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Open Design: Ich biege mir einen Sessel!

Kunst, Design, Freitag 9 Juli 2010 15:21

Letzte Woche hatte traf ich bei einer Veranstaltung der Creativwirtschaft Ronen Kadushin, ein in Berlin lebender Designer, der sich mit Open Design beschäftigt.

Open Design bedeutet, dass seine Werke unter einer Creative Commons Lizenz stehen und jeder z. B. die “Schnittmuster” herunterladen kann und das jeweilige “Ding” selbst herstellen kann (er/sie darf es natürlich nicht verkaufen).

Mir gefiel sofort Ronens “Hack chair prototype“, ein aus 6mm dickem Aluminium gebogener Sessel (Den Namen hat der Sessel übrigens, da Ronen eine Hacker-Konferenz besucht hat).

Am nächsten Tag mailte ich gleich mal fünf verschiedene Firmen an, ob sie, auf Basis des DXF-Files (Autocad) mir mit einem Lasercutter so einen Sessel zum biegen herstellen können. Bezeichnend für die Österreichischen KMUs: Nur eine Firma antwortete.

Ich beauftrage die Produktion und heute durfte ich das geschnittene, ungefaltete Produkt in Empfang nehmen:

Alu ist schon ein nettes Material :)

Jetzt ging es ans Biegen, dankenswerterweise hat Johannes das ganze auf Video aufgenommen:

Somit habe ich jetzt einen sehr coolen “Hack chair prototype” (mit Kratzern :) ), der noch dazu recht bequem ist:

Die Kosten für Material und Lasercut lagen bei rund 320 Euro, da ein Einzelstück. Wer sich ebenfalls so etwas biegen möchte, den berate ich gerne!

PS: Unbedingt auch die anderen Objekte von Ronen Kadushin anschauen!

#unibrennt mit Internet: Beobachtungen zu einer sich ändernden Protestqualität

Internet, Computer undPolitik, Donnerstag 18 März 2010 09:10

Jana Herwig (auf deren Blog dieser Artikel auch heute erscheint), Viola Mark und ich haben gemeinsam diesen Artikel geschrieben der in dem lesenswertem Buch “Uni brennt.  Grundsätzliches – Kritisches – Atmosphärisches”, das heute Abend präsentiert wird, erscheint (Inhaltsverzeichnis, kaufen bei Amazon).

#unibrennt mit Internet: Beobachtungen zu einer sich ändernden Protestqualität

Das Spektrum webgestützter Kommunikationsmöglichkeiten hat sich in den letzten Jahren in Richtung dynamischer Inhalte und User_innen-Partizipation weiter ausdifferenziert: Neben Email, Suchmaschinen und Webseiten bietet das sogenannte Web 2.0 nun Blogs, Wikis, soziale Netzwerkseiten, Microblogs und Media Sharing für Foto, Audio, Video und Dokumente. Der Internetzugang selbst ist mobil geworden. Was bedeutet das für Proteste in und mit diesen Medien? Was sind die strukturellen Unterschiede zu früheren Bewegungen und wie konkret lässt sich der Anteil einer Plattform wie Twitter beobachten? Und werden eine Protestbewegung und die teilnehmenden Individuen dadurch eher gestärkt oder in ihrer Präsenz vielleicht sogar geschwächt?

Ermächtigung im Web 2.0

Mit Nicola Döring (2003) wird im Folgenden von der These ausgegangen, dass das Internet das Potential der Entfaltung für unterprivilegierte Personen und Gruppen verbessert hat. Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist das Konzept des Empowerments (engl. für Ermächtigung), das der Psychologe Julian Rappaport (1984) als Entwicklung beschreibt, an dessen Ende sich eine Person oder eine Gemeinschaft ermächtigt fühlt, ihr Leben und dessen Umstände selbst gestalten und bestimmen zu können. Dies kann Unterschiedliches bedeuten, wichtig ist jedoch das Empfinden von Selbstwirksamkeit – das Gefühl, aus sich selbst heraus Einfluss auf die Umgebung zu haben – und interne Kontrollüberzeugung (Hinterberger 2008: 13). Versteht man die aktuellen Universitätsproteste als Prozess des Empowerments so stand an dessen Beginn die Bedrohung der erwarteten oder gewohnten Lebens- und Studienumgebung, was bei vielen zu Ohnmacht und Hilflosigkeit führte. Wohl dürften viele Hochschüler_innen diese – etwa durch Knock-Out-Prüfungen, stärkere Curricularisierung und weniger Wahlfreiheit durch „Bologna“ oder mangelnde Berufsperspektiven – schon weit früher wahrgenommen haben, doch bedurfte es Zeit, geeignete Maßnahmen und Ausdrucksformen für ihren Unmut zu finden und sich zu formieren. Aktivierung, Engagement und die Entwicklung von Strategien zum (Wieder-)Erlangen von Kontrolle können besonders gut in der Interaktion mit anderen und durch die Unterstützung einer Gruppe mit ähnlichen Interessen entstehen. Die Ausweitung des Protestgeschehens ist demnach auch den verschiedenen Vernetzungsmöglichkeiten des Webs zu verdanken, das Zusammenfinden von Personen und Gruppen mit gleichen Interessen geschieht hier ungleich schneller und einfacher. Gleichgesinnte konnten nach der Besetzung des Audimax schneller erreicht und mobilisiert werden, sich der Besetzung anzuschließen. Die Organisation von Arbeitsgruppen geschah u.a. im Internet, ebenso konnte jede/r vom Computer aus erfahren, wie das Tagesprogramm aussah und was in den Plena beschlossen wurde. „Dabeisein“ war einfach.

