GEE liebt es, usw.

Da ich solche Adventures gerne spiele habe ich mir es gleich gekauft. Die Handlung, die Rätsel und die Grafik sind sehr gut, es würde richtig Spass machen das Spiel zu spielen, wären da nicht ein paar kleinere Probleme:

Bei der Installation des Spieles wird auch der Tages-Kopierschutz installiert, eigentlich kein Problem (hatte ich schon bei anderen Games), um das Spiel zu starten muss nur die DVD im Laufwerk sein. Aber leider nein, sobald ich das Icon aum Desktop auswähle kommt folgende Meldung:

CD

Obwohl die DVD im Laufwerk ist.

Normalerweise geht es dann so ungefähr nach dem 10. bis 15. Versuch.

Das dieses Spiel mit diesem Kopierschutz ausgestattet ist wurde übrigens in den Print-Computerspielmagazinen verschwiegen! EDIT: habe es auf Anregung eines Kommentars nochmals überprüft, im Gamestar steht es im kleingedrucktem dabei, im GEE nicht.

Worüber berichtet wurde ist der zweite Kopierschutz, diese drei Würfel:

Würfel als Kopierschutz

Jedes Mal, wenn  ich es geschafft habe das Spiel zu starten muss ich diese Abfragen über mich ergehen lassen:

Einführung Würfel KopierschutzAuswahl SeitenflächeWieder einmal geschafft, ich irre mich oft da nicht immer klar ersichtlich

Der Text wird von einer sonoren Herrenstimme vorgelesen.

Jetzt wird sicherlich jeder sagen: “Wo ist jetzt das Problem, musst du ja nur einmal beim starten machen!”

Abgesehen von der sonstigen eher schlechten technischen Umsetzung (max. Auflösung 1024×768, 100% CPU-Time für ein 2D-Adventure, sekundenlange Ladezeiten bei Szenenwechsel) gibt es da ein großes Problem:

Das Spiel ist leider so schlecht programmiert das es so ca. alle 20 Minuten abstürzt.

D.h. wieder hoffen das der Kopierschutz die DVD erkennt, wieder die drei Würfel hernehmen, usw.

Da es auch keine Autosave-Funktion gibt (eigentlich Standard heutzutage) muss man andauernd, wie bei einem Egoshooter, F9 drücken um ein Quicksave zu machen. Einmal vergessen und man hat Pech.

Somit wird ein wirklich tolles Spiel durch technische Probleme und zwei(!) Kopierschutz- mechanismen unspielbar. Selbst das offizielle Forum ist voll von Diskussionen dazu. Wobei hier die offizielle Empfehlung ist die € 0,53/Minute-Hotline anzurufen, obwohl auf meinem Rechner alle anderen Games ohne Probleme laufen (alles aktuell), soll ich noch dafür bezahlen damit der Hersteller sein Spiel in den  Griff bekommt?

Wirklich Schade, vor allem wenn es nicht mal 24 Stunden nach dem Verkaufsstart die Raubkopie Online gab, ohne DVD-Kopierschutz und ohne Würfelschutz.

Da fühle ich mich dann, als zahlender Kunde, verarscht!

Windows 7: It simply works!

Internet, Computer, Montag 15 Juni 2009 09:31

Jetzt, nachdem ich mit meinen Netbook und Windows 7 (siehe auch hier) ein Barcamp überstanden habe kann ich ein Kompliment aussprechen das zwar nach wenig klingt aber gerade für einen Windows-Rechner wohl ungewohnt ist:

It simply works!

Mir ist Windows 7 bis jetzt kein einziges Mal abgestürzt, selbst auf dem Netbook ist es mit Outlook offen (IMAP-Account mit 4+GB Daten), Twitter-Client, Firefox, usw. sehr flüssig bedienbar und schnell.

Probleme hatte ich ein paar Mal beim “wiedererwecken” aus dem Ruhezustand, da war das Speicherabbild plötzlich fehlerhaft. Dass kann aber auch am Compaq Mini 701 liegen, der zwar recht nett aussieht, nur leider hat HP hier ein paar wirklich schwere Fehler gemacht (z.B. kein VGA-Ausgang!) und ein wenig enttäuscht war ich bei der Installation eines Gerätetreibers einer nicht automatisch erkannten Hardware, die Dialoge sind gleich schlecht und umständlich wie bei Windows XP.

