Ich will jetzt gar nicht auf diese Mail eingehen, dazu später mehr.
Nur eine kleine Metapher dazu (ich besitze keinen Führerschein):
Da spart jemand Jahre lang, um sich endlich sein Lieblingsauto zu kaufen und plötzlich erklärt einem die geliebte Automarke: “Wir wissen, nicht welchen Sinn es macht, ihnen eines unserer Produkte zu verkaufen, da sie ja nur damit fahren möchten”, deswegen verbietet man einem den Kauf.
Was wird diese Person ihren Freunden sagen?
“Tolle Marke, aber vegiss es, in fünf Jahren bekommst du keine Ersatzteile mehr!”
In der Galerie Christine König (Map) läuft seit Donnerstag die Ausstellung “Cafe Paparazzi” von G.R.A.M.
G.R.A.M., eine 1987 in Graz gegründete Künstlergruppe, wird auf dem Grazer Kulturserver wie folgt beschrieben:
Über bewusst gewählte Ausschnitte aus der Fülle medialer Bildwelten, agiert G.R.A.M. ,,nach Motiven von Politiken der Sichtbarkeit” (Reinhard Braun) und betreibt ein sinnlich-subversives Spiel mit (negativer) Berühmtheit, mit Heroismen, Pathos, mit Triumphen und Tragödien, die – nicht nur – Massen bewegen.
Die in Wien gezeigten Arbeiten stammen aus der 1997 begonnenen Serie “Paparazzi” und zeigen Fotos von Prominenten, Doubles und unbekannten in klassischer Paparazzi-Manier, von G.R.A.M. selbst “geschossen”. Dazu aus dem Pressetext der Ausstellung:
G.R.A.M. liefert mit der seit über einem Jahrzehnt andauernden Bildserie PAPARAZZI einen eigenständigen Beitrag zum medial beschworenen „Ende der Privatheit“. Alle Bilder sind von der Künstlergruppe selbst aufgenommen, durch die Vermengung von Prominenz (z.B. Barack Obama, David Beckham, Kate Moss oder Paris Hilton) und Nicht-Prominenz entsteht ein visuelles Dickicht, in dem es keine Sicherheiten zu geben scheint.
Die in Hollywood, New York, Cannes, Nizza, Monte Carlo, London, Wien, Berlin oder Graz “geschossenen” Bilder simulieren Realitäten, die nur in den Köpfen der Betrachter existieren. Die verinnerlichten Codes der Massenmedien erleichtern das Einschwenken auf falsche Fährten.
Leider findet man nur sehr wenig über G.R.A.M. im Internet, hier ein Foto aus der Paparazzi-Serie das man auch kaufen kann:
Die Ausstellung läuft noch bis 1. August und ist wirklich sehenswert, auch gibt es einen tollen Katalog (mit einer Einleitung eines alten Freundes, Reinhard Braun) dazu!
Damit wird die Aktion, die von Jana und Harald kurz nach dem tragischen Amoklauf in Winnenden gestartet wurde, mit einer Ausstellung weitergeführt.
Zur Vernissage wird Dr. Konstantin Mitgutsch vom Institut für Bildungswissenschaft an der Universität Wien eine kurze Einführung in das Thema Gewalt und Videospiele geben. Anschließend kann jeder mitdiskutieren!
Die Ausstellung selber ist dann von 18. bis 23. Juni, täglich 10 bis 20 Uhr im Transforming Freedom Raum / Quartier 21 und am 26. und 27. Juni von 13 bis ca. 20 Uhr bei den ESL Pro Series Finals in der Bank Austria Halle (Gasometer, Guglgasse 11, 1110 Wien) zu sehen.
Am Donnerstag fand im Kent eine Podiumsdiskussion mit dem Titel “Take over your local Green party” statt, organisiert von der Initiative Grüne Vorwahlen (ohne Fördermittel und ohne Hilfe von den Grünen oder sonstigen Organisationen organisiert, das Budget war 0 Euro, wollte ich nur mal gesagt haben).
Im Zuge der Diskussion gab es einige sehr heftige Meinungen, die im sehr gut besuchten Keller (fast 100 Personen) für Raunen, Applaus, Zustimmung oder Ablehnung sorgten, die Emotionen gingen hoch.
Ich fand die Diskussion sehr spannend, sie bestätigte aber einen Punkt:
Die Wiener Grünen diskutieren zwar jetzt schon zwei Monate(!) darüber, wie sie mit den Unterstützungsanträgen umgehen wollen, sind aber leider noch keinen Millimeter weiter gekommen. Es werden immer die gleichen Fragen gestellt und die gleichen Vorwürfe gemacht, traurig! Zum Glück aber gibt es auch viele bei den Grünen die verstehen um was es bei den Grünen Vorwahlen geht, diese wurden am Donnerstag teilweise von den eigenen Leuten angegriffen und vor dem Kopf gestoßen.