Die Rolle der Technik – nobelpreisverdächtig?

Bei allen Möglichkeiten, die im Web geschaffen und genutzt wurden: Die Uni-Proteste sind ebenso wenig ausschließlich oder ursächlich eine ‚Facebook-Revolteʼ wie die Proteste nach den Wahlen 2009 im Iran eine ‚Twitter-Revolutionʼ waren. Die Weltvermittlungsweisen eines Mediums treten umso weniger sichtbar zutage, je umfassender es bereits in Kommunikations- und Wahrnehmungsprozesse eingebunden ist. Über den Anteil des Telefons am staatlichen Verwaltungsapparat spricht niemand – die Rolle des Neuen jedoch, wie das Social Web ist, wird häufig überschätzt. So wollte ein Ex-Sicherheitsberater der vorvorletzten US-Regierung in der Microblogging-Plattform selbst den Garant für sozialen Wandel sehen, als er erklärte – vielfach von der Presse kolportiert – Twitter solle den Friedensnobelpreis bekommen. Unterschlagen wird dabei sowohl die Relevanz der Menschen, die die Plattform nutzen, als auch derjenigen, die keinen Zugang zu Internet oder Social Media haben oder diesen nicht haben wollen. Einen solchen Fokus auf die Rolle von Web 2.0 und Social Media fand sich auch in der Berichterstattung zu den Uniprotesten. Der Unterschied: Hier diente er eher der Diskreditierung der Protestierenden als dem Lob der Technik, etwa wenn Michael Fleischhacker seinen Leitartikel in Die Presse am 24.10. wie folgt eröffnete:

„Studentenrevolten sind auch nicht mehr das, was sie einmal waren, werden sich die alten Kameraden denken, die in den 60er-Jahren die Welt im Allgemeinen und die Universitäten im Besonderen verbessern wollten. Die Mischung aus Flashmob-Party und Voodoo-Ideologie im Audimax der Uni Wien, die man als Internetnutzer in Echtzeit verfolgen konnte, hinterlässt einen ambivalenten Eindruck.“

Nach wie vor gilt: Wer protestiert, wird am idealisierten Maßstab der 1968er gemessen, oft mit der Absicht Gegensätze herauszustreichen. So wird dann Mausklick gegen Straßenkampf, ‚Spaßbesetzungʼ gegen Gesellschaftskritik, hedonistische gegen politische Motivation in Stellung gebracht und letztlich keiner der Protestbewegungen Recht getan. Viele solcher Missverständnisse lassen sich dabei aus der jeweiligen Gestaltung des Innen und Außen erklären. Charakteristisch für die Ikonographie der 1968er sind etwa plakative Einzelaktionen und provokante Inszenierungen geworden – von den Happenings des Wiener Aktionismus über die Fotografien der nackten Kommune 1 bis zu Sit-ins im Rahmen einer Demonstration. Im Fall der jüngsten Uni-Proteste hat sich jedoch das Innere nach außen gestülpt: teils bewusst im Namen der Transparenz (z.B. Einrichtung und Aufrechterhaltung des Live-Webstreams aus dem Audimax), teils als Nebeneffekt der unter Studierenden relativ weit verbreiteten Nutzung von Plattformen wie Facebook, StudiVZ und Twitter. Die Folge: Das Material, anhand dessen heute Schlüsse über Besetzung und Besetzer_innen getroffen werden können, ist nicht nur deutlich breiter, es dringt auch weiter in die Trivialität des Alltags jenseits der Inszenierung ein. Es ist schließlich wenig wahrscheinlich, dass im Audimax das Feiern nach dem Tagesprotest erfunden wurde – nur konnte dem Entspannungsbier der 1968er nur beiwohnen, wer selbst vor Ort war, virtuelle Teilhabe ausgeschlossen. Heutige Journalist_innen hingegen – auch oder vielleicht gerade diejenigen, die Flashmob-Voodoo vermuten – müssen sich notwendigerweise nicht mehr an den Ort einer Besetzung begeben: Dank Lifecasting, d.h. dem kontinuierlichen Übertragen der Ereignisse im (All-)Tagsverlauf, konnten sie Debatten verfolgen, Bilder über Flickr und Twitter recherchieren und selbst Interviewpartner_innen requirieren.

Webaktivismus: Konkurrenz oder Vernetzung?