Ansonsten ist wirklich alles dort wo es ist oder wo man es vermutet. Ich liebe die neue Taskleiste, funktional ohne Ende und weniger Schnickschnack als das Dock am Mac.

Auch fühlt sich das Interface viel schneller an und Programme starten (gefühlt) schneller, liegt vielleicht daran das Windows 7 mehr Priorität auf das Interface legt, unter XP war es wohl andersrum.

Verbindungen zu WLANs sind jetzt wirklich einfach, hier war ich immer umständliche und schlechte Programme der WLAN-Chip-Hersteller gewohnt, da konnte ich letzte Woche schon Apple-User beeindrucken :)

Eine Frage bleibt: Ob Steve Ballmer (oder ein Double) diesmal wieder als Werber auftritt wie in diesem Clip vor über 20 Jahren?


Vernissage: “Games Don’t Kill”

Games, Donnerstag 11 Juni 2009 12:16

Am Montag, den 15. Juni um 19:00, ist die Vernissage der Ausstellung “Games Don’t Kill” im Raum D / Quartier 21 im Museumsquartier.

Flickr-Gruppe Games don't kill

Gezeigt werden viele der in der Flickr-Gruppe gesammelten Werke, auch meine Variante.

Damit wird die Aktion, die von Jana und Harald kurz nach dem tragischen Amoklauf in Winnenden gestartet wurde, mit einer Ausstellung weitergeführt.

Zur Vernissage wird Dr. Konstantin Mitgutsch vom Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Wien eine kurze Einführung in das Thema Gewalt und Videospiele geben. Anschließend kann jeder mitdiskutieren!

Die Ausstellung selber ist dann von  18. bis 23. Juni, täglich 10 bis 20 Uhr im Transforming Freedom Raum / Quartier 21  und am 26. und 27. Juni von 13 bis ca. 20 Uhr bei den ESL Pro Series Finals in der Bank Austria Halle (Gasometer, Guglgasse 11, 1110 Wien) zu sehen.

Vortrag: “Twitter auswerten und analysieren”

Web2.0, Mittwoch 3 Juni 2009 15:25

Am vergangenen Freitag durfte ich gemeinsam mit Meral von Digitalks im Rahmen des Expertenforum (das sehr gut besucht war!) über Twitter sprechen.

Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist, hier die dazugehörige Prezi mit einigen Beispielen, die vielleicht noch nicht jeder kennt:

Das auf dem Foto bin ich mit meinem ersten Computer, so um 1980 :)

War eine sehr interessante Veranstaltung mit spannenden Diskussionen!

Windows 7 im Test

Internet, Computer, Samstag 30 Mai 2009 09:59

Microsoft Österreich hat BloggerInnen (Meral, Michael, Helge) eingeladen, Windows 7 (RC 1) für zwei Monate auf einem Netbook von Compaq zu testen (nein, wir dürfen das Netbook nachher nicht behalten!) .

Um die Evolution von Windows ein bisschen nachvollziehen zu können hier ein Video dass die Startup-Sounds und Screenshots fast aller Windows-Versionen (Windows 7 fehlt noch) zeigt:


Ich hatte mich mit der ersten Beta von Windows 7 schon herumgespielt und war positiv überrascht.

Nach dem Auspacken und Einschalten des Netbooks hatte ich ein Problem das ich immer bei Notebooks habe: Ich mag es nicht wenn durch tippen auf das Touchpad die linke Maustaste simuliert wird (Ausnahme sind die neuen Notebooks von Apple, da hat man aber ein auch mechanisches Feedback). Deswegen habe ich mich gleich auf die Suche nach dem entsprechenden Treiber, um dieses “tippen” abschalten zu können, gemacht.

Diese Suche wurde etwas komplizierter, da es von Synaptics noch keine Windows 7 Driver gibt und der Vista-Driver, der eigentlich funktionieren sollte, das Betriebssystem nicht erkennt und die Installation verweigert. Zum Glück habe ich im Windowsblog (ehemaliger Vistablog, dreimal darf geraten werden wieso diese Namensänderung :) ) einen Kommentar dazu gefunden, der das Problem löste.