Dank der Leute von ichmachpolitik.at gibt es die Diskussion jetzt auch Online, absolut Sehenswert! Hat alles was ein guter Spielfilm braucht: Emotionen, Action und sogar über Sex wird gesprochen , hier Teil 1:
Hiier Teil 2:
Symptomatisch war die Wortmeldung von David Ellensohn (ab Minute 31:30 in Teil 2).
Ich behaupte: Jemand der,
ehemaligen Parteimitgliedern anderer Parteien das Recht abspricht bei den Grünen mitzuarbeiten,
UnterstützerInnen global als “rechter stehend” bezeichnet,
2009 immer noch dem Straßenkampf(!) huldigt und stolz darauf ist Morddrohungen zu bekommen,
außer dem Straßenkampf keinerlei Konzepte gegen die Rechten Parteien hat,
die selbe Sprache wie die FPÖ verwendet (”Wer war denn dort bei der Demo gegen die rechten Trotteln?”),
nicht versteht das Demokratie kein Krieg ist, deswegen “Kampf gegen Rechts” schon von der Metapher her falsch ist (oder will Ellensohn alle FPÖ-WählerInnen als Kriegsgefangene einsperren?),
jeden, der nur den geringsten Zweifel an dieser Art der “Kriegsführung gegen Rechts” hat, sofort bei den Grünen ausschließen will,
eine Überprüfung/Gesinnungstest jedes/jeder einzelnen UnterstützerIn fordert,
diesen Beitrag entweder gar nicht gelesen hat oder nicht verstanden hat, ihn aber zitiert,
hat nichts bei den Grünen verloren.
So jemand ist (leider) ein Armutszeugnis der (linken) Politik in Österreich, siehe auch die Antwort von Robert Menasse dazu im Video.
Deswegen offenbare ich hier und jetzt meinen persönlichen, während dieser Wortmeldung von David Ellensohn entwickelten, streng geheimen Putschplan für die Wiener Grünen (falls ich als Unterstützer angenommen werde):
Ich werde David Ellensohn am 15. November NICHT wählen.
Das ist meine ganz persönliche Entscheidung, ich steh dazu.
Fürchten sich die Wiener Grünen jetzt vor mir? Ich denke nicht, oder?
EDIT: am 15. November findet die Landesversammlung der Wiener Grünen statt, wo über die Listenplätze für die Gemeinderatswahl 2010 abgestimmt wird.
Am vergangenen Freitag durfte ich gemeinsam mit Meral von Digitalks im Rahmen des Expertenforum (das sehr gut besucht war!) über Twitter sprechen.
Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist, hier die dazugehörige Prezi mit einigen Beispielen, die vielleicht noch nicht jeder kennt:
Auf der “Reaktionen”-Seite der Grünen Vorwahlen steht ja schon eine Menge.
Damit diese Liste etwas besser “greifbar” wird (sind bereits über 100(!!!!) Einträge) habe ich Screenshots jeder Seite gemacht und mit der Hilfe von Animoto ein Video erstellt.
Dieses zeigt, in chronologischer Reihenfolge, viel deutlicher wie vielfältig und umfangreich die Berichterstattung bis jetzt war (Unbedingt in “HQ” ansehen!):
Danke an alle für die tolle Beiträge und ich hoffe die Diskussionen gehen weiter!
PS: Nicht vergessen, am Dienstag, den 26. Mai gibt es ab 20:00 Uhr wieder einen Infoabend im Cafe Westend!
Das ist einer der Gründe warum ich Grüner Vorwähler für die Kandidatenliste der Wiener Grünen für die Gemeinderatswahlen 2010 bin:
Ein weiterer Grund:
Um die vielen unterschiedlichen Meinungen zu zeigen die Menschen dazu bewegen VorwählerInnen bei den Grünen Vorwahlen zu werden gibt es jetzt die Möglichkeit dies mittels Banner auszudrücken.
Einfach deinen Grund eingeben und die Banner (drei verschiedene Formate!) erstellen lassen:
Mit dem Einbaucode sollte es kein Problem sein die Banner auf Webseiten zu integrieren, falls jemand Probleme hat bitte melden!
Nicht vergessen! Um mitbestimmen zu können musst du UnterstützerIn werden, deswegen schnell anmelden!
In most counties the local Democratic Party is run by just a few people, ’cause most citizens would never think of showing up. Go to the next county or town Party meeting, and bring ten friends. In most cases your bunch will constitute a majority. Use the rules and the state party by-laws (which can often be found on the Web) and seize control.
Die Statuten der Wiener Grünen ermöglichen es “UnterstützerInnen”, aktiv bei den Wahlen der Landesliste zur Gemeinderatswahl mitzustimmen, siehe dieser Absatz:
Wer der Landespartei gegenüber erklärt, dass sie/er sich mit den Grundsätzen und dem Programm der GRÜNEN – GRÜNE ALTERNATIVE WIEN einverstanden erklärt und bei der Partei mitarbeiten und mitentscheiden will, ohne Parteimitglied zu sein, erwirbt mit Aufnahme durch den Landesvorstand den Status einer Unterstützerin/eines Unterstützers.(..)