Intern wurde in diesem Zusammenhang vielfach die Frage diskutiert, ob das Virtuelle den Protesten womöglich das Wasser abgräbt. Wenn ohnehin auf unsereuni.at ohne zeitliche Distanz alles miterlebt werden kann, bleiben solidarische Menschen dann zuhause und kommen nicht ins Audimax? Wird das Protestpotential so durch das Internet geschwächt? Solidarisieren sich die Protestierenden nur auf Facebook und verabsäumen es deshalb, ihren Unmut in der Öffentlichkeit auszudrücken? Laut Hamm, die eine eher interaktive Beziehung diagnostiziert, erwies sich am Beispiel der britischen NoBorders-Bewegung:

„…die Vorstellung, Medienpraxis würde Straßenprotest ersetzen, sowohl in ihrer technikpessimistischen wie in ihrer technikeuphorischen Version als unzutreffend. Stattdessen hat sich mittlerweile eine Praxis entwickelt, in der Mediennutzung und mediale Selbst-Repräsentation zu integralen Teilen des lokal gebundenen Straßenprotests werden.“ (Hamm 2006: 78)

Zum einen machen Internet und Web einen bisher nicht gekannten Grad der Mobilisierung möglich. Deutlich mehr Personen können bei geringerem Aufwand über geplante Aktionen informiert werden als etwa über Mundpropaganda oder großflächiges Verteilen von Flugblättern. Zum anderen werden Aktionen ‚auf der Straßeʼ online vor- und nachbereitet, dokumentiert und diskutiert. Die leichte Zugänglichkeit von Information sowie die Mediatisierung des Protests über Web und Social Media begünstigte zugleich die Verbreitung über die affin geltenden Gruppen (Hochschüler_innenschaft, Fachschaftslisten, Studierendenvertretungen) hinaus. (Mobil-)telefone beschleunigen die person-to-person-Kommunikation – Mailinglisten erreichen viele und bilden in der Regel bereits ein gemeinsames Interesse ab. Durch Veröffentlichung im Web schließlich werden Inhalte auch Personen zugänglich, die man nicht bereits im Telefonbuch hat. Nicht nur strong, sondern auch weak ties – z.B. jene ‚Friendsʼ auf Facebook, die man kaum kennt oder selten trifft – werden auf sozialen Netzwerkseiten sichtbar. Statistiken des weiteren persönlichen Umfelds („5 of your friends became fans of Audimax Besetzung in der Uni Wien – Die Uni brennt!“) geben dem Slogan des Privaten, welches das Politische ist, eine neue Wendung jenseits parteipolitischer Rekrutierungsversuche. Was den Journalist_innen nützt, nützt auch anderen: Erste Anknüpfungspunkte an den Protest beginnen mit dem Lesen solcher Nachrichten, dem Verwenden von Twitter-Hashtags (s. u.), dem Beitreten zu Facebook-Gruppen, u.v.m. – eine Kaskade mediengestützter Interaktionen, die bei vielen früher oder später zum Weg in die besetzten Räume führten.

Wege zum Protest: Erreichbar sein

Die prinzipielle Entscheidung, bei einer Protestaktion mitzumachen folgt verschiedenen inter- und intrapersonellen Einflüssen. Stürmer und Simon (2009: 682) beschreiben in Anlehnung an Kladermann Faktoren, durch die das Internet eine Protestteilnahme begünstigt. Ein aktives Protestmitglied entsteht demnach in vier Schritten: Prinzipiell muss Sympathie für die Anliegen des Protests vorhanden sein, zweitens muss die Person von den mobilisierenden Aufforderungen erreicht werden, drittens muss Motivation entwickelt werden mitzumachen und viertens müssen mögliche Schwierigkeiten, die die Teilnahme behindern könnten, aus dem Weg geräumt werden. Gerade für die Punkte zwei und drei wirkte das Internet bei den Protesten 2009/10 vermutlich verstärkend. Die Motivation entwickelte sich für viele schnell durch die Möglichkeit der Online-Beteiligung an den Geschehnissen. Online- Beteiligung verringert die Kosten für eine Teilnahme, schafft schnell eine kollektive Identität und fördert die Entstehung einer Gemeinschaft (vgl. Garret 2006:5). Das Gefühl der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft kann also auch durch das Mitverfolgen von Geschehnissen geschehen. Forendiskussionen, visuelles „Dabeisein“ durch Fotos und Videos können emotionale Bindung schaffen. Following bezeichnet eben diesen Vorgang, der soziale Beziehungen im virtuellen Raum entstehen lässt und mit gestaltet (Döring 2003: 486).