Windows 7 läuft auf dem Netbook wirklich erstaunlich schnell, da ist mein knapp drei Jahre alter “Normal”-Laptop fast langsamer (Ok, der hat dafür eine Full-HD Auflösung :) ), vielleicht liegt es aber auch daran das ich meinen “Normal”-Laptop noch nie neu aufgesetzt habe :) .

Ich konnte ja nie viel mit Vista anfangen, hat mir nicht gefallen und war mir immer zu langsam. Auch bin ich in Sachen Oberfläche immer sehr altmodisch, wenn ich irgendwo Windows XP installiert habe, ist meine erste Tätigkeit das Design auf das “klassische” Windows 2000 Design zu ändern, mit dem bunten Aussehen kann ich nichts anfangen.

Bei Windows 7 ist das anders. Ich habe bis jetzt auf dem Netbook das Design noch nicht zurückgesetzt, habe sogar zum ersten mal ein Bildschirmfoto als Hintergrundbild, hatte ich noch nie :) . Hier ergänzt sich für mich  zum ersten Mal seit langem bei Windows  wieder Design und Funktion.

Es sind diese Kleinigkeiten, die beim arbeiten mit Windows 7 Spaß machen, hier nur ein weiters Beispiel:  So liebe ich es wenn neben dem Start-Button (Apropos, wer kennt diesen Comic dazu?) Outlook in der Taskleiste ist. Manchmal ertappe ich mich dabei, dass ich  Programme, die ich brauche, extra schließe und wieder öffne nur damit Outlook ganz links ist :) .

Mit Windows 7 ist es endlich möglich, ähnlich wie beim Mac, Programme in der Taskleiste zu verschieben und auch Verknüpfungen in die Taskleiste ziehen, wobei ich die programmabhängigen Menüs, die man sieht wenn man über ein laufendes Programm in der Taskleiste fährt, am Mac vermisse.

Ich bin ja gespannt wie ich in den kommenden zwei Monaten mit Windows 7 zurecht kommen werde, bis jetzt habe ich einen sehr positiven Eindruck!

Gastbeitrag: Argumentarium “Netzsperren gegen Kinderpornographie?”

Internet, Computer undPolitik, Montag 18 Mai 2009 15:29

Gastbeitrag von Michael Eisenriegler.

1. Gegen wen richten sich Netzsperren gegen Kinderpornographie?
Es ist schon jetzt so, daß “echtes” kinderpornographisches Material im Netz nur dann zu finden ist, wenn man genau weiß, wo man suchen muß. Ein versehentliches Anklicken, auch über legale Pornoseiten, kommt praktisch nie vor, da sich die legale Pornoindustrie aus ihrem ureigensten Interesse sehr streng von der Kinderporno-Szene abgrenzt. Netzsperren richten sich also nur gegen Leute, die bewußt auf der Suche nach Kinderpornos sind. Selbst wenn aber “Neugierige” dadurch am Ansehen solchen Materials gehindert würden, wäre das für die Verhinderung von Kindesmißbrauch irrelevant, da solche Personen ja nicht dafür zahlen würden.

2. Sind Netzsperren effizient?
Netzsperren sind in jeder Form einfach zu umgehen, zum Beispiel durch die Nutzung anderer Nameserver, offener Proxyserver oder durch frei verfügbare Anonymisierungsdienste. Anleitungen dazu sind im Netz leicht zu finden, die Installation einer solchen Umgehungsstrategie dauert nur wenige Minuten. Es ist davon auszugehen, daß jemand, der am Konsum von kinderpornographischem Material wirklich interessiert ist, auch in der Lage ist, solche Modifikationen an seinem Internetzugang vorzunehmen.

3. Was sind die Nebeneffekte von Netzsperren?
Durch die verpflichtende Einführung von Netzsperren werden Provider gezwungen, das Internet in “gute” und “böse” Seiten zu unterteilen. Durch die dazu notwendige Infrastruktur ergibt es sich praktisch zwangsläufig, daß bei den Providern auch Daten anfallen, wer “böse” Seiten anzusurfen versucht. Auch wenn diese Daten zunächst nicht mitgespeichert oder nicht herausgegeben werden, so wäre es in einem nächsten Schritt ein Leichtes, die Provider rechtlich zur Herausgabe der Userdaten zu zwingen (z.B. um Kinderporno-Konsumenten strafrechtlich zu belangen). Es benötigt nicht sehr viel Phantasie sich vorzustellen, welche demokratiepolitischen Konsequenzen daraus fast zwangsläufig entstehen, denn durch diese Art von Infrastruktur kann auch jede andere Art von Userverhalten aufgezeichnet und ausgewertet werden.

