Das finde ich ein sehr interessantes Projekt für ein altes Problem: Videos mit Consumer-Digitalkameras zu machen ist zwar nett, nur ist die Auflösung bei weitem nicht so gut wie bei Standbildern mit der selben Kamera. Zukünftige Moderne Digitalkameras schaffen es aber während der Videoaufnahme in regelmäßigen Abständen ein hoch auflösendes Foto zu machen.
Darum die Frage: kann man diese Fotos verwenden um die Qualität des Videos zu verbessern?
Das Projektteam hat ein Video veröffentlicht das ihre Ergebnisse eindrucksvoll zeigt:
Spannend, denke auch das damit einfach höchst auflösende Videos möglich sind, damit meine ich jetzt nicht HDTV sondern eher 4k . Auch sind die Slowmotion-Möglichkeiten faszinierend!
Oder aber die Berechnung in Echtzeit, würde z. B. die Datenmenge weiter verringern, was dann wohl eine Weiterentwicklung von derzeitigen Komprimierungsalgorithmen wäre.
Im ORF gab es gestern im Kulturmontag ein “art.genossen: Dorfer spricht mit Anneliese Rohrer”.
Anneliese Rohrer ist wohl die “Grande Dame” der Medien in Österreich.
Das Gespräch, in dem es um die Medienlandschaft, Journalismus, Wirtschaft, Politik und die Definition von “Bürgerlich” geht, ist absolut sehenswert, jede(r) der/die mit Medien zu tun hatte sollte sich die knapp 30 Minuten Zeit nehmen:
Solche Sendungen geben mir die Hoffnung das im ORF noch nicht alles verloren ist! Mehr bitte!
Ich finde ja solche Diskussion sehr gut, sie zeigen das die Kunst und Kultur doch irgendwie noch in den Köpfen der Menschen ist.
Jetzt gibt es einen europaweiten Kunstskandal!
Der “böse” tschechische Künstler David Cerny hatte den Auftrag für Brüssel ein Kunstwerk zu schaffen das alle EU-Staaten repräsentiert und dazu sollte er auch KünstlerInnen eben aus diesen 27 EU-Staaten einladen. Gemacht hat er etwas ganz anderes: Niemanden eingeladen und alles selber gemacht (erinnert mich an die Peter Weibel-Ausstellung “Inszenierte Kunstgeschichte” 1988 im MAK).
Der Name des Kunstwerkes: “Entropa”
Groß war und ist die Aufregung, einzelne Staaten fordern eine Entschuldigung (die es auch schon gibt), usw.
Was ich aber weitaus interessanter finde: Schon bei der “Willkommen Österreich”-Sache (die ich total harmlos finde) war es so das die eigentliche Sendung von knapp 200.000 Menschen gesehen wurde, die Diskussion dazu im Fernsehen sahen aber doppelt so viele Menschen. Genau das gleiche passiert jetzt mit “Entropa”: Es gibt nur ganz wenig Fotos bzw. Videos davon, keiner erklärt die Intention dahinter, usw. jeder redet über etwas das er/sie nicht kennt.
Deswegen habe ich mal versucht mehr Infos zu dem Kunstwerk selber zu finden, hier ein sehr schönes Video auf YouTube (unbedingt in HD ansehen):
Schön wäre zu wissen was in dem Folder, den gegen Ende des Videos die Besucher in der Hand halten, steht!
Auf FLickr gibt es nur sehr wenig, hier eine Frontansicht, das Foto selber ist aber von Reuters:
Ich finde ja die Arbeit sehr gelungen, der Baukasten Europa passt genau. Ich muss auch zugeben das so aus dem Kontext gerissen ich viele Länder nicht Aufgrund des Umrisses erkenne, bei einigen aber die Assoziation (Ikea für Sschweden) sehr treffend ist. Auch muss klar sein das die Darstellung Österreichs (vier Atommeiler in der grünen Wiese) aus Tschechischer Sicht sicherlich ein guter Kommentar ist.
Ich Bin gespannt wie sich diese Diskussion weiter entwickelt!
In Berlin sind bis 21. Februar 2009 im Hauch of Venison Installationen von Bill Viola zu sehen.
Bill Viola ist wohl einer der wichtigsten Video- und Medienkünstler, der seit den 80er fest im Kunstdiskurs und Kunstbetrieb verankert ist.