„Permanently Beta“ und kollektive Organisation in Real Time

Nicht nur die personelle Besetzung der jeweils im Audimax Anwesenden fluktuierte, auch die Inhalte veränderten und organisierten sich erst allmählich. So war am dritten Besetzungstag als Hauptdiskussionspunkt im Plenum um 12:30 vorgesehen: „Was wurde mit der Besetzung begonnen? Wie soll sie weiter gehen? Was wollen wir erreichen?“ Am Anfang stand damit das Unbehagen in der aktuellen Bildungspolitik, nicht das Protestprogramm – ein Umstand, der von außen, aber mitunter auch von innen bemängelt wurde. Aus der Sicht webgestützter Organisationsformen erscheint das Vorgehen jedoch sinnvoll: „Permanently Beta“ ist die Bezeichnung, die Gina Neff und David Stark für einen solchen „organizational state of flux“ prägten:

„The process of continual technological change necessitates a responsiveness to change through openness in organizational form, adaptability by employees, and, in the most positive form of permanently beta, broad participation in design.“ (2002: 5)

Eine Form von Gemeinschaftsorganisation nach dem Permanently Beta-Prinzip wäre entsprechend eine, die auf allen Ebenen auf die Akteur_innen reagiert, von diesen angepasst werden und weitmöglich mitgestaltet werden kann. Auf die Protestbewegung im Audimax traf dies zu: Die Diskussionsleitung im Plenum änderte sich täglich, ebenso die Ansprechpartner_innen für die Presse, um keine Hierarchien durch Gewohnheit aufkommen zu lassen. Auch der Einsatz von Webtools leistete seinen Beitrag: in Form der Verbreitung über Email, Web und Social Media, aber auch durch Dokumentation der Themen und Ergebnisse der Arbeitsgruppen und Plena im Unibrennt-Wiki. Wikis funktionieren nicht allein, weil Viele neue Inhalte beitragen, sondern weil Viele prüfen und schnell korrigieren können, wo sich Fehler eingeschlichen haben, und ergänzen, wo Information inkrementell verbessert werden kann. Auf einer utopischen Ebene betrachtet Pierre Lévy die Möglichkeiten technologiegestützter kollektiver Intelligenz:

„The group relies on political technologies of transcendence when it becomes too large for individuals to know one another by name or comprehend in real time what they are doing as a group.“ (1997: 52)

In verblüffender Weise wird dies etwa durch die Verwendung von Twitter-Hashtags möglich: Zum einen wird das soziale Netzwerk auf Twitter durch ein- oder wechselseitiges Abonnieren der Nachrichten anderer gestaltet. Zum anderen können mit Hilfe von Hashtags – d.h. von Kombination des Symbols # mit einer weiteren Zeichenfolge, z.B. #unibrennt oder #unsereuni – die aktuellen Nachrichten aller Twitter-Nutzer_innen thematisch gefiltert werden. So wird nicht nur kollektive Organisation um Themen und Anliegen möglich, ohne dass persönliche Bekanntschaft der Beitragenden die Voraussetzung wäre. Auch eine Grundlage für Ausdruck und Verständnis der Vielfalt der Positionen im Spektrum dieser Themen und Anliegen wird so geschaffen. Gewalt oder Ausnahmezustand könnten im Sinne Lévys in diesen Szenarien Vergangenheit sein:

„Able to reorganize itself in real time, minimizing delays, deadlines, and friction, the molecular group evolves at room temperature, without sudden change.“ (1997: 53)

#unibrennt und Twitter

Schon am ersten Tag der Uni-Proteste auf der Akademie der Bildenden Künste in Wien spielte das Internet und die so genannten Web 2.0 Seiten eine wichtige Rolle. Ohne diese Tools wäre zuviel Zeit vergangen, und möglicherweise hätte die ganze #unibrennt-Bewegung dann andere Formen angenommen. Gerade über Twitter konnten wichtige Informationsmultiplikator_innen (Blogger_innen, Journalist_innen, Studierende) und dadurch mit einfachen Mitteln
eine große Zahl an Personen erreicht werden, wie die folgende Auswertung zeigt:

Wie viel wurde getwittert?

Im Zeitraum von 23.10.2009 nachmittags bis 31.12.2009 Mitternacht wurden von 8.898 verschiedenen Twitter-Accounts insgesamt 95.743 Tweets (maximal 140 Zeichen lange Nachrichten, ähnlich einer SMS, die von vielen Personen gelesen wird) auf Twitter abgesetzt, die zumindest einen der Begriffe unibrennt oder unsereuni (meistens als Hashtag) enthielten. Trotz mehrmaliger Versuche dies zu ändern, setzt sich der anfänglich eingeführte Begriff unibrennt mit 74.144 Nennungen klar gegenüber unsereuni (47.911 Nennungen) durch, vor allem in Deutschland. Hier muss auch erwähnt werden, dass sehr oft beide Begriffe gemeinsam verwendet wurden:

Wer hat getwittert?