4. Was hat die Musikindustrie damit zu tun?
Die Musikindustrie hat großes Interesse an der Verfolgung von Kinderpornokonsumenten. Sobald die Infrastruktur bei den Providern funktioniert ist es absehbar, daß sie massives Lobbying betreiben wird, damit auch Filesharing-Seiten darüber blockiert werden. Der deutsche Universitätsprofessor Dr. Thomas Hoeren vom Institut für Informations-, Telekommunikations- und Medienrecht an der Universität Münster sagt dazu in einem Interview:

Ich habe den Eindruck, dass die Familienministerin nicht weiß, wessen Interessen sie tatsächlich Rechnung trägt. Für die Musikindustrie, die seit Jahren die Nutzer von Privatkopien kriminalisieren möchte, ist das, was jetzt im Jugendschutz geschieht, das Beste, was passieren kann. Damit lässt sich die Ministerin letztlich auch instrumentalisieren.

Dieser Zusammenhang wird von der Musikindustrie auch selbst hergestellt:

Dieter Gorny, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Musikindustrie, hakte sich sogleich bei der Ministerin ein: ‘Der Vorstoß der Familienministerin zum Verbot von Kinderpornografie im Internet ist ein richtiges Signal. Es geht um gesellschaftlich gewünschte Regulierung im Internet, dazu gehört auch der Schutz des geistigen Eigentums.

5. Welche weiteren demokratiepolitischen Konsequenzen sind absehbar?
Nachdem sich relativ bald nach Einführung der Netzsperren herausstellen wird, daß diese größtenteils nutzlos sind, wäre es logisch im nächsten Schritt zu versuchen, die oben geschilderten Umgehungsstrategien gesetzlich zu verbieten. Dadurch würde dann jeder Internet-User, der aus irgendwelchen – völlig legitimen – Gründen gerne anonym im Netz surfen will, zwangsweise kriminalisiert, was letztendlich zu einer massiven Einschränkung der Grundrechte auf Informations- und Meinungsfreiheit sowie des Schutzes der Privatsphäre führen würde. Andersrum ausgedrückt: Die Benutzung des Internets wäre nur noch möglich, wenn man dabei in Kauf nimmt, daß der eigene Provider, der Staat und auch die Eigentümer der besuchten Websiten wissen oder zumindest leicht feststellen können, was sich jemand wann angesehen hat.

6. Was kann man wirklich gegen Kinderpornographie tun?
So wie bei jedem Verbrechen besteht die sinnvollste Möglichkeit zur Verfolgung darin, die Verbrecher zu belangen, wie dies ja schon seit Jahren auf Basis internationaler Zusammenarbeit zwischen Behörden, Internet-Providern und Kinderschutzorganisationen durchaus erfolgreich geschieht (siehe z.B. http://www.stopline.at/, https://www.inhope.org/).
Darüber hinaus kann der Effekt der Netzsperren mit geringerem Aufwand auch dadurch erreicht werden, daß die Provider, die das Material hosten, einfach darauf aufmerksam gemacht und gebeten werden, dieses zu entfernen. Andrea Mayer-Edoloeyi schreibt dazu etwa in der facebook-Gruppe “Gegen Internetsperren in Österreich!“:

Was sind die Alternativen, um Kinderpornos zu bekämpfen? Eine dt. Kinderrechsorganisation hat 1 Tag Arbeit investiert und Mail an 20 Provider geschrieben, die auf der dänischen Sperrliste standen. Dadurch waren 16 Kinderporno-Seiten weg. Ein Weg, nicht der einzige, aber zielführender als Internetsperren.

(Quelle)

7. Fazit
Netzsperren sind gegen die Verbreitung und insbesondere gegen die Produktion von Kinderpornographie größtenteils unwirksam. Es profitiert davon in weiterer Folge allenfalls die Musikindustrie, die demokratie- und gesellschaftspolitischen Folgen sind dagegen unabsehbar.