(..) UnterstützerInnen haben nach der Aufnahme durch den Vorstand die gleichen Rechte wie Mitglieder und nach einer Frist von 4 Monaten das Stimmrecht auf Landesversammlungen.
Damit ist eben keine Parteimitgliedschaft und keine sonstige Verpflichtung verbunden, das unterscheidet die Wiener Grünen von allen anderen Parteien!
Seit heute gibt es eine dazu die passende Initiative:
Grüne Vorwahlen möchte erreichen dass sich möglichst viele in Wien lebende Personen als UnterstützerInnen registrieren.
Ziel ist es einen weitaus intensiveren Diskurs mit den derzeitigen und möglicherweise zukünftigen Gemeinderäten der Wiener Grünen zu initiieren.
Denn zu so einer Landesversammlung (wenn die Wiener Wahlen nicht vorverlegt werden findet die Landesversammlung am 15. November statt) kommen vielleicht ein paar hundert ParteimitgliederInnen und somit können, wie Michael Moore schon richtig bemerkte, ein paar hundert UnterstützerInnen sehr wohl mitbestimmen wer auf die Liste zur Gemeinderatswahl 2010 kommt!
D.h. jetzt nicht das alle derzeitigen Gemeinderäte Angst vor den WählerInnen haben müssen, aber vielleicht ist das eben ein Anlass mehr mit den WählerInnen zu diskutieren, denn wer kennt die Namen aller 14 Gemeinderäte der Wiener Grünen? Ich nicht!
Aber vielleicht finden sich ja auch neue politische Talente, QuereinsteigerInnen (die bei den Grünen seit Jahren eher selten geworden sind) oder neue Themengebiete (hier gilt das gleiche wie bei den QuereinsteigerInnen ).
Da ich Kraftwerk liebe und schon öfters Live gesehen hatte (immer wieder Sehenswert, auch wenn nur vier “Maschinen” auf der Bühne stehen), war ich gespannt wie und was Bartos zeigen wird.
Der Veranstaltungsort war schon etwas seltsam, ein Clubact in einem Kino nur mit Sitzplätzen!
Bartos “spielte” munter drauf los, sein Repertoire bestand zu 90% aus Kraftwerk-Nummern, hier z.B. “Das Model“:
Gerade diese Nummer ist eine sehr “normale” Nummer von Kraftwerk, wohl auch ihr größter kommerzieller Erfolg. Vielleicht ist das auch der Grund warum genau dieser Song meiner Meinung nach eine der besten Nummer des Konzertes war. Hier, hier, hier und hier gibt’s noch weitere Videos des Konzerts.
Dabei zeigt sich ein Problem von Karl Bartos: Kraftwerk als “Band” schafft es immer wieder sehr eindrucksvolle Neuinterpretationen ihrer eigenen Klassiker vorzulegen, mit etwas Selbstironie und immer am Puls der Zeit (nach fast 40 Jahren!!!). Bartos schafft das leider nicht. Hier reicht es einfach nicht nur einen anderen, “moderneren” Beat unter den gleichen Song zu legen, dadurch wird die Musik nicht relevanter.
Somit war das ganze Konzert zwar gut, aber ich bleibe bei meiner Aussage die ich schon am Samstag getätigt habe:
Das “Original”, eben Kraftwerk, ist einfach besser!
Das trifft auch auf die Visuals zu, die OK waren, aber wie Michaela schon richtig meinte: “Mit Ausschnitten von “Blowup” und “Pepping Tom” kann man eigentlich nichts falsch machen!”
Geärgert habe ich mich an dem Abend über die schlechte Organisation. Nach dem Konzert rund 700 Leuten zu sagen bitte den Strassenausgang zu benutzen (die direkten Wege zurück ins Foyer wurden abgesperrt) um zur Aftershow-Party im Foyer zu gelangen, sie werden oben wieder hereingelassen und dann wegen Überfüllung genau diese Eingänge zu sperren (da schon während des Konzertes das Foyer aufgemacht wurde und nur für 400 Leute zugelassen), ist etwas seltsam, da sollte man sich voher überlegen ob das Gartenbaukinos der richtige Ort für Partys ist, ich meine nicht. Vom schlechten Soundsystem und der fehlenden Belüftung will ich gar nicht reden! Mit meiner Kritik bin ich wohl nicht alleine, siehe die Kommentare hier.
Den nächsten Filmverstärker im Gartenbaukino gibt es am 17. April mit Naked Lunch.
Im Rahmen des angesprochenen sound:frame-Festivals gibt es noch einige interessante Veranstaltungen, wobei ich mir bei solchen Festivalseiten immer eine einfache Webseite mit einer Kalenderansicht, die man vielleicht auch Mobil abrufen kann, wünsche, ähnlich dem Kalender im Folder, oder bin ich nur zu blöd sowas auf der Webpage zu finden?