Interessant ist die Aufteilung der 95.743 Tweets auf die knapp 9.000 Accounts. 7.541 Twitter-Accounts (von 8.898, also 84,7%) haben weniger als 10mal im genannten Zeitraum über #unibrennt getwittert (insgesamt 18.760 Tweets, das sind 19,6% aller Tweets). Dem gegenüber stehen 155 Accounts (1,7% aller Accounts), die in diesem Zeitraum mindestens 100mal zum Thema #unibrennt getwittert haben (42.591 Tweets oder 44,5%). Hier beweist sich wieder einmal die 20/80 Faustregel, d.h. 20% der Accounts sind für 80% der Inhalte verantwortlich (ein üblicher Prozentsatz auf Web 2.0-Plattformen).
Wann wurde getwittert?
Im zeitlichen Verlauf der Tweets lassen sich wichtige Ereignisse der Bewegung klar herauslesen:

Hier wird klar, wie stark Twitter als Informationsverbreiter (was passiert gerade wo?) verwendet wurde. Auch zeigt sich deutlich, dass Massenmedien wie das Fernsehen, geschickt eingesetzt wie bei der ATV-Sendung aus dem Audimax, auch ihren Widerhall im Internet finden und sehr gut davon profitieren können. Klar erkennbar ist, dass nach der anfänglichen Euphorie das Interesse, gerade ab Anfang Dezember, sehr stark nachgelassen hat. Die Räumung des Audimax in Wien hat nicht annähernd so viel Aufmerksamkeit erregt wie am Anfang der Bewegung jeder einzelne Tag.

Von wo wurde getwittert?

Bezüglich der Orte, von denen getwittert wurde, zeigt sich im zeitlichen Verlauf eine Ausdehnung auf den gesamten deutschsprachigen Raum, ausgehend von Wien als Zündpunkt der Bewegung. Hierzu ein Still aus einer Animation, welche die räumliche Ausdehnung zeigt:

Dieser Zeitpunkt zeigt die maximale Ausdehnung. Nach dem Aktionstag (siehe Chronologie) wurde das Tweet-Aufkommen nicht sofort weniger, aber es konzentrierte sich wieder mehr auf die besetzten Universitäten.

Was wurde getwittert?

38.589 Tweets (40,3% aller Tweets) beinhalteten einen Link auf eine Webseite. Am häufigsten waren dies die Protest-Homepage, der Live-Stream oder Links zu Presseartikeln über die Uni-Besetzungen. Um einen visuellen Eindruck zu vermitteln, wurden örtliche Ereignisse auch oft über Twitpic.com, einen Dienst, bei dem jeder Bilder von Rechner oder Mobiltelefon hochladen und dann über Twitter verbreiten kann, einem Tweet mit angefügt: im oben genannten Zeitraum insgesamt 2.428 Fotos, die weit über 150.000 Mal abgerufen wurden. In der folgenden Grafik bildet sich der zeitliche Verlauf der Fotos auf Twitpic ab (Kriterium ist, wann das jeweilige Foto auf Twitter verbreitet wurde):

Über welche Inhalte getwittert wurde, zeigt die folgende Tagcloud aller Tweets im oben genannten Zeitraum, bereinigt um die Begriffe „unsereuni“, „unibrennt“ und „audimax“, da ansonsten die Skalierung die Lesbarkeit der anderen Wörter verhindern würde. Eine Tagcloud (engl. Tag = Etikett, Kategorie; dt. auch: Schlagwortwolke) zeigt die Größe eines Begriffs im Verhältnis zu dessen Häufigkeit an:

Eigentliche Forderungen (z.B. „Ausfinanzierung“ oder „Quotenregelung“) sind der Tagcloud nicht zu entnehmen – diese Verzettelung, die vielleicht stattgefunden hat, spiegelt sich auch in den Tweets auf Twitter sehr gut wieder. Zu berücksichtigen ist dabei, dass die Nachrichten von Protestierenden wie Beobachter_innen und Gegner_innen abgesetzt wurden. Hier zeigt sich die Schwierigkeit, ein Anliegen im Sinne einer konkreten Aufforderung über ein von heterogenen Gruppen genutztes Medium gezielt zu verbreiten. Auch das Zeichenlimit von Twitter spielt eine Rolle – möglicherweise gilt im Web 2.0 weiterhin die alte Regel aus der Werbung: ‚Nicht mehr als zwei Botschaften auf einem Plakatʼ. Während die Zeit der Besetzung, inkl. die Möglichkeiten der Vernetzung und der Sichtbarmachung des Wirkradiusʼ etwa durch solche Visualisierungen als Stabilisierung und Integration, als Empfinden von Aktivität und Selbstwirksamkeit gelesen werden kann, wurde durch die Räumung des Audimax dieses Gefühl stark angegriffen. Nach dem Empowermentkonzept findet sich die Person am Schluss des Prozesses jedoch in einem Zustand, in dem sie überzeugt ist, die Umgebung und ihr Leben nach ihren Phantasien gestalten zu können – allerdings im Bewusstsein, dass dies möglicherweise Zeit benötigen wird. Zum Zeitpunkt der Finalisierung dieses Dokuments – drei Monate nach Beginn der Besetzung – treffen noch immer 100 Twitternachrichten in der Stunde zum Thema ein. Heißenberger (in diesem Band) führte während und nach der Besetzung des Audimax qualitative Interviews mit Protestteilnehmer_innen. Danach gefragt, was sie aus den Protesten mitnehmen würden, sprachen alle von einem Gefühl, etwas verändern zu können. Sie könnten also als empowered bezeichnet werden, wozu nicht zuletzt das Internet und seine vielfältigen Anwendungen entscheidend beitrugen.