Dieser Artikel wurde von Michael Eisenriegler der Public Domain zur Verfügung gestellt. Jeder möge damit tun, was er oder sie für richtig hält. Hoffentlich nützt es etwas…

Die Grünen, der Banner und das “böse” Internet

Politik, Sonntag 10 Mai 2009 17:42

Ich habe ja diesen Bannergenerator (siehe auch hier) gebaut damit sich jede(r) seinen eigenen Banner machen kann um auszudrücken warum er/sie Grüne VorwählerIn werden will. Wie bei jedem Webserver werden natürlich die Aufrufe des Generators mitgeloggt.

Am Freitag, den 8. Mai, zwischen 16:24 und 16:46, wurden folgende Texte von immer der selben IP-Adresse in den Generator eingegeben:

Ich bin Vorwählerin, weil ich an Märchen und Heilsversprechungen glaube
Ich bin Vorwählerin, weil ich die linken Fundis bei den Grünen loswerden möchte
Ich bin Vorwähler, weil ich den ganzen tag vorm Internet sitze und keine Freunde habe
Ich bin Vorwähler, weil ich von der ÖVP dafür bezahlt werde
Ich bin Vorwähler, weil ich glaube, dass Bloggen Politik ersetzen kann
Ich bin Vorwähler, weil mein Papi mir zu wenig Spielzeug gekauft hat
Ich bin Vorwähler, weil ich links scheiße finde
Ich bin Vorwähler, weil ich linke politik nicht mag
Ich bin Vorwähler, weil mir Heide Schmidt keinen Job verschafft hat
Ich bin Vorwähler, weil ich gerne die Arbeit der ÖVP erledige
Ich bin Vorwähler, weil ich die linken Zecken nicht aushalte
Ich bin Vorwähler, weil mir beim wort Feminismus schlecht wird
Ich bin Vorwähler, weil ich Helge so lieb hab
Ich bin Vorwähler, weil ich nix hackeln aber mitreden will
Ich bin Vorwähler, weil ich diw weisheit mit dem löffel gefressen habe
Ich bin Vorwähler, weil ich soooo cooool bin – schließlich hat papi mir ein neues netbbok geschenkt
Ich bin Vorwähler, weil ich in meinem penthouse sitze und mir fad is
Ich bin Vorwähler, weil das solarium heute geschlossen hat
Ich bin Vorwähler, weil ich Linksradikale Politik mag
Ich bin Vorwähler, weil ich mehr Polizei auf der Straße haben will
Ich bin Vorwähler, weil Leistung sich lohnen muss
Ich bin Vorwähler, weil nur wenn es der wirtschaft gut geht, es uns allen gut geht
Ich bin Vorwähler, weil ein freies land auch freie märkte braucht
Ich bin Vorwähler, weil zu viel staat und zu wenig privat
Ich bin Vorwähler, weil Maggy Thatcher mein Vorbild ist
Ich bin Vorwähler, weil ich linke Randalierer wählen möchte
Ich bin Vorwähler, weil Martin Margulies zu links ist
Ich bin Vorwähler, weil ich sogar für die Junge ÖVP schon zu alt bin

Zuerst dachte ich da spielen sich ein paar Kinder, aber nachdem da einige sehr persönliche Sprüche dabei sind, habe ich mir mal die IP-Adresse via Domaintools angeschaut, da ich wissen wollte wem diese gehört:

inetnum: 85.125.XXX.XXX – 85.125.XXX.XXX
netname: Gruene-Die-Gruene-Alternative
descr: Grüne – Die Grüne Alternative Bundesbüro und Landesbüro Wien

Da war ich dann Sprachlos!

PS: Am Dienstag, 12. Mai, ab 20:00 Uhr,  findet der nächste Grüne Vorwahlen Infoabend im Cafe Ritter ( Mariahilfer Straße 73, 1060 Wien) statt.

Games do not kill. Guns do.

Games, Freitag 13 März 2009 14:23

Wunderbare Aktion von Jana und Harald, bitte mitmachen:



Bild machen, auf Flickr stellen und dieser Flickr-Gruppe hinzufügen!

Hier die Slideshow der bisherigen Teilnehmer:

Deutschland hat mit der USK eine der strengsten Kontrollen in Europa beim Verkauf von Computerspielen.

Wenn man Computerspiele verbieten will muss man auch Zeitungen und die Nachrichten verbieten.

Verbote sind keine Lösung, die Probleme liegen wo anders.

EDIT: Wer will bitte diggen!