Im großen Raum der tollen Galerie sieht man die Projektion “The Messenger” (1996):
In den weiteren Räumen sie sind einige sehr beeindruckende Arbeiten auf LCD-Monitoren in verschiedenen Größen zu sehen, wobei mich am meisten die Arbeit “Small Saints” auf sechs kleinen OLED-Panels beeindruckt hat. Zu sehen sind jeweils Personen die durch einen Regenvorhang schreiten und dabei in Zeitlupe von ihrem “Geistbild” ins Farbbild wechseln um anschließend wieder als Geist hinter dem Vorhang zu verschwinden.
Diese Arbeiten sind Weiterentwicklungen von “Ocean without a Sea” das auf der letzten Biennale in Venedig gezeigt wurden, hier eine Doku dazu:
Wobei ich es sehr spannend fand das die neue Arbeiten ohne Ton sind, dadurch werden sie noch präziser. Hier ein Foto von der Galerie-Webseite auf dem man die OLED-Panels im Vergleich zu einem LCD-Schirm sieht:
Absolut Sehenswert, ich war nur zu begeistert um selber Fotos von den Werken zu machen
Gestern zufällig daran gedacht und heute schon gefunden, einer der schönsten Dialoge aus dem Film “Ghost Busters” zwischen Dr. Ray Stanz (Dan Aykroyd) und Winston Zeddemore (Ernie Hudson) auf der Fahrt zum einem Einsatzort:
Da es vielleicht schwer zu verstehen ist er sagt: “Never met him.”
1993 organisierte Christine Meierhofer mit der Unterstützung von HILUS ein Projekt an dem 45 MedienkünstlerInnen teilnahmen. Die Idee war recht simpel: Jede(r) macht eine Computeranimation und gibt das letzte Bild dieser Animation an den/die nächste(n) in der Kette weiter.
Herausgekommen ist ein 21 minütiges Video:
Fast alle Animationen sind auf Amigas gemacht worden, war damals “State of the Art”.
Hier noch die Liste der TeilnehmerInnen (in der Reihenfolge des “Auftretens”), ist interessant zu sehen wer 15 Jahre später immer noch im Kunstbetrieb ist, ich habe versucht Homepages zu finden:
Durch diese Microsoft-Kampagne bin ich wieder mal auf Girl Talk gestoßen (schon mal vor Jahren gehört aber wieder vergessen) und hab mir gleich hier die neue Platte gekauft, wobei ich nur empfehlen kann mehr als $5 zu zahlen, der 53 minütige Mix ist noch viel besser als die Platte (außerdem bekommt man dafür über 200 bekannte Nummern remixed in 14 Songs )! Auf YouTube kann man sich auch alle Nummern anhören, aber wie gesagt, der Mix ist Super!
Gregg Gillis alias Girl Talk wird ja in den USA gerade als “der ultimative Punk” gefeiert, hängt wohl auch mit seinen sehr expressiven Live-Gigs zusammen, hier ein Ausschnitt aus dem Konzert vom 15.11. in New York wo (wie immer bei Girl Talk) die Bühne gestürmt wird:
Sehr toll finde ich die Videos, die der YouTube-User “BunnyGreehouse” zum aktuellem Girl Talk-Album macht. Sie zeigen aus wie vielen Songs so ein “Mashup” besteht:
Nett auch das auf Wikipedia versucht wird alle Samples zu erkennen, was selbst Gregg Gills amüsierte, siehe dieses Interview (in dem er auch erzählt wie er von dem veröffentlichen der CD im Internet profitierte).
Hoffe doch das es da bald wieder eine Europa-Tour gibt!
PS: Der Spruch “Art is too important to be only used once” muss unbedingt auf ein T-Shirt!
Wer kann sich noch an das Original dieses Plattencovers erinnern:
(Photo von Splashnewsonline.com)
Nirvanas “Nevermind” war, wie selten in der Geschichte der Popmusik, zur richtigen Zeit am richtigen Ort und hat sofort einen ganzen Stil geprägt (und ist eines der meistverkauften Popalben aller Zeiten), obwohl es die Band da schon jahrelang gab.
Deswegen kann ich auch nachvollziehen warum dieses Remake gemacht wurde, egal wie sinnlos es ist
Und schließlich ist eines der besten Musikvideos aller Zeiten zu einer Nummer dieser Platte gedreht worden:
Kein Wunder das es dazu alleine auf YouTube über 10.000 Videos gibt!