Bibliografie

Döring, N. (2003): Sozialpsychologie des Internet -­  Die Bedeutung des Internet für Kommunikationsprozesse, Identitäten, soziale Beziehungen und Gruppen. Göttingen, Hogrefe.

Fleischhacker, Michael (2009): Leitartikel: Logik statt Twitter. In: Die Presse, 24.10.2009.

Hamm M. (2006): Proteste im hybriden Kommunikationsraum. Zur Mediennutzung sozialer Bewegungen. Forschungsjournal Neue Soziale Bewegungen 19(2):77-­90.

Hinterberger, E. (2008). Psychologisches Empowerment im Zusammenhang mit gesundheitsbezogenen Inhalten im Internet. Eine Offline-‐Studie über das Potential des Internet in der Empowermententwicklung. Psychologie. Wien, Universität Wien: 171.

Lévy, Pierre (1997): Collective Intelligence. Mankind’s Emerging World in Cyberspace. Cambridge, MA: Perseus.

Neff, Gina/StarkDavid (2002): Permanently Beta: Responsive Organization in the Internet Era. In: ISERP Working Paper 02-‐05

Rappaport, J. (1984). Studies in Empowerment: Introduction to the Issue. In: Studies in empowerment: steps toward understanding and action. J. Rappaport and R. Hess. Binghamton, The Haworth Press.

Stürmer, S/Simon, B. (2009). “Pathways to Collective Protest: Calculation, Identification, or Emotion? A Critical Analysis of the role of Group-‐Based Anger in Social Movement Participation.” Journal of Social Issues 65(4): 681‐705.

ORF: 24 Stunden in fünf Minuten

Fernsehen, Mittwoch 10 März 2010 15:49

Der ORF ist ja stolz auf seine beiden Programme.

Wobei ORF1 ja eigentlich kein Öffentlich-rechtlicher Sender mehr ist, eher eine Abspielstation für nationale und internationale Serien.

Stimmt das wirklich? Um dies zu überprüfen habe ich mittels einer DVB-T Karte und dem Programm Fraps 24 Stunden lang (3. März 2010 bis 4. März 2010) alle zehn Sekunden einen Screenshot von ORF1 gemacht.

Aneinandergereiht, ergänzt um das Fernsehprogramm und die offiziellen Durchschnittsreichweiten ergibt dies folgendes Video:

Zu diesen 24 Stunden ein paar Fakten

Die Sendung mit der geringsten Durchschnittsreichweite (was für ein Wort!) war in diesen 24 Stunden “Avatar” um 6:00 in der Früh mit 12.000 ZuschauerInnen(!), die beste Durchschnittsreichweite hatte die zweite Spielhälfte des Länderspiels Österreich gegen Dänemark mit 539.000 ZuschauerInnen (nicht vergessen, Österreich hat 8 Millionen Einwohner).

Die älteste Sendung war “Der rosarote Panther” aus dem Jahr 1967.

Fünf Stunden und 40 Minuten (knapp 24% der 24 Stunden) waren Wiederholungen innerhalb dieser 24 Stunden.

Interessant ist das Verhältnis zwischen Werbung und Nachrichten. In den 24 Stunden gab es rund 44 Minuten (3,1%) lang Werbung und etwas mehr als 39 Minuten (2,7%) Nachrichten. ORF1 sendet also mehr Werbung als Nachrichten.

Spannend finde ich auch die knapp 59 Minuten (4,1%) Trailer/Programmpromotion, die innerhalb von 24 Stunden auf ORF1 gesendet wurden, ganz schön viel!

Und wie sieht es jetzt mit den Serien aus?

Nun ja, von diesen 24 Stunden waren knapp zwölf Stunden und 30 Minuten (52%!) US-Serien (obwohl auch ein Fußballspiel übertragen wurde!) und damit meine ich nur “klassische” Serien, keine Zeichentrickfilme oder Spielfilme.

Deutsche Serien (“Anna und die Liebe”, “Eine wie keine”) machten rund eine Stunde und 30 Minuten (6,2%) aus.

Somit sendete ORF1, trotz Kinderprogramm und Fußballspiel, rund 14 Stunden (58,2%) Serien in diesen 24 Stunden.

Kann man so was noch Öffentlich-rechtlich nennen?

#unibrennt auf Twitter, eine Analyse

Internet, Computer undPolitik, Freitag 27 November 2009 09:00

Seit 23. Oktober sammle ich alle Tweets auf Twitter mit den Hashtags “#unibrennt”, “#unsereuni” und “#audimax”.

Gerald Bäck und ich haben diese Tweets analyisiert. Gerald errechnete z.B. die “absolute Reichweite der Tweets”, während ich mich mit zeitlichen Abläufen beschäftigte.

Zuerst mal die Rohdaten: Im Zeitraum von 23. Oktober bis einschließlich 21. November 2009 wurden 66.379 Tweets von 6.780 UserInnen abgesetzt.

So sieht der zeitliche Verlauf der Tweets aus:

Tweets pro StundeTweets summiert

Aus diesen Tweets kann man natürlich eine TagCloud machen  (Hashtags und Stream-Url entfernt):

TagCloud der Tweets

Man erkennt, dass Twitter klarerweise als Organisationstool, aber auch als “die Message an die Frau / den Mann bringen”-Tool verwendet wurde.

In diesen 66.379 Tweets wurden 1.808  Fotos, die auf Twitpic geladen wurden, getwittert. Nach Abzug der Retweets bleiben 1.043 Bilder übrig, von denen 1.011 noch auf Twitpic verfügbar sind. Diese Fotos wurden insgesamt 125.612 Mal abgerufen.

Hier ein Video aller auf Twitpic noch verfügbaren Fotos mit der Anzeige der Gesamtviews:

Wem dies zu schnell war, kann hier eine Auswahl von 300 Twitpic Bilder als Animoto-Slideshow sehen:

Als Detail find ich es sehr spannend zu sehen wie Hörsäle in Europa aussehen :)

Die Studentenproteste gingen ja von der Akademie der bildenden Künste in Wien aus. Im Verlauf der letzten Wochen kamen wurden immer mehr besetzte Hörsäle und immer mehr Unis in ganz Europa dazu.

Ich wollte unbedingt diese räumliche Ausbreitung visualisieren. Mit Geralds Hilfe konnte ich bei 4.653 Twitter-UserInnen die Location (die beim jeweiligen Twitter-Account eingetragen ist) via Google einer Kartenposition zuordnen. Unter Verwendung einiger Perl-Skripte entstand so dieses Video (unbedingt in HD & Fullscreen anschauen!):

Leider erlaubt mir YouTube nicht, Mozart als musikalische Untermalung zu verwenden :(

Legende:

  • “Tweets” zeigt die Tweets/Stunde.
  • “User” zeigt wieviele unterschiedliche User pro Stunde einen Tweet abgesetzt haben.
  • “Retweets” sind die Tweets/Stunde in denen ein “@” vorkomm.
  • “URLs” sind die  Tweets/Stunde in denen eine URL (z.B. Bit.ly, Twitpic.com, etc.) vorkommt.
  • “Twitpic des Tages” ist das Twitpic-Foto an diesem Tag  mit den meisten Views.

Man sieht sehr schön wie sich einige Aktionen (Besetzung München) und vor allem der Aktionstag am 17. November auswirken. Auch sind Veranstaltungen in den besetzten Hörsälen und Fernsehsendungen zum Thema klar erkennbar.

Die meisten Tweets/Stunde (483) gab es übrigens zur “Am Punkt“-Sendung am 4. November, hier wird auch ersichtlich, dass erst danach die #unibrennt-Welle richtig nach Deutschland über schwappte.

Schlusssatz: In einer globalisierten Welt, in der es keinen Produktionsvorteil mehr gibt,  ist es für einen Staat wichtiger in Bildung, Wissen und Menschen  zu investieren als z.B. in den Bau des Koralmtunnels, der veranschlagte 5,1 Milliarden (also nach Österreichischer Rechnung im Endeffekt wohl über 10 Milliarden) Euro kosten wird.

Um so wichtiger ist es unsere uni zu unterstützen!

Hubert Sielecki: “Österreich !”

Kunst, Design, Donnerstag 25 Juni 2009 08:35

Hubert Sielecki, Filmemacher und Leiter des Lehrstudios für Animationsfilm in der Meisterklasse Ludwig Attersee auf der Angewandten, hat seit kurzem sein gesamtes Werk auf Youtube gestellt.

Darunter befinden sich so bekannte Arbeiten wie die “Maria Lassnig Kantate” aus dem Jahr 1992, aber auch das schöne  “Österreich !” aus dem Jahr 2001, absolut Sehenswert:


Auch als Zeitdokument wunderbar!

Visulisierung der Reaktionen zu den Grünen Vorwahlen

Politik, Freitag 22 Mai 2009 12:03

Auf der “Reaktionen”-Seite der Grünen Vorwahlen steht ja schon eine Menge.

Damit diese Liste etwas besser “greifbar” wird (sind bereits über 100(!!!!) Einträge) habe ich Screenshots jeder Seite gemacht und mit der Hilfe von Animoto ein Video erstellt.

Dieses zeigt, in chronologischer Reihenfolge, viel deutlicher wie vielfältig und umfangreich die Berichterstattung bis jetzt war (Unbedingt in “HQ” ansehen!):

Danke an alle für die tolle Beiträge und ich hoffe die Diskussionen gehen weiter!

PS: Nicht vergessen, am Dienstag, den 26. Mai gibt es ab 20:00 Uhr wieder einen Infoabend im Cafe Westend!

Peter Weibel: “Sex in der Stadt” (1983)

Kunst, Design, Donnerstag 9 April 2009 17:15

Mein Wunsch, den ich hier geäußert hatte, wurde erhört:


Finde die Nummer ja lustig, Peter Weibel in einer Telefonzelle und am Graben singend, sehr New Wavig :)

1990 gab es im U4 eine Veranstaltung (bei der Franz Xaver und ich zwei Videoinstallationen zeigten) namens “More Media Torture” wo die Nummer Live auf der Bühne gespielt wurde und Peter Weibel, singend ein paar Tage vorher auf Video aufgenommen (unter dem Vorwand er hat Lokalverbot im U4, in Wirklichkeit musste er an dem Abend ins Ausland  :) ), zugespielt wurde. Muss mal Fadi fragen ob es da noch ein Video gibt :)

Obst im Kampf um Marktanteile

Werbung, Montag 2 März 2009 19:20

Irgendwie finde ich diesen Spot witzig:


Bin ja gespannt wie in den USA dieser Zweikampf zwischen Apple und BlackBerry weitergeht, das wird sicher noch Brutaler!

Wobei, es könnte mit dem neuen Palm und den Android-Handys ein Vierkampf werden könnte, wenn Microsoft noch was auf die Reihe bringt sogar ein Fünfkampf. :)

Die Vamummtn: Slangmania

Fernsehen, Freitag 23 Januar 2009 08:53

Die Vamummtn haben (endlich) wieder einen neuen Song Online gestellt:


Ein brutaler, aber wunderbarer Kommentar zu Starmania und dem ORF.

Die EU, Entropa und die “Provokation”

Kunst, Design, Freitag 16 Januar 2009 08:44

Wenn wir Österreicher etwas lieben dann ist es ein Kunst- oder Kulturskandal!

Wer kann sich nicht an die Aufregung über Thomas Bernhards (genial Inszeniert von Claus Peymann) “Heldenplatz” erinnern, inklusive Pferdescheiße vor dem Burgtheater, das Hrdlicka Mahnmal gegen Krieg und Faschismus vor der Albertina,  der sich selbst in den Mund pissende Mann in Salzburg (“Arc de Triomphe“) von Gelatin/Gelitin, oder zuletzt die Diskussion über “Willkommen Österreich“.

Ich finde ja solche Diskussion sehr gut, sie zeigen das die Kunst und Kultur doch irgendwie noch in den Köpfen der Menschen ist.

Jetzt gibt es einen europaweiten Kunstskandal!

Der “böse” tschechische Künstler David Cerny hatte den Auftrag für Brüssel ein Kunstwerk zu schaffen das alle EU-Staaten repräsentiert und dazu sollte er auch KünstlerInnen eben aus diesen 27 EU-Staaten einladen. Gemacht hat er etwas ganz anderes: Niemanden eingeladen und alles selber gemacht (erinnert mich an die Peter Weibel-Ausstellung “Inszenierte Kunstgeschichte” 1988 im MAK).

Der Name des Kunstwerkes: “Entropa

Groß war und ist die Aufregung, einzelne Staaten fordern eine Entschuldigung (die es auch schon gibt), usw.

Was ich aber weitaus interessanter finde: Schon bei der “Willkommen Österreich”-Sache (die ich total harmlos finde) war es so das die eigentliche Sendung von knapp 200.000 Menschen gesehen wurde, die Diskussion dazu im Fernsehen  sahen aber doppelt so viele Menschen. Genau das gleiche passiert jetzt mit “Entropa”: Es gibt nur ganz wenig Fotos bzw. Videos davon, keiner erklärt die Intention dahinter, usw. jeder redet über etwas das er/sie nicht kennt.

Deswegen habe ich mal versucht mehr Infos zu dem Kunstwerk selber zu finden, hier ein sehr schönes Video auf YouTube (unbedingt in HD ansehen):


Schön wäre zu wissen was in dem Folder, den gegen Ende des Videos die Besucher in der Hand halten, steht!

Hier der Link zur offiziellen Webseite zu dem Kunstwerk, wo erklärt wird (leider nicht auf englisch) was zu jedem Land dargestellt wird.

Auch ist die Wikipedia Seite recht informativ.

Auf FLickr gibt es nur sehr wenig, hier eine Frontansicht, das Foto selber ist aber von Reuters:

Ich finde ja die Arbeit sehr gelungen, der Baukasten Europa passt genau. Ich muss auch zugeben das so aus dem Kontext gerissen ich viele Länder nicht Aufgrund des Umrisses erkenne, bei einigen aber die Assoziation (Ikea für Sschweden) sehr treffend ist. Auch muss klar sein das die Darstellung Österreichs (vier Atommeiler in der grünen Wiese) aus Tschechischer Sicht sicherlich ein guter Kommentar ist.

Ich Bin gespannt wie sich diese Diskussion weiter entwickelt!